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Schiergen/Starke mit Neatico in München top

Das Dream Team siegt immer weiter

München 28. Juli 2013

Sie sind das absolute Dream Team im deutschen Galopprennsport, auch in dieser Saison: Der Kölner Trainer Peter Schiergen und sein Stalljockey, der Champion Andrasch Starke. Nach dem Derby-Triumph mit Lucky Speed (Schiergen hatte vor einer Woche auch noch den Großen Preis von Berlin mit Nymphea für sich entschieden) siegten beide am Sonntag auch im bedeutendsten Rennen der Saison in München-Riem.

Sie sind das absolute Dream Team im deutschen Galopprennsport, auch in dieser Saison: Der Kölner Trainer Peter Schiergen und sein Stalljockey, der Champion Andrasch Starke. Nach dem Derby-Triumph mit Lucky Speed (Schiergen hatte vor einer Woche auch noch den Großen Preis von Berlin mit Nymphea für sich entschieden) siegten beide am Sonntag auch im bedeutendsten Rennen der Saison in München-Riem.

Bei einer Hitzeschlacht von 38 Grad Celsius ging der Große Dallmayr-Preis (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.000 m) vor 8.000 Zuschauern mit Gestüt Ittlingens riesig verbessertem Neatico auf ihr Konto. Der sechsjährige Medicean-Sohn ist so gut wie nie zuvor. Früher als ewiges Platzpferd verschrien, holte sich Neatico für den Wittener Möbel-Multi Manfred Ostermann nun sein drittes Grupperennen hintereinander und sein erstes auf allerhöchster Ebene. Der Lohn: 100.000 Euro Siegprämie beim sechsten Karrieretreffer und 29. Start. Die Gewinnsumme des München-Helden beträgt jetzt 310.700 Euro!

Vorausgegangen war für den zuvor im Großen Preis der Dortmunder Wirtschaft und im Großen Preis von Lotto Hamburg erfolgreichen Neatico ein Rennen wie aus dem Bilderbuch. Denn die ausländischen Gäste sorgten für ein höllisches Tempo. Der Franzose Opposite (25:10-Favorit, Olivier Peslier) aus dem Stall des erstmals auf einer deutschen Rennbahn weilenden Startrainers Andre Fabre legte bald schon fünf Längen zwischen sich und die Konkurrenz, die Hunter’s Light (im Besitz von Dubai-Herrscher Scheich Mohammed) mit dem Außenseiter Baschar anführte. Der spätere Sieger wartete hier an vierter Position den Gang der Dinge ab.

Zu Beginn der Zielgeraden entwickelte sich zunächst ein Duell zwischen Opposite und Hunter’s Light, der wenig später vorbeizog. Doch das war wohl zu früh. Neatico wurde von Andrasch Starke einige Male gefordert, doch auf den letzten hundert Metern entwickelte die 46:10-Chance einen Schwung, der enorm war. Mit eineinviertel Längen verabschiedete sich Neatico noch von den fünf Gegnern (der Lokalmatador Superplex war wegen einer leichten Verletzung abgemeldet worden). Die Nachnennung für 10.000 Euro hatte sich voll ausgezahlt. Er war ein mehr als würdiger „Ersatz“ für Derbysieger Lucky Speed, den Schiergen am Donnerstag aus dem Rennen gestrichen hatte.
Neaticos Trainer Peter Schiergen wirkte keineswegs überrascht: „Er hatte mehrfach kein Glück, aber immer gezeigt, was er kann. Das Rennen war sehr schnell, das hat uns gepasst. Wir sind den Gegnern dankbar dafür.Eigentlich hatte Neatico eine Nennung in einer Gruppe III-Prüfung in Baden-Baden, aber wir werden jetzt in Ruhe abwarten, was wir nun mit ihm machen.“
Opposite kämpfte am Ende für den Ehrenplatz noch einmal zurück. „Wir sind sehr zufrieden beim ersten Versuch in dieser Klasse“, hieß es aus dem Team des Wertheimer-Hengstes. Hunter’s Light musste am Ende wieder passen. „Wir hatten heute kein Glück, das Rennen war zu schnell“, kommentierte Trainer Saeed bin Suroor. Erstaunlicherweise wurde der Riesenaußenseiter Kitco noch Vierter, während der Dreijährige Global Bang als Fünfter (nur vor Baschar) völlig chancenlos war in einem tollen Highlight der Münchener Turf-Saison.

In einem dramatischen Finale klang die Dallmayr Prodomo Trophy (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.400 m) aus. Mit großem Schlussakkord schob sich Marlene Hallers mächtig gesteigerter Birthday Prince noch an Kolonel vorbei und sorgte für eine große Überraschung. „Ich hatte ihm alles zugetraut. Er ist mein absolutes Lieblingspferd“, gab die engagierte Eignerin zu.

Kolonel lief das erwartet gute Rennen. „Das war eine Klasseleistung“, signalisierte Trainer Mario Hofer. Auch König Concorde hatte sehr starke Szenen und hielt sich knapp den spät schnell endenden Smooth Operator vom Leibe. „Er hat das dritte Geld nur ganz knapp verloren und wurde vom nach innen tendieren Sieger behindert“, berichtete Mario Hofer, der Protest gegen Birthday Prince einlegte, doch wurde dieser von der Rennleitung zurückgewiesen. Von den Dreijährigen Majestic Power, der lange führte, und dem zu spät auf Touren kommenden El Zagal war nicht viel zu sehen.

Blendend läuft es weiterhin bei dem Mülheimer Trainer William Mongil. Er hatte für Gestüt Hof Iserneichens Kallisto-Tochter Si Luna (70:10 im Dallamyr Coupe Lukull (20.000 Euro-Listenrennen, 1.600 m) mit Olivier Peslier auch einen Weltklassejockey engagiert. Und das sollte sich mit der bislang noch sieglosen Stute voll auszahlen. Denn aus dem Vordertreffen beorderte er die Lady auf der Zielgeraden früh an die Spitze, und dieser Vorsprung geriet auch durch die starke Schlussattacke der Französin Sansiwa nicht in Gefahr, hinter der sich Eleona Rang drei erkämpfte. „Ich hatte nur Bedenken, da Si Luna bisher auf Linkskursen nicht gut gelaufen war. Nun könnten wir in Grupperennen gehen“, versicherte William Mongil.

Gerade erst war Trainer Andreas Wöhler nach dem spektakulären Sieg von Novellist aus Ascot zurückgekommen, da durfte er auch in einer Meilenprüfung für Dreijährige gleich eine Gewinnerin vom Geläuf in München abholen. Denn die 15:10-Favoritin Guinnevre (E. Pedroza) löste sich von zweiter Position aus souverän von der gut debütierenden Gotia und Directa Dancer. „Das ist eine feine Stute, die etwas kürzere Distanzen braucht. Nun steuern wir ein Listenrennen in Baden-Baden an“, hieß es aus Guinnevres Umfeld.

„Ich hätte nicht gedacht, dass es auf 1.400 Metern gehen würde, aber das ist genau sein Boden“, war selbst Trainerin Jutta Mayer überrascht vom Fünf-Längen-Start-Ziel-Sieg von Shinko Danon (47:10) in einem 1.400 Meter-Sprint. Doch der Wallach, der eigentlich kürzere Wege bevorzugt, hatte sich gegen den heranstürmenden Glueckskeks rechtzeitig abgesetzt.

Auch Riems Präsident Dietrich von Boetticher durfte jubeln, denn in einem Ausgleich III über 2.400 Meter kam Delightful Day (39:10, A. Atzeni) zu einem verdienten Treffer und drehte Start-Ziel (Trainer John David Hillis: „Sie marschiert immer weiter“) den Spieß gegen ihre jüngste Bezwingerin Parivash um.

So richtig viel Glück hatte Stall Salzburgs Precious Fire (63:10, Eduardo Pedrozas drittes Tagestreffer) zuletzt nicht entwickelt, doch gab es dafür eine Erklärung: „Er hatte seine Rennen ein paarmal an der Startmaschine verloren. Der Jockey hat ihm heute alles perfekt eingeteilt“, freute sich Trainer Wolfgang Figge, nachdem sein Schützling den 20.000 Euro-Ausgleich II über 2.000 Meter Start-Ziel sicher gewonnen hatte. Der Favorit Fair Boss kam am Ende immer näher, aber laut Coach Waldemar Hickst „lag er unterwegs zu weit hinten.“ Auch Lebensglück machte als Dritte noch viel Boden gut.

In Glanzform agierte Jockey Eduardo Pedroza, denn im 1.600 Meter-Ausgleich III schaffte er auf dem favorisierten Dreijährigen Fort Greely (22:10) den vierten Tagessieg.

 

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