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Mega-Quoten bei Anna Magnolia-Triumph in Hannover

Die Stuten-Sensation

Hannover 29. September 2019

Präsidenten-Jubel nach einem wahren Toto-Schocker beim Oktoberfestrenntag am Sonntag in Hannover: Die im Besitz des Gestüts Brümmerhof von Neue Bult-Boss Gregor Baum und seiner Ehefrau Julia stehende und von Dominik Moser vor Ort trainierte Anna Magnolia gewann unter dem Franzosen Julien Guillochon zur Mega-Quote von 44:1 den Großen Preis der BMW Niederlassung Hannover (Listenrennen, 25.000 Euro, 2.200 m).

Die fünfjährige Makfi-Tochter überbot sämtliche Vorformen und verdrängte genau auf der Ziellinie mit einem kaum mehr für möglich gehaltenen Endspurt noch die ebenfalls als Außenseiterin gestartete Nathan Mnm (15,3:1). Dahinter flog die 32,5:1-Chance Amarone sensationell auf Rang drei. Diese Dreierwette war kaum vorherzusehen, wurde nicht getroffen und bewies, dass Stutenrennen ihre eigenen Gesetze haben. Allein schon für die Zweierwette gab es 1.271,1:1 Euro.

Vierte wurde Arktis, die noch sehr viel Boden gutmachte, während die stark gewetteten Quita (war unterwegs sogar Letzte) und Eleni sowie Panthea bald keine Rolle mehr spielten.

Pedroza-Power auf Ghislaine

Bis zum Saisonende ist Eduardo Pedroza noch der Stalljockey Nummer eins am Großquartier von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh. Und im Großen Preis der Wohnungswirtschaft (Listenrennen, 25.000 Euro, 1.400 m) demonstrierte der mehrfache Champion wieder sein großes Können, als er für seinen Chef und Besitzer Dr. Christoph Berglar aus Köln die dreijährige Stute Ghislaine zu einem sehr sicheren Sieg führte.

Sofort an zweiter Stelle hinter der Französin Castle Of May postiert, reagierte die 5,6:1-Mitfavoritin stark auf die Hilfen ihres Reiters und ließ sich den sicheren Vorsprung nicht mehr nehmen, auch wenn Castle Of May noch einmal groß anzog und vor der stark nachsetzenden K Club und Elegant Light Zweite wurde. Von Shafran Mnm war diesmal nicht viel zu sehen.

Ein Pferd mit „Phantasie“

Im Preis des Winterfavoriten, dem großen Highlight für zweijährige Pferde in einer Woche in Köln, gilt Wonderful Moon als einer der Favoriten. Anfang September musste die von Jean-Pierre Carvalho für das Gestüt Höny-Hof trainierte Ocean Fantasy nur diesem jungen Hoffnungsträger den Vortritt lassen. Nun reichte es in einer 1.600 Meter-Prüfung zum Auftakt des Oktoberfest-Renntages zum ersten Erfolg. Mit viel Speed stürmte die 2,6:1-Favoritin mit Michael Cadeddu noch an der Protectionist-Schwester All Powerful und der lange führenden Eleonora vorbei. Ocean Fantasy besitzt Engagements im Preis der Winterkönigin sowie im Henkel – Preis der Diana 2020.

Badischer Jubel – Hammer-Hansen-Doppel

Badischer Jubel in Hannover: Die Besitzergemeinschaft des Turf Club Baden durfte sich im 1.400 Meter-Ausgleich II über den leichten Erfolg von Sugar Daddy (8,5:1) freuen. Unter dem eigens für diesen Renntag aus England angereisten Thore Hammer-Hansen löste sich der von seinem Vater Lennart in Iffezheim vorbereitete Hengst klar von dem lange führenden Power Jack und Anno Mio.

Gleich eine halbe Stunde später wurde Thore Hammer-Hansen erneut zur Siegerehrung gebeten, denn die schon in Grupperennen in Erscheinung getretene Stex (1,4:1-Favoritin) aus dem Hoppegartener Quartier von Roland Dzubasz fand in einem 2.000 Meter-Rennen eine verlockende Aufgabe vor. Früh dominierte die Lord of England-Tochter und könnte nun den Herbst Stutenpreis beim Hannoverschen Saisonfinale am 27. Oktober ansteuern.

Schon sehr früh stand der Erfolg der Bahnspezialistin Chesnee (4,6:1) für den Hannover-Coach Bohumil Nedorostek in einem 2.200 Meter-Ausgleich III fest. Problemlos setzte sich die Mitfavoritin von Moon Power und Salve Annetta ab.

Weicher Boden ist das Lieblingsgeläuf von Saxone, der für Trainer-Altmeister Hans-Jürgen Gröschel mit Martin Seidl als 3,3:1-Chance souverän den 1.600 Meter-Ausgleich III vor Nordinsky und Candy Crush an sich brachte.

Ein gewaltiger Schlussspurt auf der Zielgeraden sorgte für den ersten Treffer der Halbblüterin Shannen (8:1) mit Carlos Henrique in einem 1.750 Meter-Ausgleich IV. Die von Pavel Vovcenko in Bremen-Mahndorf trainierte Adlerflug-Tochter ließ dem Veteran Ohne Tadel, sowie Silver Silk und Lovely Dream keine Chance. Die Viererwette  wurde nicht getroffen.

Moser auf der Überholspur

Einen tollen Tag für das Gestüt Brümmerhof krönte der Dreijährige Shamox (6,7:1), der mit Wladimir Panov für Trainer Dominik Moser in einem 2.000 Meter-Handicap Shoemaker und Colorado Sun niederkämpfte.

Moser legte sogar noch einen dritten Treffer und Panov einen zweiten Punkt nach, als Gestüt Haus Ittlingens Luciani (2,5:1) wie schon zuletzt auf dieser Bahn Yori und Arabino distanzierte.

Top-Platzgelder in Straßburg-Highlight

Sehr gute Platzgelder sprangen für deutsche Pferde im Grand Prix de la Grand Est (Listenrennen, 60.000 Euro, 2.100 m) am Sonntag in Straßburg heraus. Hinter Yvonne Vollmers überlegenem Sieger Monsieur Croco (L. Boisseau) wurde der Ittlinger Nikkei (E. Hardouin/P. Schiergen) Zweiter vor Wai Key Star (A. Lemaitre/S. Steinberg) und dem im Mitbesitz von Klaus Allofs stehenden Rolando (B. Murzabayev/A. Wöhler).

 

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