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Dreijährige Sharoka und King sowie Boscaccio stark bei der Grasbahn-Premiere

Holländischer Sieg durch Naqdy in Krefeld

Krefeld 17. März 2019

Holländischer Sieg im Hauptrennen bei der Grasbahn-Premiere 2019 in Deutschland am Sonntag auf der Galopprennbahn in Krefeld: In einem mit 10.000 Euro dotierten und über 1.700 Meter führenden Ausgleich II holte Naqdy den Erfolg in die Niederlande.

Der von Besitzertrainer-Champion Lucien van der Meulen trainierte sechsjährige Wallach, zuletzt zweimal Zweiter auf der Sandbahn, wehrte nach einem starken Ritt von Maxim Pecheur die permanenten Angriffe des Favoriten Numerion sicher ab. Mit 8:1 war die Quote noch überaus lohnend. Als Dritter hielt sich der Frontrenner Baroncello mit hohem Gewicht gut, während der stärker beachtete Dialekt auf dem schweren Boden nie gefährlich wirkte.

Seidl und Klug mit Top-Start

Einen glänzenden Einstand gab es für Champion Markus Klug und den gerade aus Australien zurückgekehrten Jockey Martin Seidl. Gleich in der einleitenden Prüfung für dreijährige Pferde über 1.400 Meter landete dieses Team mit Gestüt Röttgens Sharoka einen allseits erwarteten Erfolg.

Seidl musste bei seinem ersten Ritt nach dem erfolgreichen Down Under-Trip auf Klugs erstem Deutschland-Starter 2019 nur bis Mitte der Zielgeraden etwas tun, dann löste sich die 1,6:1-Favoritin noch leicht von Molly Massimo und Irish Poseidon. Sharoka hatte schon im Vorjahr ihre Klasse angedeutet, als Vierte im Zukunftsrennen in Baden-Baden, Zweite im Düsseldorfer Junioren-Preis und Fünfte im Preis der Winterkönigin. Das Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennen am 22. April in Köln sowie die 1.000 Guineas könnten nun die nächsten Ziele für die Rock of Gibraltar-Tochter sein.

King wie ein Pferd anderer Klasse

Ein Dreijähriger mit einer sehr guten Zukunft dürfte auch der von Christian Wolters in den Niederlanden vorbereitete King sein, der in einer 1.700 Meter-Konkurrenz seinem Namen alle Ehre machte. Wie ein Pferd anderer Klasse spazierte der 3,6:1-Mitfavorit unter Rene Piechulek Manx und Kingsman mit elf Längen davon. Diverse Auktionsrennen stehen dem Lord of England-Sohn aus der Zucht des Gestüts Etzean, der für gerade einmal 7.000 Euro bei der BBAG-Auktion erworben wurde, offen.

„Mondaufgang“

Imponierend fiel der Favoritensieg im Ausgleich III über 2.050 Meter aus, als die von Karl Demme aus Köln aufgebotene Prairie Moonshine (2,5:1) nach ihrem Neusser Sandbahnerfolg auch hier auftrumpfte. Völlig souverän mit 13 Längen Vorteil marschierte die Stute mit Jockey Maxim Pecheur der Lokalmatadorin Panoramica und San Diego davon.

Riesen-Quoten in der Wettchance

In einem packenden Endkampf und mit einer Riesenüberraschung klang die Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.200 m): Die schon siebenjährige Stute Sulphur (18,1:1-Außenseiterin) überspurtete als Leichtgewicht nach einem bestens getimeten Ritt von Cecilia Müller für den Neusser Trainer Axel Kleinkorres und den Stall Mara noch Marijano, Kirem und Knightsbridge Liam. Die Quoten hatten es in sich: Die Zweierwette kletterte auf 591,9:1 Euro, die Viererwette bezahlte 20.000:1 Euro. Ein Wetter hatte richtig getippt und kassierte 10.000 Euro! Die Dreierwette wurde nicht getroffen, weshalb es beim nächsten Renntag einen Jackpot geben wird.

Einstiger Derby-Favorit Boscaccio ist wieder da

Die besten Pferde der Veranstaltung sah man in einem 2.050 Meter-Rennen. Hier meldete sich Boscaccio beim ersten Start für Trainer Peter Schiergen eindrucksvoll zurück. Der vor drei Jahren im Oppenheim-Union-Rennen erfolgreiche Hengst, der 2016 auch Derby-Favorit war, entwickelte unter Dennis Schiergen zu sehr attraktiver Quote von 6,4:1 tollen Speed und verdrängte den gut standhaltenden Cassilero sowie den erstaunlich gut dabeibleibenden Außenseiter Damavand. Blass blieb Poldi’s Liebling. Der 2017 hier im Ratibor-Rennen zum Gruppesieger aufgestiegene heiße Favorit griff auf der Geraden als Erster Cassilero an, doch dann schwanden ihm die Kräfte nach der langen Pause und er landete nur auf Platz vier.

Polnischer Erfolg im Jagdrennen

Das erste Jagdrennen der neuen Saison über 3.500 Meter wurde eine Beute der polnischen Gaststute Inferna (5,6:1), die sich für Trainer Adam Suchorzewski mit Jockey Niclas Loven mit starker Schlussoffensive noch gegen die Außenseiter Zuckerprinz und Arizona Ranger in Szene setzte und ihren Erfolg vom Jahr 2017 wiederholte. Der Favorit Wutzelmann baute nach zeitweiliger Führung auf der Zielgeraden ab und wurde nur Vierter.


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