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Überraschung im „Preis des Golfclubs Mülheim an der Ruhr Raffelberg“

Mülheim: Außenseiterin Trigger Twist gewinnt mit Miguel Lopez

Mülheim/Ruhr 25. Mai 2013

Ein Verkehrsunfall hatte vor einigen Jahren dafür gesorgt, dass Miguel Lopez neu laufen lernen musste. Wer den Jockey am Samstag beim Golfclub-Renntag auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg in Aktion erlebte, wäre darauf ganz sicher nicht gekommen.

Mülheim (mspw) „Ich trage zwar eine Menge Metall in meinem Körper. Bei meiner Arbeit beeinträchtigt mich das aber überhaupt nicht“, gab der 28-jährige Schweizer nach seinem überraschenden Sieg mit der Außenseiterin Trigger Twist im Hauptrennen, dem mit 10.000 Euro dotierten „Preis des Golfclubs Mülheim an der Ruhr Raffelberg“, zu Protokoll.Die Stute Trigger Twist, trainiert von Lopez’ Chef Sascha Smrzcek (Düsseldorf), hatten nicht viele der rund 9.500 Zuschauer auf der gut besuchten Bahn am Raffelberg auf ihrem Tippschein. Am Toto gab es für zehn Euro Einsatz beachtliche 107 Euro zurück.Gleich nach seinem Erfolg in dem hochdotierten Rennen für dreijährige sieglose Stuten über 1.400 Meter ging der Griff von Miguel Lopez zu seinem Handy. Denn Besitzerin der Stute ist seine Schwester Celina, die berufsbedingt nicht nach Mülheim reisen konnte. „Ich freue mich, dass ich meiner Schwester einen Erfolg mitteilen konnte“, strahlte Lopez, der außerdem dafür sorgte, dass demnächst 5.000 Euro Siegprämie auf das Konto von Celina Lopez überwiesen werden.Leicht mit eindreiviertel Längen verwies Trigger Twist die 26:10-Favoritin und Deutschland-Debütantin Glenbrook (Trainer: Andreas Wöhler/Gütersloh) mit Jockey Jozef Bojko (Gütersloh) auf den zweiten Platz. Der dritte Rang ging eine weitere Länge zurück an Elaysa, trainiert von Hans-Walter Hiller (Alpen) und geritten vom Kölner Marvin Suerland, erst vor wenigen Tagen frisch aus Katar zurückgekehrt.Miguel Lopez hatte mit Trigger Twist schon kurz nach dem Start die Führung übernommen - und gab sie bis ins Ziel nicht mehr ab. „Ich habe die Stute diesmal einfach galoppieren lassen. Bei den Auftritten zuvor hatte es aus dem Feld nicht so gut geklappt“, so der Jockey. „Das Rennen diesmal von vorne anzugehen, war genau die richtige Entscheidung.“Nicht nach Wunsch verlief das 10.000 Euro-Rennen für den Mülheimer Trainer Bruce Hellier. Die von ihm vorbereitete Miss Rembrandt, am Toto mit 63:10 stark beachtet, landete unter dem belgischen Jockey Koen Clijmans nur auf dem neunten und vorletzten Platz. Hellier konnte sich dafür jedoch mit dem Gewinn des Auftaktrennens trösten. Variety Show war unter Jozef Bojko nicht zu schlagen.Einziger Doppelsieger am Raffelberg war der Düsseldorfer Trainer Sascha Smrczek. Nur wenige Minuten nach Trigger Twist triumphierte auch sein Schützling Siempre Manduro mit dem gebürtigen Mongolen Bayarsaikhan Ganbat (Düsseldorf) im Sattel im mit 5.100 Euro dotierten „Preis des Low Budget Hotel U“. Ihren jeweils ersten Volltreffer in diesem Jahr auf deutschen Bahnen landeten Marvin Suerland mit dem achtjährigen Hengst Ticoz (63:10), trainiert vom ehemaligen Mülheimer Michael Trybuhl (Köln), sowie der Franzose Eddy Hardouin mit dem 12:10-Favoriten Kitco aus dem Quartier von Axel Kleinkorres (Neuss).Sportmanager Werner Heinz (Trier), zu dessen Klienten unter anderem Formel 1-Pilot Nico Hülkenberg und der ehemalige Weltklasse-Boxer Henry Maske gehören, konnte sich über den Erfolg seines Wallachs Blues Wave im „Preis des 4 Sterne Hotel am Ruhrufer Business und Golf“ (5.100 Euro) für Dreijährige freuen. Jockey Alexander Pietsch (Köln) kam mit dem 28:10-Mitfavoriten, der von Waldemar Hickst (Köln) trainiert wird, zu einem sicheren Sieg gegen Bella Duchessa unter Dennis Schiergen (Köln) und dem 23:10-Favoriten Commander Kirk (Jockey: Daniele Porcu/Düsseldorf), der noch eine Nennung für das Deutsche Derby am Sonntag, 7. Juli, auf der Rennbahn in Hamburg-Horn besitzt.Der Umsatz nach acht Rennen am Raffelberg lag bei 140.232 Euro. Der Anteil der Außenwetten betrug 84.706 Euro.Golfclub-Geschäftsführer Ralf Schmitz zeigte sich mit dem Verlauf der Rennveranstaltung am Raffelberg und der Resonanz des Publikums „sehr zufrieden“. Bereits zum 14. Mal in Serie sponserte der ebenfalls am Raffelberg beheimatete Golfclub einen Galopprenntag in Mülheim. Mit dem Ende des Renntags legte Ralf Schmitz sein Mandat als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Mülheimer Rennvereins aus persönlichen Gründen nieder.

 

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