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Badenia geht an den Smrczek-Galopper

River Storm Dancer tanzt alle aus

Mannheim 27. April 2013

Um es gleich vorweg zu sagen: Das 110. Große Heinrich Vetter-Badenia-Jagdrennen war eine Werbung für den Hindernissport. Zügig gelaufen, mit guten Springern und ohne sonderliche Zwischenfälle – und mit einem zum Schluss imponierenden Gewinner, namens River Storm Dancer, einem Hengst im Besitz des Stalles Gattopardo.

Um es gleich vorweg zu sagen: Das 110. Große Heinrich Vetter-Badenia-Jagdrennen war eine Werbung für den Hindernissport. Zügig gelaufen, mit guten Springern und ohne sonderliche Zwischenfälle – und mit einem zum Schluss imponierenden Gewinner, namens River Storm Dancer, einem Hengst im Besitz des Stalles Gattopardo.

Lange schien es allerdings, als könnten die über weite Phasen tonangebenden Sekundant und Supervisor der 3.600-Meter-Chase sogar bis zuletzt ihren Stempel aufdrücken. Als es jedoch ernst wurde, mussten beide sofort passen. Kazzio spielte sich jetzt in den Vordergrund; mehr nach vorne schob sich zudem der Routinier Alanco, der jedoch nie so richtig weiterkam.

Ähnlich erging es außerdem dem Skandinavier Silk Drum, einem von vier internationalen Startern aus Belgien, Schweden und der Schweiz, wobei die Eidgenossen das mit 13.000 Euro dotierte Jagdrennen sogar mit einem Doppelaufgebot angegangen waren.

Allerdings hielt Silk Drum hinter Kazzio immerhin noch den dritten Platz. Kazzios Herrlichkeit verblasste dann allerdings auch im Handumdrehen, als sich der stets im Mittelfeld mitgegangene River Storm Dancer am letzten Hindernis schwungvoll nach vorne sprang und damit alles sofort in den Griff bekam. Zu guter Letzt konnte der Fünfjährige nahezu ohne jede Gegenwehr einfach so davon stiefeln.

Reichlich Komplimente gab es schon auf dem Geläuf für River Storm Dancers Reiter Miguel Lopez, dessen eigentliches Metier die Hindernisrennen bekanntlich ja nicht sind. Der aber ritt, als hätte er nie etwas anderes gemacht.

Möglicherweise bestand für Sascha Smrczeks Jockey sogar die größte Schwierigkeit darin, den schweren Sattel und das viele Blei nach dem Rennen zum Zurückwiegen zu schleppen.

In Flachrennen, die normalerweise vorrangig sein Betätigungsfeld sind, benutzt Lopez in der Regel viel handlicheres und leichteres Arbeitszeug.

Leider war der erste Renntag auf der malerischen Waldrennbahn allzu stark geprägt von einer Regenschirmparade am Rande des Geläufs. Das Wetter kam nämlich vor allem feucht und wenig einladend daher. Das treue Stammpublikum ließ sich davon zwar nicht abschrecken. Aber unter anderen Voraussetzungen hätten die Mannheimer Rennen sicherlich die in der Tat verdiente größere Besucherresonanz erfahren.

Recht ungewöhnlich ging im Übrigen die erste Siegerehrung vonstatten, da es für den erfolgreichen Trainer Christian Freiherr von der Recke obendrein noch ein Geburtstagsständchen gab. Die spontan gegründete Rennbahn-Chorgemeinschaft ließ es in keiner Weise an der Herzlichkeit mangeln. Nach dem Eröffnungssieg mit dem Wallach Ciocco Sam gewann das Geburtstagskind gleich noch einmal mit der Stute Art Rock.

Erwartungsgemäß lag auch der erfolgsverwöhnte Frankfurter Wallach Kronerbe in Mannheim weiterhin im Trend. Ebenso gewannen Nabakuk und vor allem der stets bestechend gehende Aconoro ihre Handicap-Aufgaben in überzeugendem Stil.

Da sie zuvor dank Kronerbe bereits aufs Siegertreppchen gedurft hatten, konnten sich nach dem Erfolg der imponierend kämpfenden Over the sky gegen Ende des Tages ferner noch Trainer Karl Demme und Reiterin Lena Maria Mattes über ein gelungenes Doppel freuen.

Weniger glücklich verlief der Renntag hingegen für das Nachwuchstalent Martin Seidl, das sich vor dem dritten Rennen an der Startstelle verletzte und danach nicht mehr einsatzfähig war.

Für ihn sprang Patrick Gibson ein, der ihn darüber hinaus noch im letzten Rennen auf König Hall vertrat – und das in sehr gekonnter Manier. Der Fünfjährige rang dabei immerhin den sich zäh verteidigenden Parigino zu guter Letzt doch noch glatt nieder, woran der junge Reiter sicherlich ein gerüttelt Maß Anteil hatte.

 

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