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Jacksun sehr guter Vierter im Großen Preis von St. Moritz

Berrahri der Schnee-Held aus England

St. Moritz/Schweiz 17. Februar 2019

Englischer Triumph bei frühlingshaften Temperaturen im höchstdotierten Rennen der Schweiz am Sonntag: Im Longines 80. Großer Preis von St. Moritz (111.111 Franken, 2.000 m), dem Europa-Championat auf Schnee, gewann vor 15.000 Zuschauern der Vorjahreszweite Berrahri mit Jockey Kieren Fox für Trainer John Best nach einer tollen Speedleistung vor dem 2016er-Sieger Jungleboogie (Eddy Hardouin/Carina Fey) und dem Vorjahressieger Nimrod.

Einen sehr guten vierten Platz erreichte der von Michael Figge für Ecurie Premiere Classe aufgebotene Außenseiter Jacksun (Antoine Coutier), der noch enorm viel Boden gutmachte. Manipur, den Champion Markus Klug für den Stall Helena ins Rennen geschickt hatte, musste mit Maxim Pecheur aus dem Vordertreffen früh passen und wurde Neunter. Auch der hochgehandelte New Agenda mit Dennis Schiergen war bald auf dem Rückzug und belegte den letzten Rang.

Noch im Schlussbogen sprach bei diesem bestens besuchten White Turf-Finale alles für Nimrod, der sich auf einige Längen abgesetzt hatte, doch Berrahri schob sich auf der Zielgeraden noch klar vorbei. „Er ist nun das fünfte Jahr hier gelaufen. Den Grand Prix einmal zu gewinnen, war unser großes Ziel“, erklärte Trainer John Best über den Sieger, der 8,3:1 am Toto bezahlte. Jockey Kieren Fox sagte: „Eigentlich geht er gerne an der Spitze, aber die Order war, wenn das Rennen sehr schnell wäre, länger zu warten. Das habe ich getan. Es ist großartig, hier vorne zu sein. Das war ein gutes Stück Arbeit, aber er ist ein eisenhartes Pferd.“

Deutsche Pferde Erster und Zweiter im Skikjöring

Beim großen Finale bei strahlendem Sonnenschein im Engadin machten deutsche Pferde das Finale im Skikjöring (15.000 Franken, 2.700 m) unter sich aus, denn der von Christian von der Recke in Weilerswist trainierte Lips Legend (14,1:1-Außenseiter) wehrte mit Franco Moro Peter Schiergens Usbekia (Valeria Holinger) ab.

Hinter Sociopath lief auch Reckes anderer Vertreter Get Ready Freddy (Valeria Selina Walther) gut. Epako (Leo Luminati/Peter Schiergen) blieb als Neunter wirkungslos. Es war ein rundum spannendes Rennen, bei der St. Moritzer Spezialdisziplin folgen bekanntlich die Fahrer auf Skiern den Pferden. Franco Moro markierte seinen 20. Sieg in einem Skikjöring.

„Heute war der Boden anders als an den ersten Renntagen, mein Pferd hat richtig durchgezogen und nie nachgelassen. Diesen Sieg haben wir uns erkämpft“, berichtete er. Erst vor wenigen Tagen hatte der Stall Wollin Lips Legend erworben, was für ein Einstand! Nach 32 Jahren sicherte sich Alfredo Lupo Wolf erstmals den Titel „König des Engadin“ als Gesamtsieger im Skikjöring vor Erich Bottlang und Jakob Broger.

Dennis Schiergen siegt mit Ex-Schiergen-Pferd

Der Kölner Jockey Dennis Schiergen bewies sein Können in einem 30.000 Franken-Rennen über 1.300 Meter, als er Karin Suters High Duty als 14,3:1-Außenseiter vom Start bis ins Ziel alles bestens einteilte. Weder Alvin the Drummer, noch Zyrjann kamen an ihn heran. Interessant: Der Sieger war bis 2015 auch bei Dennis Schiergen Vater Peter in Training.

Wie schon zuletzt gab es für Miroslavs Weiss‘ Heloagain (Silvia Casanova) in einem 15.000er über 1.600 Meter wieder kein Verlieren. Der Wallach verabschiedete sich von Sleeping Giant und Cool Sweety. Der von Christian von der Recke engagierte Hidden Oasis (Maxim Pecheur) baute nach einer Störung ab und wurde Fünfter.

In der abschließenden 10.000 Franken-Prüfung feierte Trainer Christian von der Recke seinen zweiten Tageserfolg, als Fit For The Job (Maxim Pecheur) die gesamte 1.800 Meter-Strecke nie in Bedrängnis geriet und vor Parthenius sowie Fleur d‘ Ipanema blieb. Michael Figges Saphirrouge (Antoine Coutier) hielt sich auf Platz vier achtbar.


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