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Laccario gegen englische Galopp-Stars im 147. Longines Großer Preis von Baden

Die Rückkehr des Derbysiegers im Champions League-Highlight

Baden-Baden 30. August 2019

Grandioses Finale der Großen Woche am Sonntag auf der Galopprennbahn in Baden-Baden-Iffezheim: Mit dem 147. Longines Großer Preis von Baden (Gruppe I, 250.000 Euro, 2.400 m, 7. Rennen um 17:10 Uhr) steht eines der bedeutendsten Rennen der gesamten deutschen Saison 2019 innerhalb der German Racing Champions League bevor. Nicht zuletzt die deutsche Wunderstute Danedream steht in der Siegerliste dieses Top-Events.

Hochspannung herrscht, denn mit dem von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh für das Gestüt Ittlingen vorbereiteten Laccario (Eduardo Pedroza) gibt sich der aktuelle Derbysieger zum ersten Mal nach seinem beeindruckenden Erfolg im Rennen des Jahres in Hamburg die Ehre. Man darf gespannt sein, ob der Crack auch beim ersten Versuch gegen ältere Elite-Galopper in 2019 ungeschlagen bleibt.

Im Derby landete Accon (Jiri Palik) als Dritter, der danach in Düsseldorf sehr unglücklich unterlag, schon hinter ihm. Ein neues Gesicht auf diesem Niveau ist Stall Turffighters Ashrun (mit Star-Jockey Olivier Peslier aus Frankreich), der sich innerhalb kürzester Zeit mächtig gesteigert hat, als Listensieger im Derby-Trial in Hannover und Gewinner des Prix de Reux in Deauville. Auf eine Derby-Nachnennung hatte man bekanntlich verzichtet. Ashrun kommt wie Laccario aus dem Wöhler-Stall.

Hochkarätige Gäste

Die Konkurrenz für Laccario & Co. steckt in hochkarätigen Gästen aus England: Mark Johnstons Communique (Joe Fanning) ist als Zweiter aus dem Longines Großer Preis von Berlin noch bestens bekannt, als er nur dem starken Franzosen French King unterlag. Ghaiyyath (mit Top-Reiter William Buick) vertritt den Godolphin-Stall von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed. Vor einem Jahr gewann Best Solution genau in diesen Farben. Der jetzige Hoffnungsträger siegte im Frühjahr imponierend im Prix d‘ Harcourt, bevor er als Dritter im Prix Ganay etwas unter den Erwartungen blieb und seither pausierte.

Akribie (Martin Seidl) und Donjah (Lukas Delozier) sind besonders hochklassige Stuten, doch hier sieht es gegen die Spitzenhengste doch ziemlich schwer aus. Nur Außenseiter sind auch Colomano (Maxim Pecheur) und Amiro (Alexander Pietsch).

Baut Laccario seine Führung in der Gesamtwertung aus?

Laccario führt (gemeinsam mit dem Franzosen French King) mit 20 Punkten die Gesamtwertung der elf Rennen in sechs Galopp-Metropolen umfassenden Rennserie an. Bei den Jockeys liegt Eduardo Pedroza mit 28 Zählern an der Spitze vor Olivier Peslier (20 Punkte). In der Trainer-Wertung könnte Andreas Wöhler (28 Punkte) den führenden Markus Klug (29 Punkte) überholen.

Wer ist der beste Meiler?

Aber das ist nicht das einzige Highlight des Badener Mega-Tages. Denn im 86. Oettingen-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 1.600 m, 5. Rennen um 15:55 Uhr) treffen sich die Spitzenmeiler. Hier spricht vieles für einen Gäste-Triumph: Godolphins Vintager (William Buick) sicherte sich ein Gruppe III-Rennen in Chantilly und ist der Favorit. Crossing The Line (David Probert) diente sich über Handicaps hoch. Nyaleti (Joe Fanning) gewann 2018 die 1.000 Guineas in Düsseldorf.

Da wird es für die heimischen Hoffnungen nicht leicht, das Rennen im Lande zu halten. Stall Frohnbachs Wonnemond (Bayarsaikhan Ganbat) war hier Dritter im Vorjahr. Er meldete sich mit einem leichten Sieg in Köln wieder zurück. Auch die Stute Nica (Rene Piechulek) ist prächtig verbessert. Palace Prince (Filip Minarik) gilt als großer Bahnspezialist. Zargun (Lukas Delozier) lief als Fünfter in der Goldenen Peitsche gut und wurde nun nachgenannt.

Rahmenprogramm der Extraklasse

Insgesamt stehen am Finaltag zehn toll besetzte Prüfungen ab 13:30 Uhr an. Im Stadt Baden-Baden Cup (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m, 4. Rennen um 15:15 Uhr) sind 15 (!) hochklassige Stuten aus den verschiedensten Ländern engagiert - aus England, Frankreich, die Niederlande, Österreich, der Schweiz und Deutschland.

Mit dem The President of the United Arab Emirates Cup (Listenrennen, 40.000 Euro, 1.600 m, 3. Rennen um 14:40 Uhr) bietet man das bedeutendste Araberrennen hierzulande. Für den Gruppe I-Sieger Thayf (O. Peslier), im Besitz von Katar-Scheich Al Thani dürfte es kaum ein Verlieren geben. Auch hier könnte die Besetzung kaum internationaler sein.

Wett-Spektakel: 40.000 Euro in der Viererwette!

Den ganz großen Gewinn landen können Sie in der Wettchance des Tages in der Viererwette des 6. Rennens um 16:30 Uhr (Ausgleich IV, 1.600 m). Denn hier sind 40.000 Euro als Auszahlung garantiert (inklusive eines Jackpots von 8.875,42 Euro). Ein Riesenfeld von 17 Kandidaten versprechend eine exorbitante Quote. 15.000 Euro sind es in der zweiten Viererwette im Stadt Baden-Baden Cup.

Longines Prize for Elegance am Sonntag

Die Damen mit dem schicksten Outfit werden am Finalsonntag im Rahmen des Longines Prize for Elegance gekürt. Stargast ist die litauische Schauspielerin Ingeborga Dapkunaite, die schon an der Seite von Brad Pitt und John Malkovich gespielt hat. Für weiteren Glamour sorgen das Gesangsehepaar Jana Ina und Giovanni Zarella, TV-Moderator Marco Schreyl sowie Musikproduzent und Songschreiber Mousse T. („Sex Bomb“).
Nora Brandenburger („The Voice of Germany“) wird die Nationalhymne des Siegerteams des 147. LONGINES GROSSER PREIS VON BADEN live singen. Stimmungsvolle Bilder dürfte der Mannheimer Unternehmer und Kutschenliebhaber Heinz Scheidel mit einem Korso historischer Vierspänner liefern.

Quakenbrück präsentiert ein Jagdrennen durch den See!

Auch in Quakenbrück bekommen Sie am Sonntag eine tolle Karte an Pferderennen geboten, wobei die Galopper siebenmal mit von der Partie sind. Herausragende Prüfung ist das Alte Artländer Seejagdrennen (12.500 Euro, 3.400 m, 13. Rennen um 18:15 Uhr), bei dem die Pferde einen See durchqueren. Auch Vorjahressieger Wutzelmann (P. Slozil jr.) ist wieder dabei.

Vorletzte Runde im Besitzertrainer-Cup 2019

Für den Besitzertrainer-Cup 2019 findet am Sonntag, 1. September, in Quakenbrück der 5. von insgesamt sechs Wertungsrenntagen statt. In den sieben Galopprennen, die für die Wertung des Besitzertrainer-Cups relevant sind, werden 19 Pferde von 14 Besitzertrainern des Vereins an den Start gehen.

Nicht in Quakenbrück dabei ist der in der Zwischenwertung mit 38 Punkten führende Matthias Schwinn. Mit zwei Schützlingen taucht dagegen aber die auf Rang zwei liegende Anna Schleusner-Fruhriep (26 Zähler) auf. Sie ist mit Apoleon und Wutzelmann chancenreich in den beiden Jagdprüfungen vertreten. Ein Führungswechsel ist also nicht ausgeschlossen.

Nicht am Start bei diesem Traditionsrenntag sind auch Annick Gratz und Lucien W. J. van der Meulen (je 25), die in der Gesamtwertung gemeinsam Rang drei belegen, sowie Horst Rudolph und Caroline Fuchs (je 20) auf der Position fünf. Platz sieben hat Janine Beckmann (13) inne, die zwei Pferde in Quakenbrück an den Ablauf bringt, vor Selina Ehl (12) und Christoph Schwab (11). Gemeinsame Zehnte in der Zwischenwertung sind Jutta Nussbaum-Dey und Petra Sauter (je 10).

Das Finale des diesjährigen Besitzertrainer-Cups findet am 31. Oktober in Halle an der Saale statt. Dort werden dann auch die Siegerin oder der Sieger sowie die Platzierten geehrt. Im Vorjahr hatte sich Daniel Paulick mit 39 Punkten den Gesamtsieg gesichert. Die Besitzertrainer-Cup-Gewinner davor waren Horst Rudolph (2017/54) und Monika Lindemann (2016/42).

Wie gewohnt werden im Besitzertrainer-Cup bei allen Galopprennen von Voll- und Halbblütern in Flach- und Hindernisrennen die Punkte je nach Platzierung wie folgt verteilt:

1. Platz – 10 Punkte; 2. Platz – 8 Punkte; 3. Platz – 6 Punkte; 4. Platz – 4 Punkte; 5. Platz – 2 Punkte; jeder weitere folgende Platz – 1 Punkt.

Die gesammelten Punkte an allen sechs Wertungsrenntagen entscheiden über Sieger und Platzierte. Platz eins ist mit 1000 € dotiert. Der Zweitplatzierte erhält 500 €, der Drittplatzierte 300 € und der Viertplatzierte 200 € als Prämie. Als Neuerung 2019 erhalten zudem die Besitzertrainer auf den Plätzen 5 bis 10 jeweils 100 €.

Mit dem Besitzertrainer-Cup will der Verein Deutscher Besitzertrainer Startanreize für seine Mitglieder geben. Gleichzeitig werden auch die jeweiligen Rennvereine unterstützt, da durch die zusätzliche „Gewinnmöglichkeit“ mehr Starter von Besitzertrainern zu erwarten sind.



Champions League

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