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Scheich-Crack triumphiert beim Auftakt der German Racing Champions League

French King ist der „König von Köln“

Köln 5. Mai 2019

Großer Triumph für Katar-Scheich Abdullah bin Khalifah Al Thani im ersten Highlight der German Racing Champions League (elf Top-Rennen in sechs deutschen Galopp-Metropolen) am Sonntag beim Benefiz-Renntag zugunsten des Kinderschutzbundes auf der Galopprennbahn in Köln: Im Carl Jaspers Preis (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.400 m) dominierte vor 8.000 Zuschauern der im Besitz des Ex-Premierministers von Katar und Sohn des Emirs stehende vierjährige Hengst French King mit dem französischen Star-Jockey Olivier Peslier (46) als 3,9:1-Favorit.

Der im Februar in der Heimat seines Eigners erfolgreiche French Fifteen-Sohn aus dem französischen Rennstall von Henri-Alex Pantall war auf der Zielgeraden nicht mehr aufzuhalten und bekam den lange führenden Be My Sheriff und den 2017er-Derbysieger Windstoß leicht mit einer dreiviertel Länge in den Griff.

Über weite Strecken führte Be My Sheriff bei moderatem Tempo vor Alounak und French King, dahinter sah man Walsingham vor Khan, sowie Colomano und Windstoß am Ende des siebenköpfigen Feldes. Im Schlussbogen hatte French King ein paar Plätze eingebüßt, doch wartete Olivier Peslier in aller Seelenruhe den Gang der Dinge ab.

Sechster Erfolg beim 15. Start

Be My Sheriff verteidigte sich auf der Zielgeraden weiter, aber als French King eingesetzt wurde, war die Frage nach dem Gewinner schnell beantwortet. Der Favorit klärte sehr schnell die Fronten und bescherte seinem Besitzer die Siegbörse von 40.000 Euro. Es war beim 15. Start der sechste Erfolg von French King, der seine Gewinnsumme auf 655.273 Euro steigerte.

„Ich habe French King unterwegs zurückgenommen, er hat sich in der letzten Zeit enorm verbessert und leicht gewonnen. Das Rennen war heute wie maßgeschneidert“, berichtete Olivier Peslier in einem ersten Statement.

Be My Sheriff hielt bis zuletzt bestens stand und lief als Zweiter das erwartet gute Rennen. „Es war sein erster Start auf dieser Distanz und nach nur zwei Wochen. Ich bin sehr zufrieden, wir gehen nun in den Großen Preis der Badischen Wirtschaft“, versicherte Trainer Henk Grewe.

Windstoß stieß vom letzten Platz noch auf Rang drei vor, gefolgt von Alounak, der als Vierter keinen Gang höher schalten konnte. „Ihm fehlte bei dem flauen Tempo die Spritzigkeit“, sagte sein Betreuer Waldemar Hickst. Colomano fiel nach der Pause noch nicht auf und belegte Rang fünf vor Walsingham, der zeitig nachließ und Khan, der deutlich weicheren Boden benötigt hätte.

Nach dem gestrigen Listensieg in Frankreich von Amarena war im einleitenden 1.850 Meter-Rennen volles Vertrauen mit Sweet Gold gegangen, doch kam die heiße Favoritin nicht über Rang drei hinaus. Die zuletzt hinter ihr eingekommene Candy Crush (6,8:1; B. Murzabayev) drehte für den Stall Turffighter den Spieß um und kam mit großen Reserven noch sicher zum Zuge, wobei sich die Röttgenerin Elvira noch zwischen beide schon. „Sie hatte sich zuvor noch etwas unreif angestellt, gewinnt aber von Rennen zu Rennen an Routine“, verriet Siegtrainer Andreas Wöhler.

Laccario eine neue Derby-Hoffnung

In sehr bedeutender Manier triumphierte der Ittlinger Laccario (3:1) in einer 2.200 Meter-Konkurrenz und bescherte dem Team Wöhler/Murzabayev ein schnelles Doppel. Von dritter Position entfachte der Scalo-Sohn riesigen Speed und löste sich souverän von dem Favoriten Nirvana Dschingis, der von der Spitze nicht dagegenhalten konnte, und dem gut debütierenden Sa Sal. El Faras wurde kurz nach dem Start reiterlos. Andreas Wöhler erklärte: „Wir haben Laccario im letzten Jahr bewusst nur einen Start gegeben, ich war überrascht, wie professionell er sich im Rennen angestellt hat. Wir steuern nun ein Listenrennen in Düsseldorf an“, sicherlich ist Laccario ein möglicher Derby-Kandidat.

In der Wettchance des Tages wurde Fire Linn (3,2:1) seinem Ruf als Bahnspezialist wieder einmal gerecht. Mit Adrie de Vries bekam der Favorit noch Tjerk, Barteaux und Revie zu fassen. Trainer Philip Jonkhart aus den Niederlanden stellte die beiden Erstplatzierten. Die Viererwette wurde nicht getroffen, so dass hier in zwei Wochen ein Jackpot ausgespielt wird.

Goldene Ehrennadel für Christian von der Recke

Zu einer hochkarätigen Auszeichnung kam der Weilerswister Trainer Christian von der Recke: Der seit dem 1. Mai in 2.000 Rennen erfolgreiche Betreuer wurde mit der goldenen Ehrennadel des Trainer- und Jockeyverbandes geehrt. In einem 2.200 Meter-Handicap landete Recke mit der völlig überlegenen Palmetto Bay (5,5:1, L. Grigorieva) vor Pretty Pipa und Marina Marshall gleich wieder einen Sieg.

Vier Rennen hatte Dr. Andreas Boltes Ricardo (3,7:1) im Jahr 2018 gewonnen, doch in einem 2.400 Meter-Ausgleich III dominierte der Wallach einmal mehr, als er vom Start bis ins Ziel mit Rene Piechulek in großem Stil gegen Prairie Moonshine und Irawadi auftrumpfte. Der klare Favorit Sessanto war als Fünfter nie zwingend.

Dr. Andreas Bolte komplettierte im abschließenden 1.850 Meter-Ausgleich III ein Doppel, denn Suarez (2,4:1) mobilisierte vorne unter Michael Cadeddu gegen Viscount Vert und Nareia immer neuen Schwung.

Parlan siegt immer weiter

Stall Grafenbergs Parlan siegt immer weiter: Der von Waldemar Hickst in Köln trainierte Hengst sicherte sich als 1,9:1-Favorit völlig souverän den 1.850 Meter-Ausgleich IIU und scheint noch längst nicht an seinem Zenit angelangt zu sein, denn auch wenn er Mitte der Zielgeraden kurz keine Passage hatte, setzte er sich mit Alexander Pietsch noch locker gegen Iliada, die ebenfalls wenig Freiraum hatte, und Alinaro durch. „Er hat sich immer gesteigert und geht nun in einen Ausgleich I nach Baden-Baden“, kommentierte Waldemar Hickst. Es war ein toller Nachmittag mit bestem Rennsport, vielen Aktionen und prominenten Gästen am Benefizrenntag in Köln, dem sich das Konzert "Kölle singt" anschloss.


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