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Dato und Tex Hollow triumphieren beim Mannheimer Saisonfinale

Woeste-Pferde beherrschen den Oktoberfest-Renntag

Mannheim 26. Oktober 2019

Albrecht Woeste, ehemaliger Präsident des Direktoriums für Vollblutzucht und Rennen, ist eher ein seltener Gast auf der Waldrennbahn in Mannheim-Seckenheim. Doch am Samstag war der Düsseldorfer beim Saisonfinale, dem Oktoberfest-Renntag live vor Ort, denn mit dem Dreijährigen Dato im Ausgleich I, und der Stute Tex Hollow, die im Sieglosenrennen über 1900 Meter als haushohe Favoritin an den Start kam, hatte er mit seinem Stall Grafenberg zwei hochinteressante Starter.

Und die Reise nach Baden-Württemberg hatte sich mal so richtig gelohnt, denn beide Pferde kehrten als hochüberlegene Sieger in den Absattelring zurück. Sascha Smrczeks Dato, der unter Lukas Delozier als 3,6:1-Favorit in den Preis der B. A. U. Mannheim gegangen war, gewann das mit 22.500 Euro dotierte Top-Handicap über 1900 Meter Start-Ziel mit siebeneinhalb Längen Vorsprung gegen Numerion, hinter dem mit Manipur ein weiteres stark gewettetes Pferd den dritten Platz belegte.

Die ebenfalls von Sascha Smrczek trainierte Tex Hollow, die im Sieglosenrennen über 1900 Meter, dem letzten Rennen der Mannheimer Saison, als 1,2:1-Favoritin angetreten war, setzte noch einen drauf, denn mit einem Vorsprung von 25 (!) Längen gegenüber dem Zweiten Axxell dürfte sie einer der überlegensten Sieger der gesamten Saison gewesen sein. Auch hier saß Lukas Delozier im Sattel.

Pecheur holt auf

Wie der Franzose und Sascha Smrczek konnte sich auch Maxim Pecheur über zwei Siege freuen, denn der Zweite der aktuellen Jockey-Statistik nutzte die Zwangspause von Bauyrzhan Murzabayev (der Kasache saß eine Sperre ab), und verkürzte den Abstand zum Ersten der Statistik auf nunmehr vier Punkte.

Zunächst ritt Pecheur im Ausgleich IV über 1900 Meter den 9,5:1-Außenseiter Nantiago zum Sieg. Mit einem Hals-Vorteil siegte der Schützling von Uwe Schwinn gegen Rock of Cashel, König Arte, und Sybil Grand. Die Viererwette zahlte dabei 4.000,0:1. Sieg Nummer zwei gelang dem bei Markus Klug im Gestüt Röttgen angestellten Jockey dann im Maidenrennen der Dreijährigen über 1900 Meter, in dem er die von seinem Chef für das Gestüt Röttgen trainierte Sternjuwel als 2,2:1-Favoritin locker zum Sieg führte. Nicht weniger als elf Längen legte Sternjuwel zwischen sich, und die Zweitplatzierte Champagne Clouds.

Drei Treffer für Marco Klein

Überhaupt gab es beim Saisonfinale, das aufgrund von Verkehrsproblemen (einige Pferde erreichten die Rennbahn erst spät) mit einer 15-minütigen Verspätung gestartet wurde, viele überlegene Siege. So auch im ersten Rennen, dem Altersgewichtsrennen über 2500 Meter, in dem die von Marco Klein trainierte Lokalmatadorin Thunder Light (Tommaso Scardino, 4,5:1) mit nicht weniger als 13 Längen Vorsprung gegen den Favoriten Kingdom of Heaven siegte.

Dieser Treffer war der Auftakt einer Triplette für den erfolgreichen Mannheimer Trainer, denn dieser stellte mit dem Bahnspezialisten Kitaneso (Maike Riehl, 6,5:1), der gegen seinen Trainingsgefährten Earl gewann, und der im Besitz des Stalles Comet stehenden Stute Wüsetnlady (Ricardo Mela, 10,0:1), noch zwei weitere Sieger.

Einen vierten Treffer verpasste Klein im Ausgleich IV über 2500 Meter, denn hier hatte der von ihm trainierte Dreijährige Bergpfad als Zweiter keine Chance gegen Henk Grewes Indara, als die von Carlos Henrique gerittene 2,7:1-Favoritin mit einem Vorsprung von achteinhalb Längen vor dem Klein-Schützling nach Hause canterte.

Alkuin Dritter im St. Leger Italiano

Fünf deutsche Gruppestarter gab es am Samstag in Saint-Cloud und Mailand. Beste Ausbeute für das deutsche Quintett war dabei der dritte Platz des von Waldemar Hickst für Besitzer Guido Schmitt trainierten Alkuin im St. Leger Italiano. Der als klarer Favorit gestartete Vierjährige kam unter Alexander Pietsch in dem mit 71.500 Euro dotierten Gruppe III-Rennen über 3000 Meter auf der Rennbahn San Siro zwar schon früh nicht mehr für den Sieg in Frage, landete im Feld von fünf Pferden aber immerhin noch auf dem dritten Platz.

Die von Henk Grewe trainierte Dreijährige Ormuz (Dario Vargiu) aus dem Besitz von Darius Racing wurde nur Fünfte und damit Letzte. Der Sieg ging an Pretending (Alduino Botti/Fabio Branca).

In Saint-Cloud gab es fünfte Plätze für Mirek Rulecs dreijährige Stute Jackson Hole (Antoine Hamelin) im mit 80.000 Euro dotierten Prix de Flore, einem Stutenrennen auf Gruppe III-Niveau über 2100 Meter, und Werner Hausteins Sun at work (Eddy Hardouin) im Prix Perth, einer weiteren Gruppe III-Prüfung, die über die Meile führte, und in der es ebenfalls um 80.000 Euro ging. Sascha Smrczeks Wonnemond (Bayarsaikhan Ganbat) belegte in diesem Rennen den achten Platz. Die Siege in den beiden Grupperennen gingen an Jerome Reyniers Spirit of Nelson (Maxime Guyon), bzw. die aus England angereiste Favoritin Miss O'Connor (William Haggas/Pierre-Charles Boudot).


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