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Laviva schnappt Lalandia in Hannover

Ittlinger Pferde dominieren

Hannover 16. Juni 2013

„Das Gestüt Ittlingen hat gewonnen, aber es ist nur die Frage, mit welcher Stute“, drückte es Rennkommentator Sven Wissel aus. Und tatsächlich war es im Großen Preis der VGH Versicherungen (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.900 m) am Sonntag in Hannover extrem eng geworden zwischen zwei Ladies der Ostermann‘ schen Zuchtstätte.

Lange sah es günstig aus für die innen vorstoßende Mitfavoritin Lalandia, doch auf den allerletzten Metern wurde sie noch von der 110:10-Außenseiterin Laviva (R. Havlin) verdrängt, die dem Haus Ittlingen von Janet Leve-Ostermann gehört, während der Runner-up ihrem Bruder Manfred gehört. Damit landete Besitzertrainer Ferdinand Leve nur kurz nach dem Erfolg mit Lavivas Bruder Lucarelli in Köln einen weiteren Listen-Coup. Dritte wurde die Favoritin Path Wind, die bis zum Schluss alle Chancen hatte.

Normalerweise ist Simon Stokes Racing Manager des Gestüts Fährhof. Doch einige Pferde bereitet er auch selbst als Trainer vor. Wie die Stute Quiania (J. Bojko, 48:10), die in einer Dreijährigen-Prüfung über 2.400 Meter die Favoritin Iberica noch klar in den Griff bekam. Eine halbe Stunde zuvor hatte Uwe Stechs Lancoon (46:10, ebenfalls mit Jozef Bojko) trotz einjähriger Pause ein 1.750 Meter-Rennen für sich entschieden.

In einem dramatischen Finish klang eine 2.000 Meter-Prüfung für Dreijährige aus, in der die Favoritin Elle Same (25:10, F. Minarik) hauchdünn gegen Wahajama (N. Richter) unterlag. In der Wettchance des Tages musste der Co-Favorit Glueckskeks (J. Korbus, zweiter Treffer für Christian Sprengel) gegen Wild Bill Tracey hart kämpfen, die Viererwette komplettierten Pantella und Sol Y Vida. Die Quote: 4.444:10 Euro. Eine Quote von 167:10 gibt es selten auf einen Erfolg des Teams Filip Minarik/Peter Schiergen. Doch den Ammerländer East of Eden hatte man in einem 10.000 Euro-Maidenrennen kaum vorne erwartet. Scorpio machte den Stall-Einlauf perfekt.

Ein besonderes Spektakel war das Maultier-Rennen der Ex-Champions. Hier triumphierte Simon Stokes mit Don Pedro vor Pascoa (Kevin Woodburn) und Attica (Stefan Wegner).

Im wichtigsten Handicap in Zweibrücken (5.000 Euro) gab es den nicht unerwarteten Erfolg der Familie Weißmeier mit Bon Spiel (39:10, F.-X. Weißmeier), der sich sicher vor Magda Lena und Awenda Rotaria in Szene setzte.

 

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