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Sword Peinture mit dem ersten Listensieg am großen Derby-Tag

King in Hamburg wie ein König

Hamburg 7. Juli 2019

Natürlich war auch das Rahmenprogramm am Derby-Tag in Hamburg erstklassig, mit insgesamt zwölf Prüfungen und vielen Highlights. Nach Klasse hatte der holländische Gast King (2,3:1) im Rudolf-August Oetker-Gedächtnisrennen (BBAG Meiler-Auktionsrennen, 52.000 Euro, 1.600 m) keinen Gegner zu fürchten. Und der von Christian Wolters trainierte gruppeplatzierte Hengst dominierte von der Spitze aus früh die Szenerie. Jockey Adrie de Vries hatte mit dem Favoriten zeitig die Vorentscheidung geschafft.

„Das war genau das passende Rennen für ihn, aber er ist auch gut genug für Grupperennen. King hat Nennungen für zwei weitere Auktionsrennen“, versicherte Wolters. Cliffs Art hatte erst ganz spät freie Bahn und stieß noch auf Rang zwei vor Miss Mae, die immer dem Vordertreffen angehörte, und Vicente.

Optimaler Ritt

Schon in Baden-Baden hatte Gestüt Wittekindshofs Sword Peinture eine sehr starke Figur in einem Listenrennen abgegeben. Nun reichte es im Preis vom Gestüt Röttgen (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m) zu einem verdienten Erfolg. Filip Minarik entlockte der Peintre Celebre-Tochter aus dem Kölner Stall von Andreas Suborics zur Quote von 5,1:1 so mächtige Reserven, dass Eleni (Waldemar Hickst: „Sie hat ihren Sieg mit dem hohen Gewicht voll bestätigt“), die kurz keine freie Bahn hatte, und Edith sowie die Französin Amaranthe leicht hinter sich ließ. „Zuletzt in Frankreich war das Rennen für sie zu langsam. Filip hat das heute toll gemacht, die Stute hat locker gewonnen. Sie hat Nennungen in Listenrennen in Hoppegarten und Meran, auch der T. von Zastrow-Stutenpreis in Baden-Baden ist eine Option“, so Suborics.

Viel Geld auf Wilder

Ein Jahr nach dem Derby-Sieg mit Weltstar gab es erneut einen bemerkenswerten Sieg für das Gestüt Röttgen: Der 27,8:1-Riesenaußenseiter Wilder aus dem Championstall von Markus Klug schaffte im Hapag-Lloyd-Rennen – BBAG Steher-Auktionsrennen (52.000 Euro, 2.200 m) eine gewaltige Überraschung. Denn der Realiable Man-Sohn war ein dreiviertel Jahr nicht mehr gelaufen. Nun lief er mit mächtigem Speed an den Gegnern vorbei.

Klug: „Er hatte nach dem Preis des Winterfavoriten eine Chip-Operation. Ich hatte eigentlich ein leichtes Siegerrennen für ihn gesucht, aber das gab es nicht, daher haben wir es hier versucht. Enjoy The Moon rauschte mit großem Speed auf Platz zwei vor dem Favoriten Dato, der innen ein sehr unglückliches Rennen hatte. Er verdrängte knapp La Pradera, die die Viererwette komplettierte – Quote: 8.853,7:1 Euro.

Power Euro für Albert Darboven

Kaffeekönig und Derby-Sponsor Albert Darboven durfte sich über einen Volltreffer im Ausgleich I über 2.200 Meter freuen, als sein unverwüstlicher Power Euro (6,1:1) mit gewaltigem Speed unter Andrasch Starke Sahelian und Ronaldo bezwang. Trainer Henk Grewe stellte sogar die beiden Erstplatzierten. „Es war ein sehr schnelles Rennen. Wir waren nicht sicher, ob Power Euro seine Marke können würde, aber er hat das toll gelöst. Auch Sahelian hat sich voll gefunden“, kommentierte der Erfolgscoach. Überschattet wurde das Rennen von dem Unfall von Gepard in der Gegenseite. Er war wegen eines Beinbruchs nicht mehr zu retten.

„Sie war einmal an der Reihe, ich freue mich sehr für den Besitzer, der bisher viel Pech hatte“, erklärte der Kölner Trainer Henk Grewe nach dem einleitenden 2.200 Meter-Rennen, nachdem Stall Hubertus‘ Burning Rose (1,9:1) mit Lukas Delozier überaus leicht für den fünften Meetingstreffer des Coaches gesorgt hatte. Fortissima schob sich vor Simbaya noch auf Rang zwei.

Treffer Nummer sechs für das Quartier von Henk Grewe war gleich anschließend in einem Meilenrennen fällig, als erneut Lukas Delozier mit Navaro (7,9:1) aus dem Gestüt Hof vesterberg Start-Ziel gerade noch den Schlussangriff des Favoriten Baron Mayson abwehrte, während La sadira sich auf Rang drei steigerte. „Er hatte immer gut gearbeitet und nun endlich das auch im Rennen umgesetzt“, berichtete Henk Grewe.

Ein Timing der Extraklasse bewies Jockey Adrie de Vries in einem 1.600 Meter-Ausgleich III mit Forgo (3,5:1) aus dem Großenknetener Stall von Toni Potters. Von ganz weit hinten überrollte er mit dem Favoriten, der schon am ersten Wochenende hier erfolgreich war, die von Chicago Bere und Edelstein die gesamte Konkurrenz.

Delozier in Überform

Auch mit seinem dritten Ritt an diesem großen Tag triumphierte Lukas Delozier, der auch dem von Dominik Moser trainierten Brümmerhofer Wild Soldier (3,9:1) im 2.000 Meter-Ausgleich III alles bestens einteilte. Aus dem Vordertreffen eroberte er auf dem Wallach noch einen sehr leichten Vorteil auf die nie lockerlanden Empire Hurricane und Larena, die in totem Rennen Platz zwei belegten. „Ich bin froh über die gute Form, denn es ist ein sehr bedeutender Renntag“, meinte Lukas Delozier.

Das Wettrennen des Meetings war der 2.200 Meter-Ausgleich III mit einer Garantiesumme von 40.000 Euro in der Viererwette. Nach einem erstklassigen Ritt von Andrasch Starke schnappte die Stute aus Hoppegarten zur Quote von 9,5:1 noch Past Sina, Sarino und Angel Music. Trainer Uwe Stech verfolgte den Sieg vom Krankenhaus, in dem er sich seit zwei Wochen wegen eines Bienenstichs als Allergiker aufhält. Die Viererwette bezahlte 17.614,2:1 Euro.

Nach seinem Badener Erfolg sicherte sich der von Pavel Tuma in Tschechien trainierte Be Master (3,6:1, Jozef Bojko) auch den 3.200 Meter-Ausgleich III vor Rosinante und Mod. Das letzte Rennen der Derby-Woche, ein 1.600 Meter-Ausgleich III ging an den Leipziger Gast Mockingjay (5,5:1; B. Murzabayev), der für Trainer Marco Angermann den vierten Treffer in Folge sicher gegen Infamous Lawman und Toriano sicherstellte.

Toller Wettumsatz

Natürlich war der Sonntag wieder der Wett-Tag des Jahres in Deutschland: Sehr stark fiel der Wettumsatz am Derby-Tag aus: 1.032.297,58 Euro flossen in den zwölf Rennen durch die Kassen, im IDEE 150. Deutschen Derby waren es 306.236 Euro. Auch für die gesamte Rennwoche mit sieben Tagen gab es mit 2.691.275,55 Euro (Bahnwette: 52 Prozent) ein Plus von rund 270.000 Euro gegenüber 2018.

HRC-Vizepräsident Hans-Ludolf Matthiessen in einem ersten Statement: „Am Derby-Tag haben wir einen Zuwachs von 17,6 Prozent beim Wettumsatz. Die gesamte Rennwoche lag mit 14,1 Prozent im Plus. Pro Rennen war es eine Steigerung von 12,3 Prozent. Interessant sind auch die einzelnen Wettarten. Die Siegwette hat sich pro Rennen um 31,7 Prozent verbessert, die Platzwette um 29,1 Prozent. Auch die Umsätze in den Zweier- und Dreierwetten waren mit jeweils 11,2 Prozent deutlich höher als im Jahr 2018.“

Achtungserfolg für Namos

Einen Achtungserfolg für den deutschen Dreijährigen Namos (Wladimir Panov/Dominik Moser) gab es am Sonntag in Deauville im Prix Jean Prat (Gruppe I, 400.000 Euro, 1.400 m). Nach einem Rennen aus der Reserve machte der Sieger der Silbernen Peitsche noch einigen Boden gut und wurde Fünfter, weit war er nicht von Platz vier entfernt. 11.440 Euro werden als Preisgeld gutgeschrieben. Überlegen siegte John Gosdens Too Darn Hot (1,8:1) mit Lanfranco Dettori vor Space Blues und dem Mehl-Mülhens-Sieger Fox Champion.

Listensieg für Joplin
Toller Listensieg für die von Dieter Fechner in Iffezheim für den Stall Captain’s Friends trainierte Stute Joplin (Lanfranco Dettori) am Sonntag in Deauville. Die 10:1-Außenseiterin gewann vor Silvery Mist und Di Fede sowie der Brümmerhoferin Cherry Lady (Wladimir Panov/Peter Schiergen).

 

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