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Überraschung zum Start der Derby-Woche

Zaster mit Lady Jacamira

Hamburg 29. Juni 2013

Was für einen Glücksgriff haben die fünf Besitzer des Stalles Zaster (aus Köln und dem Bergischen Land) vor Jahren bei der Jährlingsauktion in Baden-Baden getan: Für gerade einmal 10.000 Euro erwarben sie damals die Lord of England-Tochter Lady Jacamira. Und nach einem kleinen Formtief meldete sich die Stute als 118:10-Außenseiterin nun am Samstag beim Start der Hamburger Derby-Woche in grandioser Weise zurück.

Was für einen Glücksgriff haben die fünf Besitzer des Stalles Zaster (aus Köln und dem Bergischen Land) vor Jahren bei der Jährlingsauktion in Baden-Baden getan: Für gerade einmal 10.000 Euro erwarben sie damals die Lord of England-Tochter Lady Jacamira. Und nach einem kleinen Formtief meldete sich die Stute als 118:10-Außenseiterin nun am Samstag beim Start der Hamburger Derby-Woche in grandioser Weise zurück.

Unter Alexander Pietsch sicherte sich die Vierjährige gegen die starken Dreijährigen das Franz-Günther von Gaertner-Gedächtnisrennen (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.600 m) für den nicht vor Ort weilenden Champion Roland Dzubasz. „Wir wären mit einer Platzierung zufrieden gewesen, aber der Trainer hatte immer Mumm auf sie. Zuletzt in Italien war der Boden zu schwer. Und im Vorjahr hatte sie nach dem Start in Istanbul eine Fissur“, hieß es von Besitzerseite.

Mit gewaltigen Reserven hatte Lady Jacamira das ganze Feld überrollt, nachdem es vorher Aufregung um die an der Startstelle reiterlose Soprana und einen späteren Fehlstart gegeben hatte, woraufhin die Prüfung mit der Flagge gestartet werden musste. Akua’da hielt dahinter bestens stand und verteidigte den Ehrenplatz vor der nach schlechtem Beginn heranstürmenden Scoville. „Wir sind sehr zufrieden, das war eine Top-Leistung“, ließ Heinz Hesse durchblicken. Red Lips kam erst spät besser ins Bild, während die Favoritin Calyxa außen sehr weite Wege ging und vielleicht zu früh attackierte, da spielte sie am Ende keine Rolle mehr.

Trotz seiner 15 Jahre ist Vincenz Schiergen schon ein Riesentalent. Der junge Amateur bewies, wozu er im Sattel in der Lage ist, im einleitenden Handicap, dem Werner Baltromei-Memorial. Denn er stellte mit dem Mitfavoriten Weideland (44:10) den schon enteilten Favoriten Bouquetot Liberty noch bequem. „Der Ansatz in Düsseldorf war schon gut, der Wallach ist erst seit kurzem bei mir im Stall. Die Marke war auch sehr verlockend“, erklärte Trainer Uwe Stoltefuß. Freuen durfte sich die Galoppgemeinschaft Bad Harzburg als Besitzer. „Endlich hat es wieder einmal geklappt nach viel Pech“, jubelte Gustav Klotz.

Gleich der erste Zweijährigen-Starter von Trainer Hans-Jürgen Gröschel 2013 war ein Volltreffer: Denn die Tertullian-Tochter Adrina (62:10, V. Schulepov) entwickelte große Reserven und hatte mit der schon rennerprobten Soresca und der zu spät anpackenden Finiproachy keine Probleme. „Sie hatte schon Talent verraten, aber nicht zuviel gearbeitet. Die Besitzer wollen gerne mit ihr züchten, daher werden wir bald Black Type versuchen“, kommentierte der Siegcoach.

In der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 2.000 m) legte Steffi Hofer auf Bon Allumage (138:10) einen Husarenritt hin, denn Start-Ziel verteidigte sich auf der Außenseiterin einen sehr sicheren Vorteil. „Wir wollten heute auf passend weicher Bahn noch einmal punkten, denn in der nächsten Woche geht sie nach Deauville zur Auktion“, versicherte Dietrich von Mutius in Vertretung von Besitzer Gerhard Schöningh. Der Hoppegarten-Eigner weilte zu Hause in London. Alberto Hawaii attackierte bis zuletzt, blieb damit vor Antano und Elkantino. Die Viererwette wurde erstaunlicherweise nicht getroffen.

Eine mehr als ansehnliche Vorstellung gab Christian von der Reckes Capricornus (mit Champion Cevin Chan, 24:10) im Hürdenrennen, denn nach perfekter Einteilung konterte er auch die Top-Schlussattacke des Hindernis-Debütanten Nesterenko. „Eigentlich wäre das ein Ritt für Sabrina Wandt gewesen. Doch wegen ihres Beckenbruchs fällt sie mehrere Monate aus. Da habe ich nun Cevin Chan ein Geschenk zu seinem Geburtstag am Montag gemacht. Capricornus steht noch bei einer günstigen Marke und läuft nun in Bad Harzburg“, berichtete Trainer Christian von der Recke.

Im zweiten Viererwett-Rennen setzte sich der aus Holland angereiste Favorit Cratos (40:10, St. Hellyn) hauchdünn gegen Style and Panache durch, dahinter komplettierten Nandolo und Ancient War die Viererwette, die 113.097:10 Euro brachte.

 

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