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Danedream ließ Galopper-Träume wahr werden

Dreaming Eyes – Danedreams erste in Deutschland trainierte Tochter

Köln 25. Juni 2019

2:24,49 Minuten stand auf der Anzeigetafel in Höhe des Zieles. Zweieinhalb Minuten die man nie vergessen wird. Momente für die Ewigkeit für jeden, der live auf der Galopprennbahn Paris-Longchamp, in einer Wettannahmestelle oder vor dem heimischen Bildschirm mitfieberte. Denn so lange brauchte die Weltklassestute Danedream am 2. Oktober 2011 für einen der spektakulärsten Triumphe der deutschen Zucht.

Denn an diesem sonnigen Nachmittag im Bois de Boulogne stürmte die im Besitz der Möbel-Unternehmer-Familie Volz aus dem badischen Achern und des Japaners Teruya Yoshida stehende damals dreijährige Stute aus dem Kölner Erfolgsstall von Peter Schiergen mit Top-Jockey Andrasch Starke im Prix de l‘ Arc de Triomphe nicht nur zu einem sensationellen Sieg. Bei ihrem Fünf Längen-Erfolg zur Mega-Quote von 27,8:1 Euro stellte sie auch eine neue Bestzeit auf, und das Rennen gibt es immerhin schon seit 1920.
Über 2,2 Millionen Euro gab es 2011 im Arc. Was für ein Top-Gewinn und viel Prestige, das sich die zuvor in den Oaks d‘ Italia, dem Großen Preis von Berlin und im Großen Preis von Baden erfolgreiche Lomitas-Tochter aus der Zucht des Gestüts Brümmerhof der Familie Baum damit verdiente. Besonders hart anstrengen musste sie sich gar nicht, denn das einstige 9.000 Euro Auktionsschnäppchen, das als 2-jährige in Baden-Baden keiner haben wollte, hatte früh keine Gegner mehr.

Der Jubel kannte keine Grenzen
Und kurz danach gab es kein Halten mehr: Jockey Andrasch Starke schrie seine ganze Freude heraus, Pflegerin Cynthia Atasoy vergoss Tränen der Freude, das Team und die deutschen Fans fielen sich in die Arme. Denn sie alle waren Zeuge eines historischen Ereignisses geworden: Zum ersten Mal seit Star Appeal 1975 siegte hier ein deutsches Pferd – einer der bedeutendsten Momente in der Geschichte des deutschen Galopprennsports und der hiesigen Vollblutzucht.
Danedream wurde zur „Königin der deutschen Galopp-Herzen“, die nach 17 Starts komplett nach Japan in die Zucht wechselte. Ihre Tochter Dreaming Eyes wird nun ebenfalls bei Trainer Peter Schiergen in Köln vorbereitet, da ist die Freude und die Spannung groß. Ihren Werdegang wird German Racing in einer vierteiligen Serie begleiten. Teil eins in einem Interview mit ihrer ständigen Reiterin Helen Böhler:

German Racing: Wie hast Du damals die Danedream-Story wahrgenommen? Ist das bei Euch im Stallalltag noch präsent?
Helen Böhler: Während Danedreams aktiver Karriere bin ich gerade erst so richtig in den Galopprennsport eingestiegen. Ich habe zu dieser Zeit in München geritten. Doch auch aus dem Süden waren natürlich alle Augen auf Köln und diesen Star gerichtet. Natürlich ist Danedream auch heute noch auf gewisse Weise präsent im Stall Asterblüte. Man erinnert sich gerne an die Zeit zurück, und solch ein Pferd vergisst ganz sicher niemand. Natürlich sind alle sehr glücklich, dass mit Dreaming Eyes der erste Nachkomme der Weltklasse-Stute seinen Weg nach Deutschland und noch dazu in das Erfolgsquartier der Mutter gefunden hat.

German Racing: Erzähle uns von Dreaming Eyes: Wie ist sie vom Charakter her, im Umgang und der täglichen Arbeit?
Helen Böhler: Meiner Meinung nach hat Dreaming Eyes einen tollen Charakter für ein zukünftiges Rennpferd. Sie ist folgsam, unkompliziert, hat aber trotzdem ein gesundes Selbstbewusstsein und ist immer fleißig bei der Arbeit. Sie ist eine echte Lady! Aber eine Lady mit dem notwendigen Biss. Alles andere wird sich im Laufe der Zeit zeigen.

German Racing: Wie arbeitet ihr als Team zusammen?
Helen Böhler: Seit circa drei Monaten habe ich die Ehre, Dreaming Eyes fast täglich in der Morgenarbeit zu reiten. Eingeritten wurde sie nicht von mir, und den Großteil ihrer täglichen Pflege übernimmt ihr Pfleger Mariusz, der sich auch bestens mit ihr versteht. Obwohl ich also noch nicht so lange ein Teil des „Teams“ bin, denke ich, dass wir uns sehr gut ergänzen. Ich habe auf alle Fälle Spaß! Ich hoffe sie auch (lacht).

German Racing: Was ist im Umgang und in der Arbeit mit ihr das Wichtigste?
Helen Böhler: Wie gesagt ist „Dreamy“ ein sehr umgängliches Pferd. Die einzige Situation, in der man hin und wieder einen vorwurfsvollen Blick riskiert, ist wenn man morgens zu früh die Boxentüre öffnet. Sobald die junge Dame dann auf allen Vieren steht, ist sie voller Tatendrang und stets guter Laune.


German Racing: Was sind die Ziele für die nächste Zeit?
Helen Böhler: Ich persönlich setze die Ziele für Dreaming Eyes nicht höher als für andere Pferde in ihrem Alter. Mein Ziel ist es, ihr bei ihrer Entwicklung zum Rennpferd bei Seite zu stehen. Letztendlich entscheiden Besitzer und Trainer, wo die Reise hingeht und an erster Stelle Dreaming Eyes. Im ersten Schritt heißt es also gesund bleiben, dazu lernen und sich bestmöglich weiterentwickeln, alles Step by Step.
 

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