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Karlshofer Stute dominiert im höchstdotierten Zweijährigen-Rennen Deutschlands

Die 100.000 Euro-Show von No Limit Credit

Baden-Baden 19. Oktober 2019

Jede Menge Geld für No Limit Credit: Die von Andreas Suborics in Köln für das Gestüt Karlshof (Gernsheim) trainierte zweijährige Stute mit diesem einprägsamen Namen triumphierte am Samstag beim Sales & Racing Festival auf der Galopprennbahn in Baden-Baden im höchstdotierten Rennen für die Nachwuchsgalopper. Mit dem französischen Jockey Clement Lecoeuvre galoppierte die Night of Thunder-Tochter, die als Jährling bei der BBAG-Auktion bei 32.000 Euro nicht verkauft worden war, im Ferdinand Leisten-Memorial (BBAG Auktionsrennen, 200.000 Euro, 1.400 m) 100.000 Euro Siegprämie auf das Konto der auch als Züchter zeichnenden Familie Faust.

Es war ein absoluter Triumphzug, den die Gewinnerin des Dortmunder Auktionsrennens auf den Iffezheimer Rasen zauberte. Mit sage und schreibe fünfeinhalb Längen Vorsprung stiefelte die von dritter Position auf der Zielgeraden ganz außen wie ein Turbo zündende No Limit Credit zur Quote von 5,3:1 davon. Es war beim fünften Auftritt ihr zweiter und natürlich bedeutendster Erfolg.

„Sie ist immer besser geworden“

„Der Rennverlauf war sehr gut. Die Stute ist von Rennen zu Rennen immer besser geworden. Heute hatte sie die Hengste mehr als sicher im Griff. Die Art und Weise war unbeschreiblich. Sie besitzt eine enorme Beschleunigung. Was wir jetzt machen, werde ich in Ruhe mit den Besitzern abstimmen“, erklärte Trainer Andreas Suborics.

Soul Train schob sich auf den letzten Metern noch auf den lukrativen Ehrenplatz. „Er hat sich weiter verbessert, das war sehr gut“, versicherte sein Coach Andreas Wöhler. Lange schien Prince Percival Zweiter zu werden. „Schade, dass er diesen Rang noch verloren hat, aber die Leistung war dennoch stark“, meinte Trainer Markus Klug zum Drittplatzierten. Auch Sovereign State hielt sich als Vierter gut. Keine Akzente setzen konnten diesmal die vier Pferde von Trainer Henk Grewe, wobei der Favorit Zavaro nie gefährlich wirkte und als 14. einkam. „Er war zu keinem Zeitpunkt im Rennen, wir werden schauen, was da los war“, sagte der Betreuer.

Emoji macht viele Wetter glücklich

Die Zweijährigen von Trainer Henk Grewe sind kaum aufzuhalten. Im einleitenden 1.600 Meter-Rennen dominierte die erstmals aufgebotene Emoji (1,9:1-Favoritin) in einer beeindruckenden Art und Weise. Früh an der Spitze, distanzierte die von Carlos Henrique gerittene Soldier Hollow-Tochter die von Landbaron und Acturus angeführte Konkurrenz mit 14 Längen Vorsprung.

Nummer 300 für Henk Grewe & De Vries bald nach Dubai

Und auch der 300. Karrieretreffer von Henk Grewe ließ nicht mehr lange auf sich warten: In einem 2.000 Meter-Ausgleich III kehrte Eckhard Saurens Yes he can (6:1) wieder auf die Siegerstraße zurück und kam zu seinem dritten Saisonerfolg. Mit starken Reserven schob sich Adrie de Vries, der nach dem Sonntagsrenntag zu einem Winter-Trip nach Dubai aufbrechen wird, noch locker an den Konkurrenten vorbei. La Sadira, Departing und Adaris komplettierten die Viererwette, die 5.000:1 Euro bezahlte. Vier Wetter bekamen je 2.500 Euro.

„Wir hatten in der Vorbereitung ein paar Kleinigkeiten geändert, da er etwas unauffällig gelaufen war, jetzt hat wieder alles gepasst“, sagte Grewe. Wegen eines Defekts an der kleinen Startmaschine mussten die Rennen 3 bis 5 mit der Flagge gestartet werden.

Starke Iffezheimer Bilanz

Einen Iffezheimer Sieg gab es in einem sehr packenden 2.400 Meter-Ausgleich II, denn Conny Whitfields Analeon (11,5:1) überrollte mit Carlos Henrique (zweiter Tagessieg) noch hauchdünn den ebenfalls als Außenseiter gestarteten King Nonontais und Mondaine.

Und die Iffezheimer Trainingszentrale sicherte sich auch ein 2.000 Meter-Rennen, als der hier tätige, aber aus Österreich stammende Betreuer Gerald Geisler mit der bezeichnenderweise Hallo Wien heißenden 12,7:1-Außenseiterin unter Filip Minarik noch knapp gegen Moon power und Suquamish auftrumpfte.

Sieg trotz Krampf: Helen Böhler

Helen Böhler, erfolgreiche Amazone und Lebensgefährtin von Vinzenz Schiergen, ließ sich den Endlauf zum Nachwuchsförderpreis der Mehl-Mülhens-Stiftung (Ausgleich IV, 2.400 m) nicht nehmen - mit dem erstmals unter der Regie von Peter Schiergen engagierten Tintoretto (9,6:1), der Start-Ziel gegen den etwas zu spät heranfliegenden Azonto sowie Past Sina sein erstes Rennen gewann. Der Gesamtsieg in der Wertung stand für Cecilia Müller bereits fest vor Helen Böhler, die unterwegs einen Krampf im Knie erlitten hatte, aber den Sieg heute trotzdem unter Dach und Fach brachte und erfreulicherweise an der Siegerehrung teilnehmen konnte.

Sensations-Dreierwette

Mit einer Sensation endete der 1.600 Meter-Ausgleich IV, denn Gestüt Haus Hahns Latroya, die mit Liubov Grigorieva die Gegner überrollte, hatten nur wenige Wetter auf ihrem Schein. Mit 40,3:1 war die Quote entsprechend hoch. Ganz zuletzt lief sie noch an den weiteren Außenseitern Divahora, Lovely Dream und Avarengo vorbei. Die Dreierwette brachte stolze 10.549,7:1 Euro. Die Viererwette wurde nicht getroffen.

Im abschließenden 1.800 Meter-Rennen wehrte Adrie de Vries auf Gestüt Niederrheins Neottia (4,4:1) aus dem Mülheimer Quartier von Yasmin Almenräder von der Spitze aus die sehr schnell werdenden Solid Gold und Marche Nuptial ab.

 

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