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Championtrainer stellt mit Akribie und Satomi die beiden Erstplatzierten in Berlin-Hoppegarten

Das großartige Geburtstagsgeschenk für Markus Klug im Diana-Trial

Berlin-Hoppegarten 9. Juni 2019

Seinen 43. Geburtstag am Sonntag wird Championtrainer Markus Klug in besonderer Erinnerung behalten: Mit Akribie und Satomi stellte der Top-Coach, der in Köln geblieben war, die beiden Erstplatzierten vor 10.931 Zuschauern im Diana-Trial (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.000 m) auf der Galopprennbahn Berlin-Hoppegarten, dem bedeutendsten Vorbereitungsrennen für den klassischen Henkel-Preis der Diana.

Zu verdanken war der mit einem Preisgeld von 40.000 Euro honorierte Triumph von Gestüt Röttgens Akribie, die als 6:1-Chance im achtköpfigen Feld angetreten war (Donjah, die sich im Training verletzt hatte, und Barbados waren abgemeldet worden), in erster Linie einem Klasse-Ritt von Stalljockey Adrie de Vries.

Der Holländer hatte sich im vierköpfigen Klug-Aufgebot für die Reliable Man-Tochter entschieden, die 2018 Zweite im Preis der Winterkönigin, der wichtigsten Prüfung für zweijährige Pferdedamen, war, aber zuletzt als Fünfte im Karin Baronin von Ullmann – Schwarzgold-Rennen in Köln an einem sehr glücklichen Rennverlauf gescheitert war. In der Hauptstadt beorderte De Vries Akribie sofort an die Spitze, dosierte dort geschickt das Tempo und kontrollierte früh die Szenerie.

Sehr überzeugend verabschiedete sich die beim fünften Start nun zum dritten Mal siegreiche Lady mit zwei Längen von ihren Kontrahentinnen, von denen die Außenseiterin Satomi als enorm schnell werdende Zweite den Klug-Doppelsieg rund machte.

Adrie de Vries in einem ersten Statement: „Die andere Taktik, heute von vorne zu gehen, war ausschlaggebend. Ich habe das Tempo sehr gut einteilen können.“ Natürlich dürfte Akribie nun eine erste Chance im Henkel – Preis der Diana am 4. August in Düsseldorf sein.

Bestens dabei blieb die Lokalmatadorin Stex, die als Dritte ebenfalls überraschte. Die anderen beiden Starterinnen von Markus Klug belegten Platz vier und fünf – Anna Pivola fand nicht mehr ganz in die Partie, während die Winterkönigin Whispering Angel nach langer Pause erst am Ende nachließ, nachdem sie lange besser ausgesehen hatte. Die Favoritin Shining Pass wirkte diesmal als Sechste nie gefährlich und ließ lediglich Global Cloud und Guardian Fay hinter sich.

Zuschauerrekord am Pfingstsonntag

Sehr zufrieden war auch Hoppegarten-Eigner Gerhard Schöningh mit dem großen Ladies Day: „Ich hoffe, es hat unseren Zuschauern auch so gut gefallen. Unsere Bahn war total voll. Wir hatten am Pfingstsonntag seit 2008 einen Zuschauerrekord."

Cliff's Art in dieser Saison noch ungeschlagen


Schon vor dem sportlichen Highlight der Stuten des Derby-Jahrgangs hatten die Dreijährigen  beim BBAG Auktionsrennen Berlin-Hoppegarten groß im Fokus gestanden, welches mit einer Gesamtdotierung von 52.000 Euro alles andere als eine Brot- und Butterprüfung war und gewiss an manch anderem Renntag die Dimension eines veritablen Hauptereignisses erfüllt hätte.

Wie zum Beispiel jüngst in Dresden, als der heute wieder gesattelte Dormio in einer ähnlichen Prüfung bereits ganz gut Kasse machen konnte. Dass es ihm jetzt ein weiteres Mal gelingen würde, schien lange Zeit keineswegs als aus der Welt zu sein, denn in der Kölner Gast schien mit seinem Vorstoß zu Beginn der Geraden bereits eine Vorentscheidung herbeigeführt zu haben. Doch war daneben die Favoritin Cliff's Art mit ihrem Latein auch längst noch nicht am Ende, wie ihre immer deutlicher werdende Beschleunigung in der Distanz offenbarte. So sehr sich das Höchstgewicht gegen sie verteidigen versuchte, es blieb ein erfolgloses Unterfangen. Martin Seidl hatte die jüngst in Düsseldorf schon durchaus beeindruckend mit einem Erfolg in die Saison 2019 gestartete Canford-Cliffs-Tochter des Stalles Memory derart gut in Schwung bekommen, dass abzusehen war, dass für die Dreijährige aus Stefan Richters Quartier kein Verlieren mehr geben würde. Nichtsdestotrotz schlug sich Dormio als Zweiter in allen Ehren; gut bemerkbar machte sich zuletzt zudem Vicente, der auf Platz drei einkam, während Wachmann, Wild Emotion sowie Miss Mae die Ränge dahinter besetzten, was allen dreien immerhin noch einen Geldpreis von jeweils 2.000 Euro einbrachte.

Als erste heutige Siegerin war einige Zeit zuvor im Übrigen die dreijährige Contessa des Stalles Bergblick nach dem Lena Mueller-Rennen zur Waage zurückgekehrt. Wobei die Pflegebefohlene von Trainer Hans-Jürgen Gröschel wohl entscheidend davon profitiert hatte, dass der Stunden später im Top-Rennen erfolgreiche Adrie de Vries frühzeitig die Kontrolle über das gesamte Feld bekam und vorne schalten und walten konnte, wie er wollte. Jedenfalls konnten weder der Geraden besser Tritt fassende Reaction noch die nach dem Start zunächst zurückgenommene Reine de Fleurs auf sie noch irgendwelchen Druck ausüben, womit die erste Entscheidung des Tages schon weit vor dem Ziel so gut wie entschieden war.

Deutlich spannender verlief das Marcel Ostertag-Rennen, das allerdings genauso von einer Starterin gewonnen wurde, die früh das Heft in die Hand genommen hatte. Anders jedoch als bei Contessa wurde es für die von Jozef Bojko gerittene Stute in der Schlussphase zunehmend enger, als Caracalla Queen Meter um Meter Boden gutmachte, damit aber letztendlich lediglich ein Zielfoto erzwingen konnte. Die am Platz von Christine Hottwitzsch, die zugleich Eignerin der Roderic O'Connor-Tochter ist, vorbereitete 20,9:1-Außenseiterin rettete sich vor der starken Angreiferin so gerade mal mit einem kurzen Kopf ins Ziel. Einen Galoppsprung weiter wäre es wohl umgekehrt ausgegangen. Mit dem eigentlichen Finale hatte Chiocoholic zwar nichts zu tun, lief als Dritte allerdings ein solides Rennen.

Enorm gesteigert

präsentierte sich der im Gemeinschaftsbesitz der Stiftung Gestüt Fährhof und von Klaus Allofs befindliche dreijährige Whizz Kid bei seinem erst zweiten Versuch vor Publikum im IVR Isabel Vollrath-Rennen, das der Wöhler-Schützling in einem tatsächlich mehr als gutem Stil für sich entschied. Je weiter es wurde, desto deutlicher konnte Eduardo Pedroza den Teofilo-Sohn von der Konkurrenz wegbringen, von der Molly Filius und der lange tonangebende Mojano noch am weitesten kamen, ohne indes auch nur einen kleinen Funken einer Siegchance zu besitzen. Und der mit einigen Vorschusslorbeeren aufgebotene Mooniac hatte sogar schon eingangs der Geraden die Segel komplett gestrichen.

Abermals Gepard

Bereits der Sieg zuvor in Köln war eine durchaus eindrucksvolle Vorstellung gewesen – welchem Christian Zschaches Ebbesloher vor heimischer Kulisse nun einen weiteren Erfolg im Preis der BahSIG Bahn-Signalbau GmbH folgen ließ. Der – so darf man annehmen - damit gleichzeitig die letzte Stufe vor einem nächsten Start in der Königsklasse des Handicaps, dem Ausgleich I, genommen haben sollte. Der zunächst lange das Tempo diktierende Alberto Hawaii verteidigte sich zwar tapfer, aber nur ganz kurz, bis  Bauyrzhan Murzabayev auf Gepard zur Tat schritt. Und als das passierte, war der Rennverlauf zugleich schon aus der entscheidende Phase nahezu heraus. Alles, was sich jetzt noch hinter Gepard abspielte, hatte nämlich lediglich Relevanz für die weiteren Plätze. Hierfür war es dann die ordentlich endende Princess Zoe, die sich noch gut in Szene zu setzen verstand und dem unverdrossen weiter sein Pensum herunter spulenden Alberto Hawaii das zweite Geld nahm. Ebenso brachte sich Zuckerfee etwas zur Geltung, was ihr im Ziel den vierten Platz einbrachte.

Manuela Slamaning aus Österreich

Die von Sport gegen Gewalt e.V. präsentierte Longines Fegentri World Championship for Lady Riders sah mit Manuela Slamaning eine Österreicherin auf dem Siegertreppchen. Nach einem spannenden Finale gelang es ihr auf den letzten Metern auf der Stute Its My Turn einen knappen Vorteil von einem Hals vor Casinomaster zu bekommen. Damit ging der Erfolg an das Quartier von Trainerin Anna Schleusner-Fruhriep. Und was den Besitzer betrifft, so sind es familiäre Bande, die die Trainerin mit dem Eigner von Its My Turn verbinden, da die Dream-Ahead-Tochter nämlich unter den Farben von Volker Franz Shleusner angetreten war. An sich war die Wahrscheinlichkeit allerdings recht groß gewesen, dass gerade dieses Rennen an einen Starter aus dem Lot von Trainer Frank Fuhrmann hätte gehen müssen, denn von den 12 Startern waren nicht weniger als acht aus seiner Obhut auf die 1.400-Meter-Distanz gegangen. Aber er hatte dennoch einen kleinen Trost, gingen doch sämtliche Platzgelder an seine Pferde, und zwar in dieser Reihenfolge durch: Casiniomaster, Rateel, Brown Beauty und Jackontherocks.

Zum Finale gab es im Preis der Märkischen Oderzeitung dann noch einen weiteren Heimerfolg durch die vierjährige Kataja, die Roland Dzbuasz für den Stall Löwe in die Partie geschickt hatte. Nach zwei sehr ordentlichen diesjährigen Vorleistungen hatte die Areion-Tochter keineswegs unerwartet das meiste Vertrauen der Wetter erhalten,welchem sie auch vollends gerecht wurde. Bauyarzhan Murzabayev musste bei seinem zweiten Tagestreffer auch keine Schwerstarbeit mehr verrichten, da zum Schluss mit Oxbridge Blue nur ein einziger wirklicher Gegner verblieben war, den Kataja allerdings ziemlich schnell endgültig in den Griff bekam. Platz drei ging zuletzt an Laytwon, hinter der dann die beiden Stall- und Trainingsgefährten Rosentor und Baldessari folgten.



Champions League am Montag in Köln

Bereits am Pfingstmontag (10. Juni) steht der nächste Hochkaräter im deutschen Galopprennsport bevor – das Sparkasse KölnBonn – Union-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 m) in Köln ist der dritte Lauf der German Racing Champions League 2019.


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