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Über 20.000 Besucher - Alaris wiederholt Vorjahrserfolg

Volksfeststimmung am Duhner Watt

Cuxhaven 26. August 2019

Rennen am Strand gibt es auf mehreren Bahnen in Europa. Aber die Linienführung eines 1200-Meter-Kurses mit zwei Bögen auf Wattuntergrund beim Duhner Wattrennen in Cuxhaven ist und bleibt in Europa einzigartig. Die Tribüne am Sonntag war einmal mehr der Nordseedeich, auf dessen Rückseite ebenfalls ein buntes Treiben mit Musik und einem reichhaltigen Unterhaltungsprogramm keine Langeweile aufkommen ließ.

Strahlender Sonnenschein sorgte für volle Ränge, mehr als 20.000 Besucher amüsierten sich prächtig, zumal es in den meisten der elf Rennen spannende Entscheidungen gab.

Im wichtigsten Galopprennen des Nachmittags wiederholte der von Katja Gernreich vorbereitete Alaris seinen Vorjahrserfolg. Alexander Weis beorderte seinen Schützling gleich an die Spitze, musste in der Schlussrunde aber einiges tun, um die unentwegt attackierende Lovely Dream abzuwehren.

Das andere Galopprennen ging nach einem Glanzritt von Janine Beckmann an Monte Cinq. Vorne stritten sich Pangania und Vesuv. Als eingangs des Schlussbogens beide nach außen wichen, schlüpfte Monte Cing innen durch und löste sich mit einigen Längen. Von diesem Vorspruch konnte der Wallach gegen die noch einmal nachsetzenden Pangania und Vesuv leben.

Traditionell steht in Duhnen das Trabrennen um das Blaue Band des Wattenmeeres im Mittelpunkt. Bikini de Larcy, kürzlich Sensationssieger in Drensteinfurt, attackierte in der Schlussrunde den führenden Run for the Roses und zog am Ende unwiderstehlich davon, dieser verteidigte aber das zweite Geld gegen die nachfolgenden Mitfavoriten Beau de la Vitard, Helios und Ricmic de Val. Für der 14jährigen Ricmic de Val war dies aus Altersgründen der letzte Auftritt im Watt. Der zweifache Triumphator im Blauen Band des Wattenmeeres wurde von Jos van der Meer, dem Präsidenten des Vereins für Pferderennen im Duhner Watt würdevoll verabschiedet.

Der immer stärker in den Vordergrund tretende Danny den Dubbelden hatte zuvor schon mit Hugo GT überlegen gewonnen und wurde einziger Doppelsieger des Tages.

Mit einem Paukenschlag endete das erste Trabrennen, als Jakobus Snoek mit dem ohne jegliche aktuelle Formen angetretenen Simoni’s Natural die Favoriten in die Schranken verwies. Die Dreierwette zahlte die Rekordquote des Tages mit 4.176,3:1. Der früher in Österreich beheimatete Wallach hat sich in seiner Hand offenbar wieder gefunden.

Noch mehr Geld gab es in der Schlussprüfung. Zur Siegquote von 47,3:1 ging der nach zwei dritten Plätzen sträflich unterschätzte Went Rower gleich an die Spitze und machte immer neue Reserven frei. Für seinen Steuermann Heinrich Wingen, der seit mehr als 40 Jahre als Amateur im Sulky sitzt, war dies nach langer Zeit wieder einmal ein voller Erfolg.

Die weiteren Trabrennen gingen an zwei beim Duhner Publikum besonders beliebte Fahrer. Bernd Schrödl aus Mageburg gewann wie schon 2018 mit Tufani Bes und der niederländische Rechtsanwalt Dr. Sjoerd van der Galien wurde nach dem Erfolg mit Gaga Beuckenswijk gefeiert, die beide am Ende souverän vorn waren.

Besonders populär ist in Duhnen immer das Trabreiten. Weit vor dem Feld lieferten sich El Raul und Vorjahrssieger Bizzy Tolli T ein packendes Duell, das der von Sytske de Vries meisterlich pilotierte El Raul am Ende sehr sicher für sich entschied.

Nach dem Renntag gab es bei Besuchern und dem Veranstalter nur zufriedene Gesichter. Mit 118.482 Euro wurde am Toto erneut ein beachtlicher Umsatz erreicht.
 

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