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Harzburger Besitzergemeinschaft sorgt für volles Siegertreppchen beim After Work-Renntag

Baccara Rose macht in Hannover viele glücklich

Hannover 17. Mai 2019

Was für ein toll besetzter After Work-Renntag bis in den späten Abend hinein am Freitag auf der Galopprennbahn Neue Bult in Hannover mit zehn Rennen und vielen starken Starterfeldern. Im Hauptrennen, einem mit 10.000 Euro dotierten Ausgleich II über 1.750 Meter, gab es vor 4.200 Zuschauern eine große Überraschung und kollektiven Jubel auf dem Siegertreppchen – dank der siegreichen Außenseiterin Baccara Rose (12,4:1) für die Galoppgemeinschaft Bad Harzburg.

Unter Bayarsaikhan Ganbat entfachte die vierjährige Liang Kay-Tochter aus dem Düsseldorfer Stall von Sascha Smrczek eine Endgeschwindigkeit, die beeindruckte. Trotz einer Pause seit Oktober stürmte Baccara Rose beim erst sechsten Start zum dritten Erfolg. Auch mit dem Zweitplatzierten Saxone, der am Toto bei einer Eventualquote von 39:1 stand, war kaum zu rechnen, doch bekam auch er den Favoriten Wild Soldier noch deutlich in den Griff. Die Dreierwette kletterte auf 6.902,2 Euro.

Bayarsaikhan Ganbat legte später noch einen knappen Sieg mit Zadok (11,9:1) aus dem Verler Quartier von Vera Henkenjohann in einem Ausgleich IV über 1.750 Meter vor Karibana und Ragazza nach. Und im abschließenden 2.200 Meter-Rennen machte er mit dem leichten Gewinner Dream of Future (4,3:1) vor Purple Rose und Larsson sogar eine Triplette perfekt. Trainer Sascha Smrczek kam damit zu einem Doppel.

Dantes und Namos begeistern bei den Dreijährigen

Mit einer glänzenden Vorstellung hatte der Abendrenntag begonnen, als der von Andreas Wöhler für das Gestüt Ebbesloh trainierte Dantes (2,8:1) nach seinem kürzlichen Erfolg auf dieser Bahn erneut in toller Manier gewann. Mit Bauyrzhan Murzabayev marschierte der Poet’s Voice-Sohn in einem 2.000 Meter-Rennen früh in großer Haltung auf und fing den heißen Favoriten So Chivalry souverän an. Corbusier folgte als Dritter schon weit zurück. Auf die weitere Karriere von Dantes darf man sehr gespannt sein.

Nicht weniger beeindruckend fiel der erste Karrieretreffer des von Dominik Moser vor Ort für den Stall Namaskar vorbereiteten Dreijährigen Namos (2,8:1) in einer 1.400 Meter-Konkurrenz aus. Mit Wladimir Panov spielte der Medicean-Sohn nur so mit den Gegnern, angeführt von Baron Mayson und Itman. Der Sparkasse Holstein Cup in Hamburg könnte ein Fernziel für den Hoffnungsträger aus Hannover sein.

Murzabayev wie entfesselt

20.000 Euro hatte der Stall mit dem Namen Pulp Master bei der BBAG-Auktion in Mooniac investiert, und nach mittelmäßigen Leistung als Zweijähriger zeigte der Sea The Moon-Sohn nun in einem 2.200 Meter-Rennen, was in ihm steckt. Unter Formjockey Bauyrzhan Murzabayev schob sich der von Roland Dzubasz aus Hoppegarten entsandte Hengst, der noch eine Derby-Nennung besitzt, zur Quote von 7,9:1 noch sicher an dem Riesenaußenseiter Leipzig und dem etwas enttäuschenden Favoriten Surely Motivated vorbei.

10.000 Euro - Viererwette einmal getroffen

In den vergangenen Wochen hatten sich dreijährige Pferde im Handicap häufiger schwer getan, doch in der Wettchance des Tages legte der von Gunter Richter aus Hoppegarten trainierte Monpti (6,5:1) nach dem Maidentreffer auf diesem Kurs für Heland Racing gleich wieder durch. Dank der Jockeyship des wie entfesselt agierenden Bauyrzhan Murzabayev (dritter Tagessieg), der sein Pferd an der Spitze auf der Geraden weit nach außen beorderte, legte Monpti vorne stets ausreichend zu gegen die heranfliegende Nathan Mnm, sowie Karlamaria und Zaro. Die Viererwette bezahlte 20.000:1 Euro. Ein Wetter bekam 10.000 Euro ausgezahlt.

Bei den dreijährigen Stuten über 1.900 Meter wartete die von Yasmin Almenräder in Mülheim für Edergole Thoroughbred Limited engagierte Freedom Rising (46:1) mit enormen Reserven auf, allerdings war sie mit Anna van den Troost im Finish der nochmals anziehenden Galette deutlich ins Gehege gekommen. Allerdings löste sich die Siegerin am Ende klar, so dass die Entscheidung der Rennleitung, das Ergebnis so zu belassen, völlig regelgerecht war. Irida eroberte noch Rang drei. Diverse Auktionsrennen könnten das Ziel von Freedom Rising sein.

Fast zwei Jahre lag der letzte Treffer von Goldie Doll (5,5:1) zurück, doch in einem 1.300 Meter-Handicap endete für Luisa Steudles siebenjährige Stute diese lange Durststrecke. Mit gewohntem Schlussspurt fing sie unter Michael Cadeddu noch Shamrock Emma und Tribesman ab.

In einem packenden Zweikampf klang der Ausgleich III über 1.300 Meter aus, als der von Stefan Richter aus Dresden nach Hannover geschickte Sir Theodore (7,6:1) nach einem punktgenauen Timing von Jockey Wladimir Panov (zweiter Tagestreffer) noch den stets tonangebenden Boy Charlton festnagelte. Wangi Wangi überraschte auf Platz drei.



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