Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Doinyo in Bad Doberan knapp vor Ronaldo

Atemberaubendes Duell im Ostsee-Highlight

Bad Doberan 3. August 2019

Atemberaubendes Duell im bedeutendsten Rennen des Ostsee-Meetings in Bad Doberan bei ausgezeichnetem Besuch: Im Großen Preis der Ecodiamond (Ausgleich I, 22.500 Euro, 1.900 m) am Samstag auf Deutschlands ältester Galopprennbahn gewann der von Christian Zschache in Berlin-Hoppegarten vorbereitete achtjährige Wallach Doinyo unter Filip Minarik hauchdünn dieses Top-Handicap.

Mit grandiosem Einsatz wehrte die 6.3:1-Chance den mit jedem Schritt näherkommenden Favoriten Ronaldo minimal ab. Erst das Zielfoto entschied zugunsten des stets führenden Doinyo, der schon 2017 Platz zwei in dieser Prüfung belegt, aber seit über zwei Jahren nicht mehr gewonnen hatte. Alberto Hawaii, sogar noch zwei Jahre älter als der Sieger, schnappte sich mit starkem Endspurt noch Platz drei vor Manipur. Der hochgehandelte Wild Soldier fiel schon im Schlussbogen an das Ende des Feldes zurück.

Siegjockey Filip Minarik in einem ersten Statement: „Ich war mir ganz unsicher, ob wir gewonnen hatten und habe Bauyrzhan Murzabayey gefragt, er hatte gedacht, mit Ronaldo gewonnen zu haben. Mein Pferd hat toll gekämpft und das Publikum super mitgezogen. Das war Gänsehaut pur.“

Love Fifteen legt immer wieder zu

Aus dem Rahmenprogramm ragte der Ausgleich II über weite 2.600 Meter-Ausgleich II heraus. Hier gab es eine sehr spannende Entscheidung zwischen Love Fifteen (5:1) und Narello. Mit immer neuen Reserven, die Michael Cadeddu auf dem Wallach der Familie von Loeper mobilisierte, raufte sich Love Fifteen aus dem Großenknetener Quartier von Toni Potters gegen den zäh angreifenden Narello nach Hause. Wirbelwind war schon am Sieger vorbei, stand seinen frühen Angriff aber nicht ganz durch.

Super-Form von Korpas/Laube geht weiter

Begonnen hatte der Top-Renntag an der Ostsee mit einem Mammutprogramm von elf Rennen ab 11 Uhr mit einer 10.000 Euro-Zweijährigen-Konkurrenz. Hier gelang erwartungsgemäß der 2:1-Favoritin Paloma Ohe der erste Karrieretreffer. Martin Laube musste auf der Zielgeraden nur den Widerstand des führenden Kamran brechen, was noch sicher gelang, dann stand der dritte Meetingstreffer für das Gespann Laube/Trainer Jan Korpas (Hoppegarten) schnell fest. Real Fan eroberte Rang drei.

Immer wieder Pecheur/Fuhrmann

Zwei Pferde hatte der Mörser Trainer Frank Fuhrmann in den 1.300 Meter-Ausgleich III geschickt. Während der fünffache Saisonsieger Casinomaster diesmal keine Rolle spielte, trumpfte etwas überraschend die Stute Kareless (9,2:1) auf. Nach glänzender Einteilung von Maxim Pecheur wehrte die aus günstiger innerer Box schnell gestartete Stute locker die starke Schlussoffensive von Race For Fame sowie Lara ab.

Das Team Pecheur/Fuhrmann legte in einem über weite 2.600 Meter führenden Ausgleich IV nach: Der 2,7:1-Favorit Nero de Avolo löste sich noch locker von der Außenseiterin Video Diva und Conistone.

Was Bauyrzhan Murzabayev derzeit anfasst, das wird zu Gold: Die Nummer eins der aktuellen Jockey-Statistik führte die 2,5:1-Favoritin Irida aus dem Hannoverschen Stall von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel zu einem noch klaren Erfolg über Kiss The Wind und die Außenseiterin Zapateado.

Glänzende Einteilung bewies auch Eduardo Pedroza auf Bohumil Nedorosteks Angel Music (2,5:1-Favorit) in einem über 2.050 Meter führenden Ausgleich III. Vorneweg gab er den Vorsprung auf Soliman und Time Queen nie preis, womit die von ihm gesteuerte Stute fast genau ein Jahr nach ihrem letzten Erfolg wieder zum Zuge kam.

Schon vor zwei Jahren hatte Fazenda’s Girl hier in Bad Doberan gewinnen können. Daran erinnerte sich die von Elisabeth Storp in einen 1.750 Meter-Ausgleich IV geschickte siebenjährige Stute nun wieder, als sie mit Michael Cadeddu spät noch den Außenseiter Asian Highway stellte. Hernandez schob sich auf Rang drei.

Auch ein größerer Schwenk zur Außenseite im Schlussbogen konnte den 1,8:1-Favoriten Amazing Star mit Filip Minarik in einer 2.050 Meter-Konkurrenz nicht von einem Erfolg abhalten. Der zweite Tagestreffer von Trainer Hans-Jürgen Gröschel vor Antipolis sowie den in totem Rennen auf Platz drei einkommenden Indian Soldier und Maxanto war eine souveräne Angelegenheit.

Pecheur mit drei Erfolgen

Im abschließenden Ausgleich III über 2.600 Meter machte Maxim Pecheur sogar seinen dritten Tagestreffer perfekt: Auf Purple Rose (2,8:1), mit der der Hannoversche Trainer Bohumil Nedorostek seine Serie in Bad Doberan mit dem zweiten Coup am Samstag und dem dritten Sieg insgesamt bei diesem Meeting vollendete, rettete er einen knappen Vorteil mit der stets führenden Stute vor Shamox und Karma Aura. Mit seinem 60. Saison-Erfolg verkürzte Pecheur den Rückstand zu Bauyrzhan Murzabayev auf vier Punkte.

Im Reitpferderennen gab es durch Teufelsmoor (9,2) mit Alina Schubert eine Überraschung. Sie wehrte Geronimo ab. Nur zwei Pferde kamen ins Ziel, Schwarze Perle war am Start stehengeblieben, Feuermädchen reiterlos geworden, und Ombra angehalten.


Champions League

Weitere News

  • Bahrain-Abenteuer für die Wittekindshof-Stute

    Erobert Sword Peinture die Wüste?

    Bahrain 19.11.2019

    Das Wüsten-Abenteuer hat längst begonnen, und am Freitag könnte die große Stunde für die deutsche Hoffnung Sword Peinture in Bahrain schlagen: Die von Andreas Suborics in Köln trainierte Stute, in ihrer bisherigen Karriere bereits Listensiegerin, bestreitet am Freitag die mit 200.000 Dollar dotierte und über 2.000 Meter führende Bahrain International Trophy.

  • Dresdner Herbstpreis das letzte Listenrennen Deutschlands 2019

    Sagt Say Good Buy „auf Wiedersehen“?

    Dresden 18.11.2019

    Der Mittwoch ist nicht nur kalendarisch als Buß- und Bettag ein Feiertag in Dresden, sondern auch in sportlicher Hinsicht: Denn beim großen Saisonfinale steht Deutschlands letztes Listenrennen 2019 an – der Große Herbstpreis der Freiberger Brauerei (25.000 Euro, 2.200 m, 7. Rennen um 14:20 Uhr). Vor einem Jahr setzte sich hier kein Geringerer als Be My Sheriff gegen Itobo und Windstoß durch, was schon einiges über den Stellenwert der Prüfung aussagt.

  • Die Übersicht über die Top-Prämien jenseits der Grenzen in 2019

    Über 5,2 Millionen Euro: Das haben deutsche Pferde im Ausland verdient

    Köln 14.11.2019

    5.274.580 € - so viel gewannen deutsche Pferde im Jahr 2019 bis einschließlich 3. November im Ausland. Das ist abermals eine mehr als beachtliche Summe, auch wenn sie ein gutes Stück unter den 6.780.324 € aus 2018 liegt und der niedrigste Wert seit 2006 ist. Wir haben im Folgenden die Siege und Platzierungen von in Deutschland trainierten Pferden in Gruppe- Listen- und in bedeutenden Rennen im Ausland 2019 für Sie zusammengetragen.

 
 

Newsletter abonnieren

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm