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Patrick Gibson und Christian Sprengel punkten doppelt beim After Work-Renntag

„Turf in den Mai“ auf der Bremer Vahr

Bremen 30. April 2013

Genau genommen sind die „After Work Renntage“ ja einst eine Bremer Erfindung gewesen. Das in der Vahr entwickelte Konzept fand allerdings andernorts schnell viele Nachahmer. Galopprennsport nach Feierabend kam immer mehr in Mode. Wie schon am vergangenen Mittwoch in Köln fanden nun zum zweiten Mal in diesem Jahr auch in Bremen die abendlichen Rennen am letzten Tag des Monats April eine gute Resonanz.

Der „Turf in den Mai“ in der Hansestadt begann dabei gleich mit einer Überraschung, denn allgemein war der Stute Sugar Babe kaum schon ein besonders weiter Sprung nach vorne zuzutrauen gewesen. Die von Christian Sprengel betreute Vierjährige hatte ja vor drei Wochen bei ihrem überhaupt ersten Start in Frankfurt letztendlich auch nur eine reine Statistenrolle abgegeben. Die dazwischen liegende Zeit muss Sugar Babe andererseits aber gut genutzt haben. Denn unter Filip Minarik reichte es jetzt bereits, um einige sogar deutlich höher eingeschätzte Konkurrenten glatt in die Schranken zu weisen. Auf die weitere Entwicklung dieser Spätberufenen kann man durchaus gespannt sein.

Eine reine Formsache wurde danach der Sieg des heißen Favoriten Dreamspeed mit Sabrina Wandt im Sattel, selbst wenn Belle Syrienne nimmermüde angriff und wirklich alles versuchte. Schon gegenüber hatte sich das Feld nahezu in eine Zweiklassengesellschaft geteilt. Trainer Christian Freiherr von der Reckes englischer Import-Wallach, der in der neuen Heimat bereits Ende letzten Jahres zweimal auf Sand erfolgreich gewesen war, sah sich auch in der Endphase immer nur noch mit der einen einzigen Gegnerin konfrontiert - hinter der sich nach wie vor sehr, sehr viel Luft bis zum aufgelösten Rest des Feldes auftat.

Eine halbe Stunde später wussten sich gleich zwei Recke-Schützlinge gut in Szene zu setzten. Dies war vor allem Cafe au lait, aber auch Ribbery sah man lange prominent mit dabei. Doch es behauptete sich am Ende trotzdem der von Daniele Porcu gerittene Röttgener Windsor, für den das Ziel letztendlich genau richtig stand. Aus einer anfangs souveränen Haltung geriet der Dreijährige durch Cafe au lait auf den letzten Metern allerdings noch einmal höchstüberraschend in Bedrängnis, was den Pulsschlag seines Trainers Markus Klug wahrscheinlich kurzzeitig nicht gerade gesundheitsfördernd nach oben schnellen ließ.

Danach stand zweimal der Nachwuchsreiter Patrick Gibson mit auf dem Siegertreppchen. Erst nach seinem Handicap-Erfolg mit dem von Elfi Schnakenberg vorbereiteten Good Prince, und kurz darauf noch ein weiteres Mal , als ihm der allgemein erwartete Treffer mit Nareion im Verkaufsrennen gelungen war, den Werner Haustein in seiner Obhut hat.

Trainer Christian Sprengel schaffte ebenfalls ein Doppel. Nach dem Erfolg von Sugar Babe ließ sich deren Trainingsgefährte Arenus auch nicht lumpen und drückte mit Nachwuchsreiterin Jennifer Korbus dem besten Handicap des Tages komplett seinen Stempel auf.

Die „Wettchance des Tages“ zum Finale ließ den Toto dann wahre Purzelbäume schlagen. Initiiert wurde alles von der der Galopp-Familie Weis aus Köln - mit Alexander Weis im Sattel der Gewinnerin Damanda, für die seine Ehefrau Sarah als Trainerin zeichnet. Als 170:10-Außenseiterin überraschte Damanda schon nicht schlecht und sorgte selbstverständlich genauso mit dafür, dass es ein 100.000:10-Quote in der Viererwette gab.

Gleichwohl war es insbesondere jedoch der Halbblüter und Riesenaußenseiter Brezetti, der die Auszahlbeträge überall fett machte. Der Überraschungs-Zweite des Rennens war schließlich mit einer Eventualquote von sage und schreibe 765:10 auf die 1.600-Meter-Strecke gegangen.


 

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