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Französin macht ersten Scheich-Sieg perfekt

„Magische“ Vorstellung in Berlin-Hoppegarten

Berlin-Hoppegarten 10. August 2019

Erster Scheich-Sieg beim Grand Prix Festival Meeting, das am Samstag auf der Galopprennbahn in Berlin-Hoppegarten vor 6.624 Zuschauern startete, bevor am Sonntag der Longines Großer Preis von Berlin in der German Racing Champions League das große Highlight bilden wird: Die von dem Frankreich-Trainer Henri-Alex Pantall für den Stall Godolphin von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed trainierte vierjährige Stute Magical Touch zauberte im Großen Preis des MHWK – Hoppegartener Steherpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.800 m) eine „magische“ Leistung auf den Hauptstadt-Rasen.

Damit wiederholte Pantall für Scheich Mohammed den letztjährigen Erfolg von Agathonia mit rder 5,5:1-Mitfavoritin, die den Franzosen Julien Guillochon im Sattel hatte. In einem von Anna Magnolia vor Ernesto sehr flott gemachten Langstrecken-Rennen bewahrte er an fünfter Stelle die Ruhe und schaltete erst auf der Zielgeraden einen Gang höher. Als an der Innenseite der Weg versperrt war, beorderte er Magical Touch nach außen, dort flog die Dubawi-Tochter an der Konkurrenz in gewaltiger Aktion vorbei und entführte die 14.000 Euro Siegbörse nach Frankreich. Beim zehnten Karrierestart war es der vierter Sieg für die mächtig verbesserte Lady, die ihren ersten Listen-Erfolg feierte.

Julien Guillochon in einem ersten Kommentar: „Es war mein erster Ritt in Deutschland, die Atmosphäre hier gefällt mir sehr. Ich habe Magical Touch vorher noch nie geritten. Sie hat sich stark gesteigert, es war auch eine passende Aufgabe.“

Walsingham mit großem Endspurt

Walsingham machte als Zweiter noch viel Boden gut. „Es war ein Test auf dieser Distanz, er hat wieder seinen Speed gezeigt“, berichtete Trainer Peter Schiergen. Ernesto hielt von zweiter Stelle aus lange stand vor Nacida, die spät noch besser in Fahrt kam. Sehr blass blieb der heiße 2:1-Favorit Torcedor, der von vierter Position nie zwingend wirkte und mit Platz fünf vorlieb nehmen musste.

Power Euro wird immer besser

Nicht nur Wein wird manchmal mit zunehmendem Alter immer besser, auch manche Pferde, wie der bereits siebenjährige Wallach Power Euro: Der von Henk Grewe in Köln für den Hamburger Kaffee-König Albert Darboven betreute Peintre Celebre-Sohn schaffte im Ausgleich I (22.500 Euro, 2.200 m) das Kunststück, sein viertes Rennen in dieser Saison zu gewinnen.

Unter Andrasch Strake verabschiedete sich die 2,7:1-Chance von zweiter Stelle früh deutlich von Licinius und Szoff, die beide als Außenseiter angetreten waren. Der Favorit Santiano scheiterte als Fünfter wohl an der flauen Fahrt. Siegjockey Andrasch Starke erklärte: „Power Euro ist nicht mehr der Jüngste, aber er hat heute wieder sehr beeindruckend gewonnen. Schon 200 Meter vor dem Ziel war ich mir sicher, dass wir vorne sein würden.“

Der Samstagsspaziergang von Fort Good Hope

Mit einem allseits erwarteten Erfolg des in weitaus besseren Aufgaben bewährten Fort Good Hope hatte der erste Tag des Grand Prix Festival Meetings begonnen. Mühelos verabschiedete sich der von Stefan Richter trainierte 1,2:1-Favorit in einer 1.800 Meter-Konkurrenz von Vancano und dem lange führenden Cash the Cheque. Siegjockey Martin Seidl: „Das war eine leichte Aufgabe. Fort Good Hope stand über der Konkurrenz. Er hatte immer wieder mit Hufproblemen zu tun, sollte daher ein leichtes Rennen bekommen.“

Nach vielen Platzierungen war der Erfolg von Daniel Paulicks Invincible Really (5,7:1) in einem 2.000 Meter-Ausgleich III überfällig. An der Innenseite schlüpfte Jozef Bojko mit der Stute souverän durch und hatte gegen Iliada, für die das Tempo zu niedrig war, und Kiss The Wind leichtes Spiel.

Die Favoriten waren in einem 1.600 Meter-Rennen unter sich: Der von Roland Dzubasz vor Ort für den German Racing Club trainierte Zampano (3,3:1) landete nach seinem kürzlichen Treffer auf diesem Kurs einen weiteren Sieg im Handicap. Locker löste sich der von Deutschlands führendem Jockey Bauyrzhan Murzabayev gerittene Wallach noch von dem schon enteilten Star Gypsy und dem polnischen Gast Danot. „Das Rennen war etwas langsam und die Konkurrenz überschaubar, hielt Siegtrainer Roland Dzubasz den Ball flach.

Platz vier in der Statistik, und die Pferde des Mörser Trainers Frank Fuhrmann eilen weiter von einem Erfolg zum anderen. In der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.400 m) auf der Geraden Bahn legte die Doberaner Siegerin Kareless (8,3:1) mit Maxim Pecheur gegen Bishapur, Fabric und Mister Bean gleich einen weiteren Coup nach. Die Viererwette bezahlte 4.000:1 Euro.

Im abschließenden 2.000 Meter-Handicap feierte Blue Distant (4,2:1) den ersten Saisontreffer. Der Schützling der Hoppegartener Trainerin Sarka Schütz entwickelte vom letzten Platz erstaunliche Reserven und verdrängte den dauerplatzierten Napston sowie Malinga. Jockey Maxim Pecheur machte damit einen Doppelsieg an diesem Tag perfekt.

 

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