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Derby-Jahrgang muss sich beim Saisonauftakt beweisen

Galopp Mülheim: Hans-Walter Hiller setzt auf „Trainingsmuffel“ Magaluf

Mülheim/Ruhr 7. April 2013

Der Derby-Jahrgang der Dreijährigen steht beim Saisonauftakt auf der Mülheimer Galopprennbahn am Sonntag im sportlichen Mittelpunkt.

Mülheim (mspw). Für sechs Starter geht es beim 17. Sparkassen-Renntag am Raffelberg im mit 10.000 Euro dotierten „Preis der Sparkasse Mülheim an der Ruhr“ nicht nur darum, den ersten Sieg als Dreijährige in ihrer noch jungen Laufbahn zu landen. Der siegreiche Besitzer in dieser 2.200 Meter-Prüfung, die von der Besitzervereinigung für Vollblutzucht und Rennen mitgesponsert wird, kann sich außerdem über beachtliche 5.000 Euro Siegpreis-Geld freuen.Besonders interessant: Vier der sechs Teilnehmer besitzen auch eine Nennung für das Deutsche Galopper-Derby, das am 7. Juli auf der Rennbahn in Hamburg-Horn entschieden wird. Einer von ihnen ist der von Hans-Walter Hiller (Alpen) für Annabelle und ihren Vater Ludwig Hoeps (Sinzheim/Rheurdt) trainierte Magaluf. Der Hengst war bereits als Zweijähriger zweimal im Einsatz. Bei seinem Debüt Ende September in Köln wurde er in einem mit 6.600 Euro dotierten Rennen Sechster, Mitte Oktober belegte er in Iffezheim bei Baden-Baden (8.000 Euro-Rennen) Platz drei.„Magaluf ist ein ausgesprochener Trainingsmuffel“, sagt Hiller, Championtrainer von 1999, über seinen Schützling. „Auch im Rennen trödelt er zunächst oft noch etwas herum. In der entscheidenden Phase kann er aber extrem aufdrehen. Ich sehe ihn auf längeren Distanzen wie in Mülheim über 2.200 Meter gut aufgehoben.“Als Jockey für Magaluf wurde Terence Hellier (Köln) verpflichtet. Der Sohn des Mülheimer Trainers Bruce Hellier ist aktueller Derby-Siegreiter. Mit dem von Mario Hofer (Krefeld) trainierten 321:10-Außenseiter Pastorius hatte „Terry“ 2012 im wichtigsten Rennen für Dreijährige in Deutschland triumphiert. Nun soll er Magaluf zum ersten Karrieresieg reiten.Zu den fünf Konkurrenten von Magaluf gehören gleich zwei Pferde aus dem Besitz des Stalles Nizza von Jürgen Imm (Freiburg). Der Hengst Cafe au lait, trainiert vom mehrmaligen Champion Christian von der Recke (Weilerswist) und geritten vom Niederländer Adrie de Vries, entschied in seiner ersten Saison als Zweijähriger zwei seiner drei Auftritte für sich und wurde einmal Dritter. Auch Cafe au lait, der bereits eine Gewinnsumme von 8.700 Euro aufweist und damit der „Großverdiener“ im Mülheimer Feld ist, besitzt eine Nennung für das „Blaue Band“ in Hamburg-Horn.Für Jumping Jack, den zweiten Teilnehmer des Nizza-Stalles, gilt das nicht. Der Wallach aus dem Trainingsquartier von Mario Hofer (Krefeld) war im vergangenen Jahr zweimal im Einsatz. Nach einem zehnten Platz in München sprang beim zweiten Start in Hannover immerhin Rang drei heraus. „Das zweite Laufen war okay“, ist Hofer für Mülheim guter Dinge, „zumal die Distanz dem Wallach entgegen kommt“. Jockey von Jumping Jack ist Trainer-Tochter Steffi Hofer (Krefeld), die ihn aus der Trainingsarbeit bestens kennt.Für einen der vorderen Plätze dürfte auch Ambizioso aus dem Trainingsquartier von Peter Schiergen (Köln) in Frage kommen. Der Hengst steht mit dem Kölner Jockey Filip Minarik vor seinem ersten Start überhaupt, hat aber bereits den Respekt der Konkurrenz sicher. Mario Hofer: „Der wird sicher gleich eine gute Rolle spielen.“Aus Heumar bei Köln kommt der von Markus Klug vorbereitete Hengst Schulz (Jockey: Daniele Porcu/Düsseldorf) nach Mülheim. Das Teilnehmerfeld wird von Takeda Shingen komplettiert, der von Helga Dewald (Dormagen) trainiert und am Raffelberg vom Belgier Stephen Hellyn geritten wird. Der Hengst ist neben Jumping Jack der einzige Starter ohne Nennung für das Deutsche Derby.

 

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