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Clever Man nach Ostsee-Sieg vor großer Aufgabe

Nächstes Ziel Goldene Peitsche

Köln 17. August 2013

Auch Pferde im reifen Alter von fünf Jahren können sich noch richtig steigern – wie Karl-Heinz Schulzes Wallach Clever Man aus dem Bremer Stall von Pavel Vovcenko. Bad Doberan liebt der Sprinter schon lange, und nun schaffte er nach den Siegen in Baden-Baden und Hamburg auch zum Auftakt des Ostsee-Meetings am Freitag in Bad Doberan einen Coup. Im 9.000 Euro-Ausgleich II über 1.300 Meter verteidigte Filip Minarik mit dem 29:10-Favoriten einen knappen Vorsprung gegen die sehr gut aufkommenden Carlos Moheba und Giant Step.

Auch Pferde im reifen Alter von fünf Jahren können sich noch richtig steigern – wie Karl-Heinz Schulzes Wallach Clever Man aus dem Bremer Stall von Pavel Vovcenko. Bad Doberan liebt der Sprinter schon lange, und nun schaffte er nach den Siegen in Baden-Baden und Hamburg auch zum Auftakt des Ostsee-Meetings am Freitag in Bad Doberan einen Coup. Im 9.000 Euro-Ausgleich II über 1.300 Meter verteidigte Filip Minarik mit dem 29:10-Favoriten einen knappen Vorsprung gegen die sehr gut aufkommenden Carlos Moheba und Giant Step.

In jedem Fall kam das Ziel genau zum richtigen Zeitpunkt für Clever Man, mit dem sein Betreuer nun ehrgeizige Pläne hat: „Filip kennt ihn bestens. Und nun versuchen wir es in der Goldenen Peitsche. Wenn nur deutsche Pferde laufen würden, bin ich mir sicher, dass er Geld verdienen kann“, glaubt Pavel Vocenko an eine gute Vorstellung im wichtigsten hiesigen Fliegerrennen in der kommenden Woche in Iffezheim.

Auch im Rahmenprogramm des bestens besuchten Ladies Day an der Ostsee gab es bemerkenswerte Momente: Sabrina Wandt, erfolgreiche Amazone am Stall von Trainer Christian von der Recke, hatte seit 12,5 Wochen keine Rennen mehr reiten können. „Ich hatte mir das Becken zweimal gebrochen, als ein Pferd im Training stieg. Seit einer Woche bin ich wieder im Training aktiv“, berichtete sie nach dem Auftaktsieg mit dem Tertullian-Sohn Eric (40:10), der in der Zweijährigen-Prüfung alle Attacken der heranstürmenden Arleona knapp konterte. Free Beauty hielt Rang drei, während der Favorit Global Match nie ins Rennen fand. „Erics Mutter habe ich schon trainiert. Er startet nun in Auktionsrennen“, kommentierte Christian von der Recke.

Nach der knappen Auftakt-Niederlage mit Arleona gab es für Champion Roland Dzubasz und Jockey Alexander Pietsch rasche Entschädigung, als der debütierende Auenqueller Lemorton (39:10) sich in einer Dreijährigen-Prüfung mehr als sicher gegen die gut aufkommende Kenia und die nicht weiterziehende Favoritin Proud Rose behauptete. „Wir hatten einen optimalen Rennverlauf. Er zog sehr gut durch“, freute sich Alexander Pietsch.

Blendend in Schwung ist weiterhin der von Kamila Harms vorbereitete Kepler (56:10, Rastislav Juracek). Von zweiter Position aus machte der frische Harzburger Sieger im 1.200 Meter-Ausgleich III kurzen Prozess mit Clarissa Directa und Ancient War.

Nur eine Pflichtaufgabe hatte der Ex-Derby-Starter Anakin Skywalker (10:10) in einem 2.050-Meter-Rennen zu lösen, denn die einzige ernsthafte Gegnerin Nena wurde vom Start verwiesen. Doch Eduardo Pedroza musste sich auf dem einstigen Hoffnungsträger schon enorm rühren, um den Außenseiter Last Boy Truels abzuwehren, hinter dem Simplon schon mit Abstand folgte. „Er kam im Juni in unseren Stall. Der Jockey meinte, wir sollten ihn zum Wallach befördern“, meinte Trainergattin Susanne Wöhler.

Trainer Jürgen Albrecht weilte am Freitag nicht in Bad Doberan, sondern bei der Auktion in Deauville. Doch sein Dreijähriger Kool And The Gang (70:10) ließ sich in der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 1.300 m) nicht von einem Treffer abhalten. Start-Ziel rettete Cristian Demuro einen hauchdünnen Vorteil gegen Banda Sea, dahinter rauschte der Favorit Glueckskeks nach Startverlust auf den dritten Platz vor der Außenseiterin Amelie Beat. Die Viererwette bezahlte stolze 32.377:10 Euro. „Heute war der Rennverlauf ideal. Zuletzt in Hoppegarten behagte ihm die Bahn nicht so“, hieß es aus dem Umfeld des Siegers. Das Amazonenreiten ging nach perfekter Einteilung an Lena Mattes auf Ever a Dream (38:10), mit dem Trainer Dominik Moser seine Platzserie beendete. Zum Abschluss hatte Jenny Korbus auf Vieille Sorciere (53:10) aus dem Stall von Christian Sprengel in einem 1.900 Meter-Handicap leichtes Spiel.

 

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