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21,5:1-Außenseiter überrascht in Berlin-Hoppegarten

Sprint-Sensation durch Mc Queen

Berlin-Hoppegarten 11. Mai 2019

Gewaltige Sensation beim Start ins große Wochenend-Meeting am Samstag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten: Der von Yasmin Almenräder in Mülheim an der Ruhr für den Stall Mandarin trainierte siebenjährige Wallach Mc Queen gewann als 21,5:1-Außenseiter den Hoppegartener Spring-Cup (Listenrennen, 25.000 Euro) über 1.200 Meter der Geraden Bahn.

Unter Jockey Michael Cadeddu machte der früher in besseren Aufgaben erprobte, aber sträflich unterschätzte Schimmel die alles entscheidenden Reserven frei und schob sich zuletzt noch sicher an dem Favoriten und stets prominenten Favoriten Zargun vorbei. Es war der sechste Erfolg beim 34. Start von Mc Queen, der 14.000 Euro Preisgeld auf das Konto seines Eigners galoppierte.

„Damit war nicht unbedingt zu rechnen, aber er ist ein tolles Pferd. Sein Saisondebüt war gut. Im letzten Jahr hatte er gegen Ende ein kleines Tief. Bei Mc Queen ist alles eine Kopfsache“, versicherte Trainerin Yasmin Almenräder.

Timo Horn-Ass Julio auf Platz vier

Zargun lief als Zweiter einmal mehr ein starkes Rennen vor der noch gut anpackenden Stute Clear For Take Off, die knapp Julio passierte, der aus idealer Lage nicht weiterzog und Vierter wurde für die Besitzergemeinschaft Eckhard Sauren und Fußball-Star Timo Horn. Hinter Iron Duke fand Shining Emerald nach ungünstigem Rennverlauf nicht in die Partie, auch von Schäng gingen bald keine Impulse aus.

Aller guten Dinge sind 13 – das war das Motto bei der von Sarka Schütz in Hoppegarten trainierten Maya. Denn beim 13. Start klappte es endlich mit dem ersten Erfolg der zuletzt immer sogar im Ausgleich II platzierten Stute in einem 1.600 Meter-Rennen, wobei sich die 1,3:1-Favoritin mit Carlos Henrique noch sicher von Ist My Turn und Pasquetta freimachen konnte.

Ebenfalls zum ersten Karrieretreffer kam die von Martina Grünewald in Achim vorbereitete Golden Pearl (3,9:1, B. Murzabayev) im zarten Alter von sechs Jahren. In einem 2.800 Meter-Ausgleich IV rettete sie Start-Ziel einen Mini-Vorteil gegen Tiger Tiger sowie Fascinator.

Heißer Endkampf bei den Dreijährigen

In einem Endkampf der ganz besonderen Art klang die Dreijährigen-Prüfung über 2.200 Meter aus, denn die beiden Favoriten schenkten sich bis zuletzt nichts. Hauchdünn hatte am Ende der Lokalmatador Andoro (2,2:1) - zweiter Tagestreffer für Bauyrzhan Murzabayev – aus dem Quartier von Roland Dzubasz den zäh attackierenden Calico niedergekämpft. Andoro besitzt Nennungen für das Union-Rennen und das Derby. „Wahrscheinlich gehen wir jetzt in die Union“, versicherte Dzubasz. Antipolis stand früh als Dritter vor Valcapo im kleinen Vierer-Feld fest.

Beinahe hätte es für Bauyrzhan Murzabayev gleich den dritten Coup gegeben, doch mit einer perfekten Einteilung verteidigte Jozef Bojko auf Invincible Really (3,8:1) einen frühen Vorsprung gegen den Favoriten Mentalist und den Außenseiter Alberto Hawaii. Daniel Paulick (erster Saisontreffer) betreut den Sieger für seinen Vater Ralf, der Züchter und Besitzer des Wallachs ist, in Luckaitz.

Österreichischer Triumph

Jubel bei der Österreich-Mannschaft um die Wiener Besitzerin und Trainerin Tamara Richter nach dem 1.200 Meter-Ausgleich III, denn die 2,7:1-Favoritin Do It In Rio setzte sich unter Adrie de Vries aus dem Vordertreffen sehr sicher gegen Kareless und Fabric durch.

Einen Doppelsieg feierte der Hoppegartener Trainer Jan Korpas im abschließenden Ausgleich III über 2.000 Meter, als Zieten (5,7:1) Start-Ziel mit Martin Laube alle Konkurrenten, mit Tara Mara an der Spitze vor Dolasilla, abwerte.

Höhepunkt am Sonntag

Am Sonntag steht dann mit dem Comer Group International 48. Oleander-Rennen (Gruppe II, 100.000 Euro, 3.200 m) der Höhepunkt des zweitägigen Meetings in Berlin-Hoppegarten bevor.

Cherry Lady Fünfte in Lingfield

Die von Peter Schiergen für das Gestüt Brümmerhof trainierte Stute Cherry Lady belegte am Samstag bei ihrem Gastspiel in Lingfield/England Platz fünf. In den Chartwell Fillies Stakes (Gruppe III, 60.000 Pfund, 1.408 m) schien die von Ryan Moore gerittene Deutsche als 11:1-Außenseiterin lange mehr zu erreichen, konnte aber nicht mehr entscheidend beschleunigen, war jedoch nicht weit geschlagen. Die Favoritin Pretty Baby (James Doyle/William Haggas) siegte knapp vor Perfection und Devant.


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