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Stormy Antarctic in der Kalkmann Frühjahrs-Meile in Düsseldorf knapp voraus

Erfolgreiche Zitterpartie für den haushohen Favoriten

Düsseldorf/Zweibrücken 14. April 2019

Erfolgreiche Zitterpartie für den haushohen Favoriten im ersten Grupperennen der deutschen Galopp-Saison 2019: Der auf 1,5:1 heruntergewettete Stormy Antarctic aus dem englischen Stall von Ed Walker gewann erwartungsgemäß unter dem französischen Spitzenjockey Gerald Mossé die Kalkmann Frühjahrs-Meile (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) in Düsseldorf.

Doch die vielen Anhänger des hochkarätigen sechsjährigen Wallachs, der 2018 die Badener Meile gewonnen hatte und Zweiter im Großen Dallmayr-Preis gewesen war, sowie Top-Vorstellungen in internationalen Events gezeigt hatte, mussten lange schwitzen, denn die Lokalmatadorin Madita (27,4:1-Außenseiterin) stellte ihn Mitte der Zielgeraden zum Kampf. Aber am Ende verteidigte Stormy Antarctic dank seiner hohen Klasse einen Vorsprung von einem Hals gegen die über sich hinauswachsende Stute, hinter der Eckhard Saurens Degas früh als Dritter feststand.

Bis weit in die Zielgerade bestimmte Zargun ein enormes Tempo und besaß einen klaren Vorteil auf Los Campanos und Wetrov, die im Einlauf schnell überlaufen waren. Stormy Antarctic hatte hinter Palace Prince an fünfter Position eine ideale Angriffslage und verkürzte den Abstand auf Zargun schnell.

Doch dann erwuchs ihm in Madita eine neue Kontrahentin, die toll aufdrehte. Aber Stormy Antarctic, der Höchstgewicht tragen musste, kämpfte zurück und hielt seinen Vorteil eisern fest. 32.000 Euro Siegbörse wanderten auf das Konto des Hong Kong-Chinesen Pak-Kwan Siu als Besitzer, damit beträgt die Gewinnsumme des Engländers nun 660.694 Euro. Man dürfte ihn in diesem Jahr noch mehrfach in Deutschland sehen.

Siegjockey Gerald Mossé in einem ersten Statement über Stormy Antarctic: „Mein Pferd war nach Papierform die Nummer eins im Feld, daher sind wir mit viel Optimismus nach Düsseldorf gefahren. Ihm kam auch das hohe Tempo entgegen.“

Madita mit bester Karriereleistung

Madita verpasste den Sensationssieg nur knapp, zeigte aber ihre bislang beste Vorstellung und scheint eine Bereicherung unter den deutschen Meilen-Assen zu sein. Ihr Betreuer Sascha Smrczek: „Mit solch einer starken Vorstellung hatte ich nicht gerechnet, sie hat alles gegeben.“

 Degas machte von weiter hinten noch einigen Boden gut und knüpfte als Dritter an seine letztjährigen Vorstellungen an, während Palace Prince keine besseren Chancen als Rang vier besaß. Mehr als Platz fünf hatte man von Wonnemond erwartet, der von einem der letzten Ränge zuviel aufholen musste.

Amarena mit starkem Einstand

Schon am letzten Düsseldorfer Renntag hatten die Dreijährigen des Kölner Trainers Henk Grewe für Furore gesorgt. Und auch die im Besitz des Stalles Lucky Owner stehende Amarena (5,7:1) setzte sich gleich bei ihrem Debüt groß in Szene. Unter Lukas Delozier bekam die von ihrem Besitzer auch gezogene Lady die stets prominente Sweet Gold noch locker in den Griff. Diamante eroberte mit schönem Endspurt noch Platz drei.

In einem packenden Endkampf klang der 2.100 Meter-Ausgleich III aus, in dem der von Marco Klein aus Mannheim entsandte Bergpfad (4,3:1) nach seinem Treffer zuletzt in Mannheim erneut auftrumpfte. Tommaso Scardino hielt einen kurzen Kopf Vorsprung gegen Arabian Dreamer gerade noch fest.

Nach einer perfekten Einteilung durch Miguel Lopez ließ der von Besitzertrainerin Angela Riese aus Bergheim engagierte Bahnspezialist Dylan (5,9:1) in einem Handicap über 2.100 Meter gegen Molly Filou und Saragossa früh nichts mehr anbrennen.

Die Pferde des Karlsruher Besitzertrainers Ronny Heimburger agieren in der noch jungen Saison in toller Verfassung. Mit der schon bei der Premiere 2019 hier siegreichen Mississippi (11,1) unter Carlos Henrique landete er einen weiteren Erfolg. Es war beachtlich, wie die siebenjährige Stute die Außenseiter Snowdrop und Best of Heaven noch verdrängte.

Rich Roofer überspurtet alle

Mit zwei Treffern hatte Rich Roofer schon auf der Sandbahn auf sich aufmerksam gemacht. Nun glänzte der von Axel Kleinkorres auf der anderen Rheinseite in Neuss vorbereitete Wallach in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.600 m) mit mächtigem Endspurt vor dem Favoriten Mentalist, sowie Anarchy und Log In. Die Viererwette bezahlte 1.375:1 Euro.

Nach seinem zweiten Platz im Ratibor-Rennen 2018 stand Sibelius (1,5:1-Favorit) in einer 1.700 Meter-Konkurrenz für Dreijährige klar heraus, doch musste sich der von Champion Markus Klug trainierte Pastorius-Sohn unter Maxim Pecheur (zweiter Tagestreffer) schon mächtig anstrengen, um die Holländerin Jewel Of The Sea noch von der Spitze zu schnappen, was aber am Ende gelang. Departing schob sich spät auf Platz drei. Sibelius besitzt viele Nennungen für Top-Events, darunter auch das Derby.

Parlan setzt seine Düsseldorf-Serie fort

Düsseldorf bleibt das Erfolgspflaster für Stall Grafenbergs Parlan (3,3:1) aus dem Kölner Stall von Waldemar Hickst. Der offenbar noch deutlich verbesserungsfähige Hengst bleibt auch nach dem dritten Start auf dieser Bahn ungeschlagen. Locker und leicht setzte er sich unter Marco Casamento von den Außenseitern Dictator und Infamous Lawman ab.

Zum Abschluss des großen Renntages kämpfte der erstmals aufgebotene Schlenderhaner Miro (6,5:1) aus dem Quartier von Jean-Pierre Carvalho mit Filip Minarik im Sattel gegen den Favoriten Arguin sowie Impactful erfolgreich zurück.

Dritter Titel für Wonnemond

Bereits zum dritten Mal hintereinander wurde der von Sascha Smrczek trainierte Wonnemond zum Düsseldorfer Galopper des Jahres gewählt.

Maningrey ist der erste Sieger in Zweibrücken 2019

Zweibrücken startete am Sonntag in die Rennsaison 2019. Zum ersten Gewinner avancierte der früher in ganz anderer Gesellschaft agierende Maningrey. Beim ersten Auftritt für das Adelresort und Trainer Math Snackers und ersten Versuch seit 2017 dominierte der 1,4:1-Favorit auf der Zielgeraden vor Dream Team und Glos. Fabian Xaver Weißmeier brauchte keinen Finger zu rühren.

Mit Horst Rudolphs Sarayu (9,8:1) sorgte die größte Außenseiterin in einem 1.800 Meter-Handicap Start-Ziel unter Sibylle Vogt vor Incorruptible und Polarstern für eine Überraschung.

Nie in Bedrängnis geriet Fabian Xaver Weißmeier auch in einer 2.400 Meter-Konkurrenz mit der von Christian von der Recke aufgebotenen 1,4:1-Chance Palmetto Bay vor Hongkong Adventure und Sir Parzival.

Matchwinner Zweiter – Recke und Vogt mit Doppel

Besonders gespannt war man im abschließenden 2.950 Meter-Rennen auf das Comeback des Gruppe-Pferdes Matchwinner, doch fand er nach langer Pause seinen Meister in Pearl Dragon, der Trainer Christian von der Recke und Reiterin Sibylle Vogt den zweiten Tagestreffer bescherte. An der Spitze ließ sich der 2:1-Co-Favorit nie beeindrucken.

Amateur-Champion Vinzenz Schiergen zeichnete sich in einem 1.800 Meter-Handicap mit dem 2,6:1-Favoriten Rock of Cashel vor Bocca Regia und Situation aus.

Für einen Toto-Schocker sorgte Uwe Schwinns Irina (C. Santangelo, 18,7:1) vor La Kabbale und Giant Grizzly in einem Ausgleich IV über 2.400 Meter. Martin Schus Hippocrene (5,9:1) beendete mit Nina Wagner in einem 1.350 Meter-Spring vor Strictly Carter und Pressure eine längere Durststrecke.


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