Login
Trainerservice
Schliessen
Login

Imponierende Vorstellung im Busch-Memorial

Chopin macht die Musik

Krefeld 21. April 2013

Hat Krefeld am Sonntag wieder den Derbysieger gesehen? Diese Frage muss erlaubt sein nach dem Großen Ehrmann-Cup – Dr. Busch-Memorial (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m). Denn in einer Manier, die den Zuschauern in Krefeld den Atem nahm, triumphierte Gestüt Graditz‘ Chopin (42:10) unter einem wie entfesselt agierenden Andrasch Starke (vier Tagessiege) in diesem Highlight.

Hat Krefeld am Sonntag wieder den Derbysieger gesehen? Diese Frage muss erlaubt sein nach dem Großen Ehrmann-Cup – Dr. Busch-Memorial (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m). Denn in einer Manier, die den Zuschauern in Krefeld den Atem nahm, triumphierte Gestüt Graditz‘ Chopin (42:10) unter einem wie entfesselt agierenden Andrasch Starke (vier Tagessiege) in diesem Highlight.

An dritter Position hinter dem Winterfavoriten Limario und Anatol Artist fand Chopin, der schon bei seinem einzigen Vorjahresstart in Frankfurt imponiert hatte, auch ein ideales Rennen vor. In ganz großer Art und Weise ließ der Santiago-Sohn mit acht Längen Vorteil die Gegner regelrecht stehen und empfahl sich für die ganz großen Events.

Chopin hatte über Winter einen weiteren Sprung gemacht und sich weiter verbessert. Das Pferd ist schwer einzuschätzen, da er alles mit spielerischer Leichtigkeit macht“, erklärte Trainer Andreas Wöhler. „Eigentlich wollten wir nun ins Derby Italiano, aber da es dort zur Zeit kein Geld gibt, könnte auch das Bavarian Classic in München eine Alternative sein.“

Mit großer Endgeschwindigkeit flog der Lokalmatador Global Bang vom letzten Rang noch auf den Ehrenplatz. „Das war sehr gut. Der Jockey hat ihn bestens geritten. Nun steuern wir das Mehl-Mülhens-Rennen in Köln an“, versicherte sein Betreuer Mario Hofer. Auch Ideal machte als Dritter noch viel Boden gut. „Er ist ein 2.000 Meter-Pferd und startet nun wohl in München“, kommentierte Trainer Ferdinand Leve.

Dichtauf wurde Wake Forest Vierter, der Favorit kam aus bester Lage nicht so recht voran. „Er hatte in dieser Woche einen kleinen Unfall zu Hause. Aber schlecht war die Leistung dennoch nicht. Wir gehen ins Mehl-Mülhens-Rennen“, so Andreas Wöhler. Limario (Alexander Pietsch: „Er brauchte den Start nach der langen Pause noch“) und Anatol Artist spielten wie Maurice bald keine Rolle mehr.

Schon vorher lief es für Andrasch Starke nach seinem einmonatigen Japan-Aufenthalt glänzend. Erwartungsgemäß ein Zwei-Pferde-Rennen wurde die einleitende 10.000 Euro-Prüfung über 1.700 Meter. Denn Stall Nizzas Artemisia (21:10) hatte Start-Ziel keine Probleme mit Commander Kirk, während Seewolf als Dritter weit zurück folgte. Nach drei zweiten Plätzen klappte es endlich mit einem Volltreffer für Artemisia, die sich sehr überzeugend in Szene setzte. „Sie ist ein Pferd für bessere Aufgaben. Mal schauen, wo wir jetzt weitermachen“, signalisierte Trainer Peter Schiergen. Auch Andreas Löwe war vom Laufen seines Dreijährigen angetan: „Wir sind zufrieden. Bis 2.000 Meter hat er keine Probleme.“

Auch die andere 10.000 Euro-Prüfung für die Dreijährigen ging an das Team Starke/Schiergen, denn in sehenswerter Manier wehrte der Ebbesloher Empoli (35:10) alle Attacken des stark debütierenden Ay No Digas ab, hinter dem Arrabiato sich noch auf den dritten Rang schob. Dagegen kam der gut gewettete Saint and Sinner nicht über Rang fünf hinaus. „Jetzt steuern wir ein Listenrennen in Baden-Baden an“, erklärte Siegcoach Peter Schiergen. Auch im Lager von Ay No Digas war man zufrieden: „Er ist sehr gut gelaufen, wirkte allerdings noch etwas unsicher“, verriet Jockey Alexander Pietsch.

Und Treffer Nummer drei für die Mannschaft Starke/Schiergen machte dann in einer 1.400 Meter-Prüfung Nordic Truce (18:10) perfekt, der nach seinen etwas misslungenen Dubai-Starts hier eine verlockende Aufgabe vorfand und gegen den gut aufkommenden Nareion und Layer Cake früh alle Weichen auf Sieg gestellt hatte. „Auch solch eine Aufgabe muss man erst einmal gewinnen. Damit sollte er wieder etwas Selbstvertrauen bekommen haben“, erklärte Peter Schiergen über Nordic Truce. Der Hengst steht im Besitz von Springreit-Ass Christian Ahlmann, der am Morgen aus Peking nach Deutschland zurückkam und an diesem Tag an einem Turnier in Hagen teilnahm.

Im Ausgleich II stellte Lips Dancer (D. Porcu) seine schwache Form aus Frankreich richtig. „Damals kam er mit der Allwetterbahn nicht zurecht“, erklärte Trainer Andreas Löwe nach dem sehr sicheren Treffer gegen Birthday Prince und Flavio forte.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2.050 m) profitierte der Holländer Kerito (90:10) von einem Husarenritt seines Steuermanns Toon van den Trost, der unterwegs viele Längen zwischen sich und die Konkurrenz legte und am Ende den Favoriten Novillo abwehrte. Timm’s Lad und Lipanosie komplettierten die Viererwette, die 5.669:10 Euro bezahlte.

 

GERMAN RACING

Erlebnissport der Extraklasse.
Unter der Dachmarke “GERMAN RACING” werden spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen abgehalten. Seit 188 Jahren bestehen Pferderennen als ältester organisierter Sport in Deutschland. Ein echter Klassiker!

Imagefilm

GERMAN RACING Imagefilm