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Hannover-Sieger besitzt keine Derby-Nennung

Ashrun mit verblüffendem Endspurt in Hannover

Hannover 23. Juni 2019

Der von Andreas Wöhler trainierte dreijährige Hengst Ashrun war der beeindruckende Sieger im letzten Test für das IDEE 150. Deutsche Derby am 7. Juli in Hamburg: Der im Besitz des Stalles Turffighter stehende Authorized-Sohn besitzt keine Nennung für das Rennen des Jahres, gewann den Großen Preis der VGH Versicherungen – Derby Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) am Sonntag in Hannover aber sehr eindrucksvoll.

Mit Jozef Bojko entwickelte der erst kürzlich in einem Sieglosenrennen in Iffezheim erfolgreiche Hoffnungsträger zur Quote von 5,9:1 von weit hinten im elfköpfigen Feld so starke Reserven, dass er noch überaus sicher zum mit 14.000 Euro honorierten Treffer kam. Dreimal gewann der spätere Derbysieger dieses Trial auf der Neuen Bult, doch ob Ashrun in Hamburg starten wird, ist nur möglich, falls er eine 50.000 Euro teure Nachnennung erhalten würde.

Beam Me Up und Secret Potion mit starken Vorstellungen

Der Görlsdorfer Beam Me Up lief als Zweiter aus dem Vordertreffen das erwartet starke Rennen vor dem Karlshofer Secret Potion, einem Riesenaußenseiter. Auch Bitcoin machte als Vierter noch Boden gut vor dem lange führenden Mojano. Der stark gewettete Woodking konnte nicht die erhoffte Rolle spielen.

Peppone-Unfall überschattet das Rennen

Überschattet wurde das Rennen vom Unfall des Favoriten Peppone. Er wurde von seinem Reiter im Rennen angehalten und war nach einem Aorta-Abriss leider nicht mehr zu retten.

Im einleitenden 2.000 Meter-Handicap war kurz vor dem Start viel Geld auf Nomia (3,9:1) unterwegs, was völlig berechtigt war, denn die von Marco Angermann aus Leipzig entsandte Stute stieß auf der Geraden mit Rene Piechulek in großer Haltung an die Spitze und hatte auch Blida sowie Hisahito sicher im Griff.

Ihr vierter Rang im Kronimus Diana-Trial in Baden-Baden stempelte Dr. Christoph Berglards Nayala (1,8:1) zur heißen Favoritin in einem 1.750 Meter-Rennen für dreijährige Stuten. Und nach einem bravourösen Endkampf von Jozef Bojko wehrte die Maxios-Tochter die gefährlich aussehenden Angriffe von Linaria knapp ab. Akua’maria folgte als Dritte schon weiter zurück.

Spannender Endkampf

Regelrecht von den Sitzen riss das Finale in einer 1.900 Meter-Prüfung für Dreijährige das Publikum, als sich drei Pferde bis zum Schluss kaum einen Meter schenkten. Hauchdünn ging der Sieg an den erstmals von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel aufgebotenen Galahad (4,6:1; B. Murzabayev) für Kerstin Brieskorn. Bislang war der Wallach bei Jan Korpas beheimatet, der mit der stark debütierenden Almolonga vor Sa Sal die Zweite stellte.

Für Jan Korpas gab es aber schnell Entschädigung, denn die erstmals in einem Handicap (Ausgleich IV, 2.400 m) angetretene Lubiane (6,1:1) machte sich mit Martin Laube noch locker von Purple Rose und Imposito frei.

500. Sieg für Wladimir Panov

Nach dem wenig glücklichen Rennverlauf zuletzt zeigte sich die im Besitz von Graf und Gräfin von Stauffenberg stehende Noelani (4,5:1) für Trainer Dominik Moser aus Hannover mit Jockey Wladimir Panov in einem 2.200 Meter-Rennen für dreijährige Stuten von starker Seite und sicherte sich gegen Floris Van Lips und Wild Bride einen knappen Vorsprung. Für Wladimir Panov wurde ein tolles Jubiläum perfekt – er gewann das 500. Rennen seiner Laufbahn.

Auch im Ausgleich II über 1.900 Meter stellte Trainer Dominik Moser den Sieger, denn der Bahnspezialist Wild Soldier (4,3:1) raufte sich mit Jockey-Spitzenreiter Maxim Pecheur knapp gegen Lessing und Nordinsky nach Hause.

Viel Geld gab es in einem 1.400 Meter-Ausgleich III auf den Sieg des von Jördis-Ina Meinecke in Bremen trainierten Dark Forrrest (16,6:1), der mit Bayarsaikhan Ganbat Voodoo und Queens Beauty hinter sich ließ.

Jubiläumssieg auch für Angelika Glodde

Im abschließenden 1.600 Meter-Ausgleich III durfte sich auch die Hallenser Trainerin Angelika Glodde über ein Jubiläum freuen – mit dem Start-Ziel unter Rene Piechulek knapp hinkommenden Trespassed (2,2:1, B. Murzabayev) vor Amparo und Dashing Diva feierte sie ihren 400. Sieg.

Apadanah mit starker Leistung in Mailand

Eine erstklassige Vorstellung gab die von Waldemar Hickst für Darius Racing in den Oaks d‘ Italia (Gruppe II, 407.000 Euro, 2.200 m) in Mailand mit Antoine Hamelin aufgebotene Apadanah als Vierte. In einem turbulenten Finish gewann Lamaire (Fabio Branca) nach Zielfoto gegen Must Be Late und Call Me Love, die von den beiden vorderen Stuten deutlich gestört wurde, doch blieb es bei der ursprünglichen Reihenfolge.




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