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Ladykiller mit Super-Start-Ziel-Triumph – Say Good Buy sagt „Auf Wiedersehen“

Weltstar noch kein „Star von Hannover“

Hannover 18. August 2019

Hochspannung herrschte am Sonntag in Hannover: Beim leider ziemlich verregneten Ascot-Renntag mit einem großen Beiprogramm (unter anderem gab sich Sängerin Vicky Leandros die Ehre) startete der 2018 im Deutschen Derby erfolgreiche Röttgener Weltstar erstmals nach einer über einjährigen Verletzungspause. Doch um es vorwegzunehmen, es reichte im Großen Preis der Deutschen Bank nur zu Platz drei.

In diesem mit 25.000 Euro dotierten Listenrennen über 2.200 Meter entwickelte der für den Rennstall Gestüt Hachtsee und Trainer Andreas Wöhler trainierte Ladykiller, der lange als Derby-Hoffnung für 2019 galt, aber ebenfalls bis vor wenigen Wochen pausieren musste, an der Spitze immer neue Reserven. Jockey-Spitzenreiter Bauyrzhan Murzabayev schaffte es mit dem Kamsin-Sohn aus der Zucht des Gestüts Karlshof auch, ein Wegbrechen zur Seite auf der Geraden zu korrigieren und sicher zum Zuge zu kommen. Von Ladykiller, der beim erst vierten Start seinen zweiten Erfolg markierte und 14.000 Euro Preisgeld mitnahm, dürfte man noch einiges hören.

Glänzend verkaufte sich die heranstürmende Stute Edith, die außen zunächst keine freie Passage hatte und schnappte Weltstar, der als 1,6:1-Favorit angetreten war, noch Platz zwei weg. Der von Maxim Pecheur gerittene Derby-Held näherte sich kurz vor der Zielgeraden dem führenden Ladykiller, doch dann fehlte auf dem sehr aufgeweichten Boden noch der letzte Tick. Liberty London musste sich mit Rang vier begnügen, wirkte nicht besonders gefährlich.

Sträflich unterschätzter Sauren-Galopper

Toto-Schocker im Großen Preis des Audi Zentrums Hannover – BBAG Aktionsrennen (52.000 Euro, 1.750 m): Den im Besitz von Eckhard Sauren stehenden und von Henk Grewe aus Köln entsandten Dreijährigen Say Good Buy hatten die Wetter im zweiten Tages-Highlight völlig unterschätzt. Trotz seines jüngsten Erfolges auf der Heimatbahn stand der Showcasing-Sohn bei einer Quote von 19,3:1. Und mit Carlos Henrique sagte er früh „Auf Wiedersehen“ zu seinen Kontrahenten. Mühelos stiefelte Say Good Buy davon. Die Münchener Stute Propolia steigerte sich noch auf einen starken zweiten Rang vor König Platon, einem weiteren großen Außenseiter. Völlig enttäuschend früh baute der heiße Favorit King ab, der diesmal nie an die Spitze kam und schon im Schlussbogen auf dem Rückzug war. 6.374,9:1 Euro betrug die stattliche Dreierwett-Quote.

De Vries empfiehlt sich für den neuen Job

Am Samstag wurde bekannt, dass Adrie de Vries, vor kurzem bei Markus Klug ausgeschiedener Top-Jockey, künftig für das Quartier von Yasmin Almenräder in Mülheim (für die Ställe Mandarin und Unia) in den Sattel steigen wird. Nun bewies er seine Qualitäten gleich zu Beginn in einer 1.400 Meter-Prüfung für Dreijährige, als er den von Karl Demme aus Köln aufgebotenen Akatino (6,2:1) für den Stall Heymann zu einem leichten Start-Ziel-Erfolg über den ebenfalls aus der Domstadt angereisten Favoriten Grocer Jack und Molly Fantasy führte.

Ein 10.000 Euro-Gewinner

De Vries legte später in einem 1.900 Meter-Handicap nach, als er mit Shoemaker (11,7:1) für einen Treffer der so populären Stall Steintor-Farben sorgte. Erst auf dem letzten Wegstück beorderte er den von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf trainierten Wallach an Nomia vorbei. Little Love und Dafina komplettierten die Viererwette, die 20.000:1 Euro bezahlte. Ein Wetter gewann 10.000 Euro!

Die Favoritenwetter durften im anschließenden 2.000 Meter-Rennen für die Dreijährigen wieder jubeln, wenn sie auch ganz schön geschwitzt haben dürften, denn Bayarsaikhan Ganbat wartete lange mit der alles entscheidenden Attacke mit dem 1,9:1-Favoriten Wachmann aus dem Dresdener Stall von Stefan Richter. Doch von weit hinten bekam der Campanologist-Sohn, der auch noch eine Nennung für den Preis der Deutschen Einheit am 3. Oktober in Hoppegarten besitzt, Moon power und Let me know noch knapp zu fassen.

Glänzend läuft es unverändert bei dem Hannoverschen Trainer Bohumil Nedorostek, der mit dem speedstarken Power Jack (9,2:1, Wladimir Panov) in einem 1.300 Meter-Ausgleich III vor dem Brümmerhofer Anno Mio sowie Reine des Fleurs und Kareless zum Zuge kam. Die Viererwette bezahlte 2.857,1:1 Euro.

Cassilero in seinem Element

Der große Regen war ganz nach dem Geschmack des Erlenhofers Cassilero: Der zweite Tagessieger für Trainer Karl Demme und Jockey Wladimir Panov überraschte als 15,1:1-Außenseiter im Ausgleich I (22.500 Euro, 1.750 m). An der Spitze beschleunigte der schon achtjährige Spezialist für weichen Boden gegen Alinaro und Be Sweet immer wieder neu.

Gleich einen neuerlichen Treffer landete die frische Siegerin Circuskind (4,9:1) aus dem Stall von Frank Fuhrmann in einem 1.400 Meter-Handicap Maxim Pecheur eroberte bei seinem zweiten Treffer einen knappen Vorsprung auf Turfglocke und Ohne Tadel.

Erneut einen Erfolgstag hatte Bauyrzhan Murzabayev, denn neben dem Sieg mit Ladykiller im Listenrennen holte er sich auch einen 2.400 Meter-Ausgleich III. Es war sehenswert, wie die Nummer eins der Jockeys auf der 4,1:1-Chance die Riesenaußenseiterin Chesnee gerade noch abhielt. Mit Valentino Dancer wurde ein weiteres wenig gewettetes Pferd Dritter.


 

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