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Heimsieg für Bruce Hellier zum Auftakt des Golfclub-Renntags

Mülheimerin Ruth Eberz sorgt für modischen Glanzpunkt

Mülheim/Ruhr 25. Mai 2013

Ein Hauch von Ascot wehte am Samstag über die Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg. Ähnlich wie auf der englischen Nobelbahn waren viele Besucherinnen mit einem Hut zur vom Golfclub Mülheim an der Ruhr Raffelberg gesponserten Familienveranstaltung gekommen.

Mülheim (mspw) Der Rennverein hatte einen Hut-Wettbewerb ausgerufen - und die Resonanz war riesig. Die Wahl fiel schließlich auf die Mülheimerin Ruth Eberz, deren Eigenkreation die Jury am meisten überzeugte.Rund 30 Damen und Mädchen hatten sich bei der fachkundigen Jury, bestehend aus Sparkassen-Kommunikationsmanagerin Jennifer Rousseau, Grundschullehrerin Christina Bracke und Ergotherapeutin Kristina Paul, eingefunden, um ihren Hut unter die Lupe nehmen zu lassen. Schon kurz nach Beginn des Wettbewerbs hatte sich eine Schlange vor dem Jury-Raum gebildet. Es ging nicht nur um einen Blumenstrauß, sondern auch um einen nigelnagelneuen Hut, zur Verfügung gestellt von Kirsten Geissel aus Neuss, die mit ihrem Hut-Stand auf der Rennbahn vertreten war.Nach der Qual der Wahl - die Jury hatte sich ihre Entscheidung nicht einfach gemacht - folgte die Kür. Ruth Eberz, die in Mülheim-Heimaterde wohnt, strahlte nach der Bekanntgabe des Ergebnisses über das ganze Gesicht. Die Bekleidungs-Ingenieurin im Vorruhestand überzeugte mit einer eigens für den Wettbewerb designten und in lila gehaltenen Kopfbedeckung. „Ich wollte eigentlich meine Steuererklärung bearbeiten. Doch als ich von dem Hut-Wettbewerb am Raffelberg erfahren habe, konnte ich nicht anders und habe ich mich sofort an die Arbeit gemacht“, strahlte die Gewinnerin.Grund zur Freude gab es auch bei den Mülheimern Trainern. Denn der zweite Renntag des Jahres auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg begann so, wie der erste aufgehört hatte: Mit dem Sieg eines Raffelberger Trainers. Die von Bruce Hellier vorbereitete Stute Variety Show setzte sich in einem mit 3.600 Euro dotierten Rennen vor der eigenen Haustür über 1.400 Meter gegen sechs Konkurrenten durch und kam bei ihrem zwölften Start zum ersten Volltreffer ihrer Karriere. „Sie hat das gemacht, was ich nach den Trainingseindrücken von ihr erwartet hatte“, freute sich Hellier über den optimalen Start in die Veranstaltung rund um den Preis des Golfclubs Mülheim an der Ruhr Raffelberg.Bei ihrem Premieren-Sieg ließ Variety Show zum Totokurs von 64:10 den von Christian Sprengel trainierten und von Jennifer Korbus (beide Langenhagen) gerittenen fünfjährigen Hengst Glueckskeks sowie die Stute War Bride (Jockey: Patrick Gibson/Köln) aus dem Trainingsquartier von Yasmin Almenräder (Mülheim), die den ersten Renntag der Saison am Raffelberg mit ihrem vierten Jahressieg abgeschlossen hatte, hinter sich. Kurios: Die Boxen von Hellier und Almenräder auf der Raffelberger Rennbahn sind nur wenige Meter voneinander entfernt.Sieg-Jockey Jozef Bojko (Gütersloh) hatte Variety Show, die Karlheinz Spieß (Münster) gehört, zunächst klug im Feld versteckt und die Führungsarbeit anderen Pferden überlassen. „Das Tempo war zu Beginn extrem hoch. Es war abzusehen, dass die vorderen Pferde dieses Tempo nicht würden durchhalten können. Jozef Bojko hat das hervorragend gemacht“, lobte Hellier.Mit einem Favoritensieg endete der mit 3.000 Euro dotierte „Preis des Club-Restaurants des Golfclubs Mülheim an der Ruhr Raffelberg“. Die Stute Nevada, trainiert von Paul Harley (Sassenberg) für das Gestüt Brümmerhof der Familie Baum (Soltau), triumphierte unter dem Kölner Jockey Filip Minarik (Köln) zum Totokurs von 13:10 vor Timeform (144:10) mit Jozef Bojko und Tribal I D (88:10) mit Maxim Pecheur (Iffezheim).Der Erfolg von Nevada ist recht erstaunlich. Denn erst vor knapp drei Wochen hatte sich die Stute nach einer 18-monatigen Verletzungspause mit einem zweiten Platz in Hannover zurückgemeldet. Grund für die lange Unterbrechung der Laufbahn war ein Beckenbruch, den sich Nevada als Zweijährige unmittelbar nach ihrem vierten Rang im „Preis der Winterkönigin“ in Iffezheim bei Baden-Baden zugezogen hatte. „Wir sind froh, dass sie wieder laufen kann“, sagt Alexander Leisten, Zuchtberater beim Gestüt Brümmerhof.

 

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