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Traumstart ins neue Rennjahr für Dreamworks und Jozef Bojko

Dortmund 6. Januar 2019

Einen Traumstart ins neue Rennjahr hat Jockey Jozef Bojko auf der Galopprennbahn Dortmund-Wambel erwischt: Zuerst gewann er mit Dreamworks das erste Rennen des Jahres 2019 in Deutschland, und später punktete Bojko auch noch mit Dream of Future.

Trotz widriger Witterungsbedingungen zeigte sich der Rennverein zufrieden mit dem Jahresauftakt. „Der frühe Beginn muss sich erst noch ein wenig herumsprechen, aber es war kein schlechter Start“, so Präsident Andreas Tiedtke. Wie sich die niedrigeren Abzüge bei der Sieg- und Platzwette (nur noch 15 statt bisher 25 Prozent) auswirken, könne man noch nichts sagen, da die Vergleichsmöglichkeiten fehlten. Da müsse man noch abwarten, so Tiedtke.

Weniger zufrieden ist der Präsident aber damit, dass Dortmund sich die Live-Übertragung aber mit den Trabern teilen muss und so wichtige Informationen, zum Beispiel vor der Viererwette, verloren gegangen seien, sagte Tiedtke: „Leider haben wir auf die Bildgestaltung keinen Einfluss.“ Der Preis der Viererwette, ein Ausgleich IV über 1.700m, ging an Jackontherocks mit Nachwuchsreiter Gijs Snijders für Frank Fuhrmann. Er siegte überlegen vor Alte Lady England, Burma King und So Soon. Die Quote der Viererwette betrug 6.666,80:1.



Bojko mit „Traum“-Ritten

Der im slowakischen Bratislava geborene Bojko reitet seit 1993 in Deutschland und ist seit vielen Jahren am Stall von Andreas Wöhler bei Gütersloh beschäftigt. Der größte Erfolg seiner Karriere gelang ihm 2011 mit dem Derbysieg auf Waldpark. Auf dem von Erika Mäder für Dorothe Meyer trainierten Dreamworks gewann der 47-Jährige das sportlich wichtigste Rennen des Tages, einen Ausgleich III über 1.950m.

Der zehn Jahre alte Wallach hatte bereits kurz vor Weihnachten in Wambel gepunktet. Die Siegquote betrug 8,9:1 – ab diesem Januar werden die Quoten nicht mehr „zu 10“ angegeben, sondern wie bei den Fußballwetten zum Einsatz von 1 Euro. Der zweite Tagessieg gelang Bojko auf dem von Christian von der Recke betreuten Dream of Future (7,1:1) im Ausgleich IV über 1.800m. Das Amateurrennen über 1.950m holte sich Olga Laznovska auf dem von Claudia Barsig trainierten So Super (3,8:1).



Gedenken an Daniele Porcu

Der emotionale Höhepunkt des ersten Renntages war das Daniele Porcu-Erinnerungsrennen, ein Ausgleich IV über 1.200m. Hier siegte Gentle Jaime aus dem belgischen Quartier von Christel Lenaers. Maxim Pecheur setzte den sechsjährigen Schimmel spät ein, um die Konkurrenz, allen voran Orpen’s Art, niederzuringen.

Es war ein Ritt der Daniele Porcu gefallen hätte: Der italienische Jockey war vor einem Jahr nach schwerer Krankheit mit 34 Jahren gestorben. Seinen letzten Sieg in Deutschland ritt er im November 2017 auf Sexy Juke im Besitz des Gestüts Wittekindshof. Dessen Eigner, der Dortmunder Ehrenpräsident Hans-Hugo Miebach, und Rennvereins-Präsident Tiedtke würdigten in Anwesenheit der Witwe Porcus den allseits beliebten Sportler und Menschen.

Pecheur gewann im vorletzten Rennen dann auch noch das Maidenrennen über 1.700m auf der vierjährigen Stute Bützje und sorgte damit zudem für den ersten Erfolg des Jahres von Championtrainer Markus Klug.



Der nächste Renntag in Wambel ist bereits am kommenden Sonntag, 13. Januar. Beginn ist wieder früh mit dem ersten Start um 10:50 Uhr.
 

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