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Champions League: Dritter Triumph für French King in 2019

Ein Franzose ist der „König von Berlin und von Deutschland“

Berlin-Hoppegarten 11. August 2019

Ein französischer Galopper ist der König von Berlin und von Deutschland: Der von Henri-Alex Pantall in Beaupreau im Nachbarland für Katar-Scheich Abdullah bin Khalifa Al Thani trainierte und von Weltklasse-Jockey Olivier Peslier gerittene French King (2,9:1) gewann am Sonntag den 129. Longines Großer Preis von Berlin (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m) vor 8.486 Zuschauern auf der Rennbahn Berlin-Hoppegarten in grandioser Manier in der German Racing Champions League.

Der zuvor im Carl Jaspers-Preis (in der Elite-Serie in Köln) und im pferdewetten.de – Großer Hansa-Preis in Hamburg erfolgreiche vierjährige Spitzengalopper sicherte sich in der Saison 2019 sein drittes Gruppe-Rennen hintereinander in Deutschland und schloss zum in der Champions League-Gesamtwertung führenden Derbysieger Laccario (beide 20 Punkte) auf, während Jockey Eduardo Pedroza (28 Punkte) vor Olivier Peslier (20 Punkte) bei den Jockeys seine Führung verteidigte und bei den Trainern Andreas Wöhler mit 28 Punkten bis auf einen Zähler an Markus Klug (29 Punkte) heranrückte.

Es war eine atemberaubende Vorstellung, die French King im Sechserfeld zeigte, wobei das Top-Rennen der Berliner Rennsaison von drei Gästen aus dem Ausland beherrscht wurde. Peslier wartete in aller Seelenruhe den Gang der Dinge ab, wobei der Engländer Communique in der Gegenseite die Spitze vor Andoro und Old Persian übernahm. French King galoppierte an vierter Position vor Alounak, der nach dem Start kurz vorne war, und Royal Youmzain am Schluss.

Auch auf der Zielgeraden behielt Peslier die Nerven auf French King, als Communique vorne etwas ausgerissen war. Doch Meter um Meter machte er gut den Konkurrenten gut und löste sich unter dem tosenden Beifall des Publikums auf eine Länge. 100.000 Euro Siegbörse waren der Lohn für Katar-Scheich Al Thani. Es war beim 17. Start der achte Triumph für French King, der seine Gewinnsumme auf 795.273 Euro steigerte.

Siegjockey Olivier Peslier erklärte: „Er hat sich immer weiter verbessert, ein Super-Pferd, das nun dreimal in Deutschland gewonnen hat.“ Trainer Henri-Alex Pantall, der ein grandioses Wochenende krönte, fügte an: „Es ist mir eine große Freude, hier zu sein, denn mein Schwiegervater Bruno Klotz stammte aus Berlin. Ein Start im Großen Preis von Baden ist natürlich eine Option, aber ich denke, dass sein Besitzer schon eine Idee haben wird, wo wir weitermachen. French King hat auch eine Arc-Nennung.“

Communique hielt an der Spitze Platz zwei knapp gegen den favorisierten Old Persian fest. „Leider hat sich Communique an der Startmaschine gestoßen, so dass er nicht gleich nach vorne kam. Er hat sich auch eine Wunde in der Nähe des Auges zugezogen. Aber gekämpft hat er trotzdem stark“, versicherte Trainer Mark Johnston.

Royal Youmzain konnte vom Ende des Feldes nur auf Platz vier vorstoßen, mehr war jedoch bald nicht mehr drin. „Das war schon in Ordnung, ich bin zufrieden“, so Jockey Eduardo Pedroza. Alounak und Andoro, der auch eine deutliche Störung auf der Geraden hinnehmen musste, belegten die letzten beiden Plätze. Die German Racing Champions League wird am 1. September mit dem Longines Großer Preis von Baden in Baden-Baden fortgesetzt.

Riesenjubel um Cliffs Art

Was für ein Jubel beim Stall Memory des Altlandsberger Besitzers Thomas John: Mit Cliffs Art (7,3:1) triumphierte für ihn die von Stefan Richter in Dresden trainierte dreijährige Stute im Hoppegartener Stutenpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.800 m). In imponierender Manier rauschte die von Michael Cadeddu (anstelle von Stephen Hellyn, der kurzfristig hatte absagen müssen) gerittene Canford Cliffs-Tochter noch an den Konkurrentinnen vorbei.

Hohe Quote in der Viererwette

„ Ich habe kurzfristig noch ihre Formen studiert. An Viva Gloria hatte ich ein gutes Führpferd, meine Stute hat bestens durchgezogen“, berichtete Cadeddu. Die bereits angesprochene Viva Gloria hielt an der Spitze lange glänzend stand und wurde Zweite. „Ich habe es einmal auf einer längeren Distanz und vorn vorne versuchen wollen. Nun gehen wir in ein ähnliches Rennen nach Baden-Baden“, erklärte Trainer Jens Hirschberger. Baccara Rose steigerte sich noch auf Platz drei, auch Best on Stage hielt sich als Vierte vorzüglich. Die Favoritin Olympe war nie prominent. Die Viererwette bezahlte stolze 21.517,6:1 Euro.

Gäste-Ankunft im Sprint

Fest in der Hand der Gäste war der Hoppegartener Fliegerpreis (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.200 m) auf der Geraden Bahn. Denn die Plätze ein, zwei und vier gingen an Pferde aus dem Ausland. Mit Red Torch aus dem französischen Erfolgsquartier von Henri-Alex Pantall setzte sich ein Formpferd zur Quote von 5,8:1 mit Star-Jockey Olivier Peslier noch knapp gegen den schon in Sicherheit geglaubten Landsmann Mubaalegh (Joe Fanning: „Wir hatten leider eine ungünstige Startbox“) und Big Boots, der vorne noch einmal wiederkam (Besitzer Guido Schmitt: „Er hat toll gekämpft“) sowie Inspired Thought aus England durch. Die Viererwette brachte 4.823:1 Euro. Der stark gewettete Julio konnte sich aus dem Vordertreffen nicht steigern.

Begonnen hatte der Nachmittag mit einem knappen Erfolg der Lokalmatadorin Almolonga (4,1:1) in einem 2.400 Meter-Rennen. Die von Jan Korpas vorgestellte Lady eroberte mit Martin Laube noch einen knappen Vorteil gegen Soreas Boy und die erstmals angetretene Turbulence. „Das war ihre ideale Distanz, nun steuern wir wieder ein Auktionsrennen an“, versicherte Korpas. Der siegreiche Jockey Martin Laube wurde in Eis aufgehoben, das an Kinder aufgeteilt wurde.

Zum Duell der „Königinnen“ wurde der 2.200 Meter-Ausgleich III: Mit mächtigem Speed schob sich die von Eva Fabianova für den Rennstall Germanius in Hoppegarten vorbereitete Lips Queen (3,9:1) mit Rene Piechulek gerade noch an Caracalla Queen und Good Bye vorbei. Offenbar hat man die Nennungen für das St. Leger und den Herbst Stutenpreis in Hannover mit einigem Hintergrund abgegeben.

Ein erstklassiger Ritt von Bauyrzhan Murzabayev, dem aktuell führenden Jockey hierzulande, verhalf dem Dreijährigen Monpti (3,7:1) zum Sieg im Ausgleich II über 2.200 Meter. Start-Ziel rettete er einen hauchdünnen Vorteil gegen den enorm schnell werdenden Favoriten Wildfang und Princess Zoe ins Ziel. Der Hoppegartener Siegtrainer Gunter Richter: „Wir steuern nun vielleicht das St. Leger in Warschau und danach ein Rennen in Prag beim Jockey-Vergleichskampf an.“

Genau im Ziel schnappte Bauyrzhan Murzabayev in einem 1.800 Meter-Ausgleich III mit Roland DzubaszMademoiselle (12,1:1) noch den schon enteilten Wissam sowie Adaris.

Der Dresdener Trainer Stefan Richter schloss ein Top-Wochenende mit dem Erfolg der Mitfavoritin Lady Lilian (3,4:1) in einem 1.600 Meter-Ausgleich III ab. Im allerletzten Galoppsprung schaffte Marco Casamento mit der Stute noch die Wende gegen den vorne nie nachlassenden Jackontherocks sowie Zaro.



Champions League

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