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WEMPE 99. German 1.000 Guineas: Johnston-Stute gewinnt packenden Klassiker in Düsseldorf

Main Edition sorgt für den nächsten englischen Triumph

Düsseldorf 26. Mai 2019

Die deutschen Klassiker bleiben fest in englischer Hand: Eine Woche nachdem die Gäste (aus England und Irland) im Mehl-Mülhens-Rennen in Köln die ersten sieben Plätze belegt hatten, gewann die von Mark Johnston trainierte dreijährige Stute Main Edition (Quote: 5,8:1) am Sonntag nach einem starken Finish von Jockey Joe Fanning die WEMPE 99. German 1.000 Guineas (Gruppe II, 125.000 Euro, 1.600 m) auf der Galopprennbahn in Düsseldorf.

Es war ein enorm spannendes Finale zwischen drei Pferden, die am Ende nur zwei Halslängen voneinander getrennt waren, denn Axana und Shalona auf Platz zwei und drei schienen bis zuletzt alle Chancen zu haben. Damit setzte sich die Serie der Gäste-Siege fort, es war deren vierter Erfolg hintereinander, Mark Johnston stellte ein Jahr nach Nyaleti erneut die Gewinnern.

70.000 Euro Siegbörse

Trotz der Startnummer zehn an der Außenseite des elfköpfigen Feldes hatte Main Edition sofort eine günstige Position hinter der gleich an die Spitze geschickten Axana. Auch Shalona war innen dichtauf, womit die drei Protagonistinnen gleich zu Beginn auch auf den ersten Plätzen auszumachen waren. Auf der Zielgeraden entwickelte sich ein faszinierender Dreikampf zwischen der immer wieder anpackenden Axana, der innen vorstoßenden Shalona und Main Edition. Auf den allerletzten Metern eroberte die englische Gaststute noch einen knappen Vorteil und brachte die 70.000 Euro Siegbörse nach England. Beim neunten Start war es der fünfte Sieg für Saif Alis Main Edition, die bisher zwei Gruppe III-Prüfungen gewonnen hatte. Sie steigerte mit dem Düsseldorfer Triumph ihre Gewinnsumme auf 220.947 Euro.

Trainer selbst im Cockpit

Siegtrainer Mark Johnston in einem ersten Statement: „Sie war schon als Zweijährige sehr gut in Form, hatte zwei Grupperennen für sich entschieden. Eigentlich wollten wir in die englischen 1.000 Guineas gehen, aber sie war noch nicht bereit. Daher hatten wir das Rennen hier im Blick. Im vergangenen Jahr hat hier Nyaleti für mich gewonnen und das später auf höchstem Level bestätigt. Ich hoffe, dass uns das mit Main Edition auch gelingt“, versicherte Trainer Mark Johnston, der erkläfte, dass er das Flugzeug beim Rückflug nach England selbst steuert (ab Mönchengladbach).

Jockey Joe Fanning ergänzte: „Ich hatte keine Bedenken wegen der Startnummer, denn Main Edition ist gut zu reiten und kam auch optimal vom Start. Es lief alles bestens.“

Axana und Shalona gingen nicht schlechter als die Siegerin und gefielen trotz des knappen Rückstandes ausgezeichnet. Dahinter war der Abstand zu der sehr gut laufenden Best on Stage auf Platz vier vor Sharoka schon deutlicher. Die Favoritin Iconic Choice kam schon schlecht vom Start und musste zuviel Boden gutmachen. Die Engländerin belegte Platz sieben.

Laccario imponiert im Derby Trial

Der absolute Höhepunkt des Rahmenprogramms war das Ahenvelt Derby Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m). Hier gab der von Andreas Wöhler für das Gestüt Ittlingen trainierte Scalo-Sohn Laccario mit Eduardo Pedroza als 1,6:1-Favorit eine begeisternde Vorstellung, die ihn endgültig zu einem Top-Kandidaten für das IDEE Deutsche Derby am 7. Juli in Hamburg macht.

Mit gutem Speed schnappte sich Nirvana Dschingis noch Platz zwei vor der lange prominenten Stute Apadanah, hinter der Durance als Vierte lange mitmischte. König Platon war vom Start verwiesen worden.

Von vierter Position aus packte der schon zuletzt in Köln sehr überzeugende Hoffnungsträger gewaltig an und zog auf deutlichen Vorteil davon. Man darf auf seine weitere Karriere sehr gespannt sein.

Parlan siegt immer weiter

Er marschiert nur so durch die Handicaps: Stall Grafenbergs Parlan (1,6:1-Favorit feierte im Ausgleich I (22.500 Euro, 2.200 m) beim achten Start seinen siebten Erfolg. Einmal mehr überrollte der von Waldemar Hickst trainierte Hengst mit Marco Casamento die von Par Coeur und Sahelian angeführte Gegnerschaft.

In der einleitenden 1.600 Meter-Prüfung für dreijährige Stuten ging der Sieg in die Niederlande, als die von Lucien van der Meulen aufgebotene Bahnspezialistin Jewel Of The Sea (3,9:1) mit Anna von den Troost Start-Ziel alle Angriffe der Favoritin Pietraia und der belgischen Außenseiterin Riviera Claire abwehrte.

Die Düsseldorfer Bahn liegt auch Saragossa (6:1) besonders gut, nach vielen Platzierungen war in einem 2.200 Meter-Handicap endlich der erste Treffer fällig, der einer sehr guten Einteilung von Rene Piechulek zu verdanken ist. Dr. Andreas Bolte trainiert die Stute für seine Gattin Annette in Lengerich. Die Favoritin Pretty Pipa eroberte noch Rang zwei vor dem „Oldtimer“ Christoph Columbus.

Biscaya Storm stürmt davon

Prächtig verbessert scheint der von Peter Schiergen in Köln vorbereitete Dreijärhige Biscaya Storm (4,2:1). Es machte viel Eindruck, wie der Lope de Vega-Sohn auf der Zielgeraden früh von seinem Vorteil leben konnte und unter Andrasch Starke auch die Schlussoffensive von Dictator parieren konnte, der vor Infamous Lawman Zweiter wurde.

Zu einem verdienten Erfolg kam der dauerplatzierte Wallach Tjerk (3,3:1) für den holländischen Trainer Philip Jonkhart in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.700 m), der mit Andrasch Starke Best of Heaven, Barteaux und Revie in Schach hielt. Die Viererwette bezahlte 382,1:1 Euro.

Genau richtig stand der Zielpfosten in einem 1.700 Meter-Rennen für Dreijährige für die von Mario Hofer in Krefeld für das Gestüt Auenquelle engagierte Glady Mary (2,3:1), die sich mit Michael Cadeddu gerade noch gegen die heranfliegende Stall Fortuna 95-Lady Picks Flight nach Hause rettete. Tex Hollow stand früh als Dritte fest.

Im abschließenden Ausgleich III über 2.200 Meter setzte der von Besitzertrainer-Champion Lucien van der Meulen zu Hochform gebrachte Guardsman (2,2:1) unter Maxim Pecheur seinen Erfolgszug fort. Beim dritten Treffer in Folge behauptete sich der Favorit noch knapp gegen Lady Mac Ben und Rosinante.


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