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Axana im 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen wieder vor Shalona

Völlig formgemäßes Ergebnis im Stuten-Highlight in Hamburg

Hamburg 1. Juli 2019

Völlig formgemäßes Ergebnis im Stuten-Highlight am Montagabend bei der Derby-Woche in Hamburg vor 4.000 Zuschauern: Die von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh für das amerikanische Team Valor trainierte dreijährige Stute Axana (erster Meetingssieg für Jockey Eduardo Pedroza) gewann das 100 Jahre Hugo Pfohe-Rennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) in eindrucksvoller Manier.

Die 2,2:1-Favoritin, zuletzt Zweite in den German 1.000 Guineas in Düsseldorf hinter einer starken Gaststute aus England, ließ wie schon zuletzt Shalona hinter sich, hinter der Madita als weiteres Team Valor-Pferd die Top-Bilanz für Besitzer Barry Irwin komplett machte. Damit machten genau die Ladies das Rennen unter sich aus, die am Toto in dieser Reihenfolge am höchsten eingeschätzt waren.

Axana hatte an dritter Stelle an der Innenseite ein ideales Rennen, hinter Caesara und Peace of Paris. Als auf der Zielgeraden die Lücke aufging, stürmte die Gewinnerin des Kölner Karin Baronin von Ullmann-Schwarzgold-Rennens locker davon. Da war die Entscheidung sofort gefallen.

Siegjockey Eduardo Pedroza erklärte: „Axana haben wir nachgenannt, da sich sonst kein Rennen für sie anbot. Ich konnte hinter den vorderen Pferden gut eine Passage finden, sie hatte dort alles passend, nachdem wir zuletzt in Düsseldorf bei zuwenig Tempo selbst vorne gegangen waren.“ Mit der Siegbörse von 32.000 Euro steigerte Axana ihre Gewinnsumme auf 110.500 Euro. Es war beim sechsten Start schon ihr vierter Erfolg.

Shalona stark, Madita-Abschied in die USA

Shalona, die Guineas-Dritte, kam noch sehr gut in Schwung, ohne die Siegerin zu gefährden und bestätigte ihre tolle Verfassung. „Sie lief stark, aber weicher Boden wäre noch besser für sie gewesen“,versicherte Jockey Lukas Delozier. Auch Madita lief als Dritte voll ihre Form aus. „Alles bestens, sie ist toll gelaufen, doch es war ihr letzter Start für mich. Sie wechselt nun in die USA“, ließ Trainer Sascha Smrczek durchblicken. Die Plätze ein bis drei gingen allesamt an Nachkommen von Deckhengst Soldier Hollow. Emerita packte als Vierte besser an, die anderen Kandidatinnen hatten keine Möglichkeiten mehr.

Mit einer Überraschung hatte der Renntag begonnen, denn die von Roland Dzubasz in Hoppegarten trainierte Black Maria (16,5:1) war nach Form in einem 1.800 Meter-Rennen kaum empfohlen, aber man darf nicht vergessen, dass die Stute des Hamburger Stalles Lone Ranger früher einen schweren Unfall hatte. „Ich bin sprachlos“, erklärte Mitbesitzerin und Züchterin Catrin Nack aus Hamburg. Start-Ziel ließ Jockey Jose Luis Silverio niemanden an sich herankommen, auch nicht die Favoritin Soudainete und Alhammer.

Nach dem Dresdener Treffer gewann die von Hans-Jürgen Gröschel für den Stall Totti vorbereitete Imandra in einem 1.600 Meter-Ausgleich III noch viel überlegener. Als Marco Casamento Mitte der Geraden auf der 12,6:1-Chance angriff, war die Frage nach der Siegerin schnell beantwortet. Spiritofedinburgh steigerte sich vor Its My Turn noch auf Platz zwei.

Hamburg scheint Stanley Daley zu liegen, denn hier hatte der sechsjährige Wallach des Versmolders Dirk Lüker schon zwei gute Vorstellungen gezeigt. Bei Andrasch Starke war der 10,4:1-Außenseiter in besten Händen, denn er schaffte nach einem Spurwechsel noch einen sehr sicheren Erfolg in einem 1.600 Meter-Ausgleich IV gegen Pat’s Best, sowie die in totem Rennen auf Rang drei einkommenden Sterling Lines und Vertical Rhythm.
Viererwette nicht getroffen

Sehr packend verlief auch ein 2.400 Meter-Ausgleich III, denn erst im allerletzten Galoppsprung streckte Alenza (4,9:1) mit Michael Cadeddu den Kopf nach vorne. Es war schon der dritte Meetingstreffer für den Lengericher Trainer Dr. Andreas Bolte. Die Außenseiterin Irina, Mod und Lacrimosa komplettierten die Viererwette, die kein Wetter richtig vorhergesagt hatte. So wird es in dieser Woche noch einen attraktiven Jackpot geben.

Amazone Sibylle Vogt zeichnete sich im 1.400 Meter-Ausgleich II auf der von Sarka Schütz in Hoppegarten trainierten Maya (7:1) aus, denn Start-Ziel duldete sie nie einen Gegner vor sich und siegte klar vor Bolt Phantom und So Brave.

Hochverdient war der erste Erfolg des belgischen Gastes Expediate (2,5:1) aus dem Quartier von Christel Lenaers (zweiter Tagestreffer für Jockey Marco Casamento) in einem 1.400 Meter-Rennen gegen Mr Gent aus den Niederlanden und Yayoon.

Im abschließenden 2.800 Meter-Ausgleich IV sorgte der Halbblüter The Tiger (12,4:1) mit Gijs Snijders für den in Dänschenburg unweit der Ostsee beheimateten Stall von Anna-Schleusner Fruhriep für eine Überraschung, der den Favoriten Septimer und Baryshnikov sicher in Schach hielt.

Hochspannung vor dem Rennen des Jahres

Bereits jetzt herrscht Hochspannung in Hamburg, denn am Sonntag, 7.Juli steht zum Abschluss des Meetings das bedeutendste Galopprennen des Jahres 2019 auf dem Programm: Im IDEE 150. Deutschen Derby (Gruppe I, 650.000 Euro, 2.400 m) geht es um 650.000 Euro an Rennpreisen und viel Renommee in der German Racing Champions League! Nächster Renntag in Hamburg ist am Mittwoch, 3. Juli.

 

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