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Nach imponierendem München-Sieg der Derby-Favorit Nummer eins

Django Freeman macht sich frei

München 1. Mai 2019

Hat München am Maifeiertag den Derbysieger gesehen? In beeindruckender Art und Weise triumphierte der von Henk Grewe in Köln für die australisch-deutsche Besitzergemeinschaft Hedge Baumgarten Holschbach trainierte 2,8:1-Favorit Django Freeman unter dem Franzosen Lukas Delozier im pferdewetten.de – Bavarian Classic (Gruppe III, 55.000 Euro, 2.000 m). Mit dieser grandiosen Vorstellung vor toller Kulisse etablierte sich der dreijährige Campanologist-Sohn endgültig an der Spitze des Wettmarkts für das Rennen des Jahres am 7. Juli in Hamburg.

An vierter Position fand Django Freeman hinter Amiro, Quian und Quest the Moon gleich eine vordere Position vor. Bis in Richtung der Zielgeraden änderte sich an der Reihenfolge wenig, wobei das Feld in breiter Phalanx auffächerte und eine Entscheidung kaum abzusehen war, auch wenn Django Freeman optisch einen äußerst vielversprechenden Eindruck machte.

Auf dem letzten Wegstück zündete der Turbo des schon 2018 als Zweijähriger stark in Erscheinung getretenen Hengstes, der sich leicht von den Gegnern freimachte. Nun dürfte er über das Union-Rennen in Köln das Derby ansteuern. 32.000 Euro Siegpreis gab es für den dritten Sieg beim vierten Start von Django Freeman.

Siegtrainer Henk Grewe in einem ersten Statement: „Ich bin sehr zufrieden. Ich war froh, dass Quian an der Außenseite des Piloten ging, sonst wäre Django Freeman unterwegs vielleicht zu früh vorne gewesen. Er hat super angepackt und gezeigt, dass er die Derby-Distanz von 2.400 Metern noch besser können sollte, denn er wurde ja immer souveräner. Nun gehen wir in die Union.“

Jockey Lukas Delozier ergänzte: „Django Freeman ist ein ganz tolles Pferd. Ich hatte nur ein Problem, als auf der Geraden Quest the Moon vorbeizog, dachte ich schon, das Rennen sei gelaufen, aber man hat dann gemerkt, dass mein Pferd mit zunehmender Distanz den Vorteil auf seiner Seite hatte.“

Freude auch beim Galopper des Jahres-Gewinner

Mitfreuen dürfte sich auch der Gewinner des Hauptpreises der Galopper des Jahres-Wahl, denn er sicherte sich auf einen Schlag 320 Euro, ein Prozent des Rennpreises als virtueller Mitbesitzer von Django Freeman. Und bis zum Derby darf er weiterhin an dessen Gewinnen partizipieren.

Auch der Lokalmatador Quest the Moon lief als Zweiter ausgezeichnet, er kämpfte aus dem Vordertreffen bis zur Ziellinie. Seine Betreuerin Sarah Steinberg: „Das war für den ersten Jahresstart sehr gut, er hat das Rennen noch gebraucht und wurde nicht zu sehr gefordert. Wahrscheinlich gehen wir nun in das Derby-Trial in Baden-Baden.“

Auch Dschingis First, der sich ganz zuletzt noch knapp auf Rang drei schob, hielt sich gut genug. Er kam vom letzten Platz und entriss dem über sich hinauswachsenden Münchener Außenseiter Amiro hauchdünn einen besseren Rang. Quian ließ wie die übrigen Kandidaten am Ende nach.

Klasse-Ritt von Tamara Hofer

Klasse-Ritt der Amazone Tamara Hofer im Ausgleich II über 1.600 Meter, der aus dem Rahmenprogramm herausstach: Sie führte die immerhin schon siebenjährige Stute Auristella (7,4:1), die schon 2018 dreimal siegreich war, für den Stall Waldhof und die Münchener Trainerin Jutta Mayer zu einem sicheren Erfolg über den tschechischen Riesenaußenseiter Mormill und Action Please. Diese Dreierwette hatte niemand richtig vorhergesagt.
Begonnen hatte der Renntag mit einem sicheren Erfolg des von John David Hillis erstmals für neue Interessen vorgestellten Maradan (3:1) in einem 1.600 Meter-Rennen, der es hier gegen All About Me und Sky Queen wesentlich einfacher hatte als zuletzt in Frankreich. Im Sattel zeichnete sich Adrie de Vries aus.

Starke stürmt mit Biscaya Storm davon

Mit einer beeindruckenden Vorstellung wartete der von Peter Schiergen aufgebotene Ammerländer Biscaya Storm (3,6:1) mit dem aus Japan heimgekehrten Champion Andrasch Starke in einer 1.600 Meter-Konkurrenz für Dreijährige auf. Der Lope de Vega-Sohn kontrollierte an der Spitze gegen My Madeleine und Pietra Della Luna jederzeit das Geschehen und könnte bald Kurs auf bessere Aufgaben nehmen.

Einen tollen Endkampf zeigte Jockey Lukas Delozier auf der in Österreich von Klaus Kogler vorbereiteten Lady Magic (8,4:1). Immer wieder verstand er es die starken Angriffe von Galopp Club Süddeutschlands Naledi zu kontern. Amangiri eroberte Rang drei.

Iffezheimer Erfolg

Der Iffezheimer Trainer Lennart Hammer-Hansen hatte in einer 2.000 Meter-Prüfung zwei Pferde des Gestüt Park Wiedingen aufgeboten, und mit der leichten Siegerin Quantum Joy (5,9:1) unter Martin Seidl durfte er auch aufs Treppchen, auch wenn Awesome Kitty noch gut aufkam, während der Favorit Secret Potion mit Platz drei vorlieb nehmen musste.

So richtig aufzublühen scheint als Achtjährige die von dem früheren Münchener Dauer-Champion Erich Pils engagierte Ourasi (9,1), die mit Filip Minarik in einem 2.200 Meter-Handicap Montepulciano und Amazing Soldier noch schnappte.

Im abschließenden Ausgleich IV über 1.600 Meter komplettierte Tamara Hofer ebenso wie Trainerin Jutta Mayer mit Action Pure (10:1) ein Doppel, wobei die Betreuerin auch den Zweitplatzierten High Flight stellte.

Ehre für den Rasenpapst

Zu verdienten Ehren kam „Rasenpapst“ Mustafa Türk, denn er wurde von den Mitgliedern des Galopp Club Süddeutschland mit dem Monsun-Preis ausgezeichnet.
 

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