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Delozier/Schiergen mit Überraschungssieg durch Kronprinz in Düsseldorf

Der Super-Start des neuen Teams

Düsseldorf 29. September 2019

Was für ein Triumph für das neuformierte Team: Der französische Lukas Delozier (22), ab dem 1. Oktober neuer Stalljockey am Asterblüte-Quartier von Peter Schiergen in Köln, gewann am Sonntag mit dem Riesenaußenseiter Kronprinz (Quote: 18,6:1) beim Saisonfinale auf der Galopprennbahn in Düsseldorf den 99. Großen Preis der Landeshauptstadt Düsseldorf (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m).

Der im Besitz von Abdulmagid Alyousfi stehende Gruppesieger – er hatte 2018 das Dr. Busch-Memorial in Krefeld gewonnen – hatte sich im Winter mehrfach in Dubai versucht, doch seit Juni 2018 kein Rennen mehr gewonnen. Auf dem nach den Regenfällen weich gewordenen Boden war der vierjährige Lord of England-Sohn aus der Zucht des Gestüts Etzean offenbar in seinem Element.

Nachdem die heiße Favoritin Nica bis in die Zielgerade hinein vor Sun at work, Broderie und dem innen postierten Kronprinz geführt hatte (vorausgegangen war ein Fehlstart), sorgte Lukas Delozier schon weit vor dem Ziel für die Vorentscheidung. Auf einen Rush löste sich Kronprinz in ganz großer Manier und mühelos mit vier Längen Vorsprung von seinen sechs Konkurrenten (Viva Gloria war abgemeldet worden) und stand früh als Gewinner des Siegpreises von 32.000 Euro fest. Beim 19. Start war es der vierte Erfolg für Kronprinz, der seine Gewinnsumme auf 160.773 Euro steigerte.

„Mit einem Sieg hatte ich nicht gerechnet, aber mit einer guten Vorstellung“, erklärte Siegtrainer Peter Schiergen. „Kronprinz mag offenbar diesen Boden, auch die Pause hatte ihm gut getan. Vielleicht startet er nun in der Baden-Württemberg-Trophy in Baden-Baden.“

Favoritin Nica nur Vierte

Mit einer tollen Schlussoffensive eroberte mit Ninario ein weiterer Außenseiter noch den zweiten Platz, mit Nase-Vorteil gegenüber der im Besitz von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed (Stall Godolphin) stehenden Broderie, die lange sehr gute Szenen hatte, und der an der Spitze früh nicht mehr zwingend wirkenden Nica. Sun at work, Emerita und die Engländerin Bella Ragazza spielten bald keine Rolle mehr.

Englische Favoritin kämpft groß

Sie brachte Top-Empfehlungen aus England mit und wurde ihrer Rolle als 2,7:1-Favoritin auch glänzend gerecht: Romsey, eine zweijährige Mukhadram-Tochter, feierte im RaceBets.de – Winterkönigin-Trial (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.500 m) für Trainer Hugh Morrison einen sicheren Erfolg. Weltklasse-Jockey Gerald Mossé musste sich aber ganz schön rühren, um die vorne lange bestens dagegenhaltende Sound Machine und die heranfliegende Flamingo Girl noch zu bezwingen.

Vielversprechende Nachwuchsgalopper

Vielversprechende Nachwuchsgalopper dürfte man in den beiden Zweijährigen-Prüfungen gesehen haben: Im einleitenden 1.400 Meter-Rennen stiefelte die von Miltcho Mintchev in Köln für Litex Commerce engagierte Gleneagles-Tochter Tabera (4,4:1) mit Filip Minarik vom Start bis ins Ziel mit deutlichem Vorsprung davon. Die Favoritin Always Dreaming kam erst spät besser in Fahrt und schob sich noch auf Platz zwei vor Bastiano. Der Preis der Winterkönigin und der Henkel – Preis der Diana im nächsten Jahr könnten auf der Agenda von Tabera stehen.

Tor für die Torjäger

Gleich beim ersten Start gab es ein „Tor“ für den Stall Torjäger um einige prominente Fußball-Größen mit der Lope de Vega-Tochter Kalifornia Queen (5,2:1), die mit Andrasch Starke in einem 1.700 Meter-Rennen die Konkurrenz überrollte. Die stets führende Sovereign State wehrte die Favoritin Feliciana für Rang zwei ab. Die Siegerin besitzt Nennungen für das BBAG Auktionsrennen am 3. November in München und die Diana 2020.

Andrasch Starke, der neue Stalljockey von Henk Grewe (siehe Extra-Text), legte in einem 1.400 Meter-Handicap nach, als er mit Olga Laznovskas Hope Solo (3,9:1) einen hauchdünnen Vorsprung gegen Ice Club und Tribesman nach Hause brachte.

Ein Wetter kassiert 10.000 Euro!

Genau richtig stand der Zielpfosten in einem 2.100 Meter-Ausgleich IV für die dreijährige Stute Enyama (12,7:1), die Fabian Xaver Weißmeier plötzlich Ende der Gegenseite auf einen Rush Längen vor das Feld schickte. Einen kurzen Kopf rettete die von Regine Weißmeier trainierte Lady gegen Ragazza ins Ziel, dahinter komplettierten Königin Simona und Tshirina die Viererwette, die 20.000:1 Euro bezahlte. Jubeln durfte ein Wetter, er hatte als Einziger diese Reihenfolge richtig vorhergesagt und bekam stolze 10.000 Euro ausgezahlt!

Noch viel mehr können dürfte Gestüt Weiherwiesens Caro Player, der als 4,5:1-Favorit im 1.700 Meter-Ausgleich III für die Mülheimer Trainerin Yasmin Almenräder mit Jockey Adrie de Vries spazieren ging. Hellomoto schob sich noch auf den Ehrenrang vor Shambhala.

Mit einem weiteren Außenseiter-Erfolg klang das Düsseldorfer Rennjahr 2019 aus, als die Mülheimer Trainerin Doris Smith mit Rockwell Lloyd (15,2:1) mit Miguel Lopez gegen Simbaya und Germanwings zum Zuge kam.



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