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Pünktlich um 11 Uhr startete am Samstag das fünftägige Meeting in Bad Harzburg.

Pavel Vovcenko Mann des Tages zum Auftakt in Bad Harzburg

Bad Harzburg 20. Juli 2019

Lover Boy und Dreamcatcher gewannen die ersten Super-Handicaps auf der Bahn am Weißen Stein. Im Listenrennen auf der Jagdbahn war Serienlohn nicht zu stellen und sorgte für den dritten Tagestreffer von Trainer Pavel Vovcenko.

Unter den beiden mit jeweils 20.000 Euro dotierten Super-Handicaps setzte der Große Preis der Öffentlichen Versicherung als Ausgleich III die sportlich höchsten Akzente. Nach Siegen in Iffezheim und Hamburg war klar, dass die Marschroute von Lover Boy nach Bad Harzburg führen würde, denn der Wallach gehört einer Besitzergemeinschaft um Stefan Ahrens, dem Präsidenten des Harzburger Rennvereins. Trainer Pavel Vovcenko hat ganze Arbeit geleistet und Lover Boy weiter gesteigert. Zur Favoritenquote von 3,1:1 verwies er Shark Attack (Jozef Bojko), Lindsar (Esther Ruth Weißmeier) und Lady O’Connor (Eduardo Pedroza) mit zwei Längen Vorteil auf die nächsten Plätze. Die platzierten Pferde galten als hohe Außenseiter, sodass die Viererwette mit 30.000:1 nur ein Mal zum Mindesteinsatz von 50 Cent getroffen wurde. Pavel Vovcenko: „Der Rennverlauf war ideal. Ich habe dem Jockey bei 16 Pferden auch keine strenge Order mitgegeben.“ Im Sattel des siegreichen Lover Boy saß Bauyrzhan Murzabayev. Damit übernahm er wieder die Führung im Jockey-Championat, denn Maxim Pecheur blieb am Harzburger Eröffnungstag ohne Treffer. Besitzer Stefan Ahrens erwarb Lover Boy von Züchter Volker Schleusner, der mit ihm einst sogar Derby-Pläne hatte.

Dreamcatcher mit Riesenspeed

Im Jubiläumspreis des Hotels Braunschweiger Hof, dem ersten Super-Handicap (Ausgleich IV), baute Jockey Alexander Pietsch ganz auf den Speed des von ihm gerittenen Dreamcatcher. Noch weit im Hintertreffen liegend galoppierte der vierjährige Wallach in den Farben von Günter Mastalka aus Fintel in die relativ kurze Harzburger Gerade. Doch dann entwickelte Dreamcatcher eine unglaubliche Endgeschwindigkeit, überlief an der Außenseite die Gegner und setzte sich kurz vor dem Ziel an die Spitze des Feldes. Der von Toni Potter trainierte Wallach hatte derart viel Schwung, dass er noch mit einer Länge dem letztendlich zweitplatzierten Newnton Lodge mit Lilli-Marie Engels vorbeilief. Letzterer wirkte die ganze Gerade über wie der Sieger, doch musste sich der 28,7:1-Außenseiter Newnton Lodge dann doch Dreamcatcher geschlagen geben. Der Sieger notierte mit 5,5:1 als Favorit im großen Sechzehnerfeld. Rang drei ging mit einer dreiviertel Länge Rückstand an den am Toto ebenfalls stark beachteten Flirt (Maxim Pecheur). Die Viererwette wurde von Sterling Lines (Rene Piechulek) vervollständigt und zahlte 25.251,8:1.

Serienlohn mit lupenreinem Hattrick

Während das erste der beiden Hindernisrennen durch König Samur (Jan Kratochvil) in den tschechischen Stall von Josef Vana wanderte, avancierte Trainer Pavel Vovcenko nach dem als Listenrennen auf der Jagdbahn gelaufenen „Preis des Grand-Hotels Harzburger Hof – German Grand National“ (12.000 Euro, 4.800 Meter) zum Mann Tages. Auf der Flachen hatte er zuvor schon mit Lover Boy und mit El Commandante gewonnen. Nun gelang ihm mit dem von Jan Faltejsek gerittenen Serienlohn sogar ein lupenreiner Hattrick. Nach Siegen in Strömsholm und in Hamburg fand Serienlohn auch in Bad Harzburg bei einem überlegenen Start-Ziel-Sieg zur Quote von 1,4:1 keinen Bezwinger.

Wayfaring Stranger hieß der erste von Michael Cadeddu gerittene Sieger des Meetings, womit Trainerin Claudia Barsig den Grundstein zur Verteidigung des im Vorjahr mit sechs Treffern erzielten Championats legte.

Wie es um die Härte von Vollblütern steht bewies der mittlerweile 14-jährige Orpen’s Art, den Peter Lanslots sattelte und unter Alexander Pietsch eine knappe Kampfpartie zu seinen Gunsten entschied. Der Wallach hat in seiner langen Laufbahn schon mehr als 200 Rennen bestritten.
 

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