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Fünf Rennen werden von Frauen gewonnen

Ladies Day in Seckenheim

Mannheim 22. September 2019

Lokalmatador Marco Klein ist auf seiner Heimatbahn in Seckenheim immer erfolgreich. Nachdem der Mannheimer Trainer bereits an Fronleichnam vier Rennen gewonnen hatte, stellte er auf der Waldrennbahn am Sonntag beim Radio Regenbogen-Renntag zwei Sieger. Gleich das erste Rennen, eine Prüfung für Dreijährige über 1900 Meter, ging durch Reine Noire in sein Quartier. Stalljockey Tommaso Scardino zeigte auf der Stute, die mit einer Quote von 5,5:1 nicht einmal favorisiert war, einen ganz abgezockten Ritt, führte die im Besitz des Südwestdeutschen Galoppclubs, einer großen Besitzergemeinschaft, stehende Stute zu einem leichten Sieg. "Das war heute mein größter Mumm von allen meinen Startern”, erklärte Klein nach dem Rennen.

Und eine halbe Stunde später wurde der 39jährige erneut zur Siegerehrung gerufen, als seine Bahnspezialistin Smentana einen Ausgleich III über 2500 Meter gewann. Geritten wurde die Siegerin allerdings von Hana Mouchova, da Tommaso Scardino die 53,5 Kilo nicht in den Sattel bringen konnte, die die Stute zu tragen hatte. Scardino wurde mit dem zweiten Klein-Starter in diesem Rennen, Flight To Hongkong, Vierter.

Im Hauptrennen des Tages, dem Preis der B.A.U. Mannheim, einem Ausgleich II über 1900 Meter, ging Klein mit Kitaneso allerdings leer aus, denn der Vorjahressieger landete nur auf dem siebten Platz. Hier ging der Sieg nach Karlsruhe in den Stall von Besitzertrainer Stefan Birner, als Somke on the Water unter der jungen Cecilia Müller, die einen couragierten Ritt zeigte, Start-Ziel nach Hause kam. Pour le Coeur, Laquyood und auch der Favorit Numerion, der in dieser Saison bereits zwei Rennen in Seckenheim gewonnen hatte, waren ohne Möglichkeiten gegen den Achtjährigen, der in jungen Jahren mal in noch besserer Klasse zuhause war.

"Er war richtig gut drauf, hatte nur im Schlussbogen einen kleinen Schwächemoment. Aber dann hat er wieder richtig Gas gegeben”, so die Amazone, die mit ihrem Pferd im Ziel einen Vorsprung von eineinviertel Längen auf den Zweiten hatte. Smoke on theWater, für den es der fünfte Sieg in Mannheim war, war als zweitgrößter Außenseiter in das von neun Pferden bestrittene Rennen gegangen. Wer 10 Euro auf den Sieg des Wallachs gesetzt hatte, bekam 254 zurück. Für die Besitzer Nadine und Stefan Birner war es das zweite freudige Ereignis innerhalb kürzester Zeit, denn erst vor kurzem hatten sie Nachwuchs bekommen, der dann auch bei der Siegerehrung mit von der Partie war.

Nicht nur im Hauptrennen saß eine Frau im Sattel des Siegers, nicht weniger als fünf der neun Rennen wurden von weiblichen Reitern gewonnen. Neben Hana Mouchova und Cecilia Müller waren nämlich auch noch LiubovGrigorieva mit Dawn Prayer im Ausgleich IV über 1400 Meter, Laura Giesgen mit Baker Street im Ausgleich IV über 1900 Meter, und Maike Riehl mit Guardian Witch im Sieglosenrennen über 2500 Meter erfolgreich. Letztgenannte Stute gehört dem weltberühmten Gestüt Schlenderhan aus Quadrath-Ichendorf vor den Toren Kölns, das Deutschlands ältestes Privatgestüt ist.

Ein echtes Highlight war natürlich wieder einmal das Jagdrennen, in dem mit Serienlohn, Wutzelmann und dem besten Halbblüter des Landes, Apoleon, drei der besten deutschen Hindernispferde an den Start kamen. Hier siegte Letztgenannter unter Diego Declercq vor seinem Stallgefährten Wutzelmann und Serienlohn. Mit dem Wallach hat man ein ambitioniertes Ziel: Er soll im Grand National in Liverpool laufen, dem berühmtesten Hindernisrennen der Welt!

Bei optimalen Temperaturen und Sonnenschein war die Bahn mit 4.500 Zuschauern gut besucht. Der nächste Renntag, der gleichzeitig das Saisonfinale ist, ist der Oktoberfestrenntag am 26. Oktober.


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