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Preis von Europa das letzte Gruppe I-Rennen

Finale der Champions League 2013

Köln 19. September 2013

Die Champions League des Galopprennsports macht am Sonntag zum letzten Mal in dieser Saison „Station“ auf einer deutschen Galopprennbahn: Der 51. Preis von Europa (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m, 6. Rennen um 16:50 Uhr) ist das finale Gruppe I-Rennen in 2013 hierzulande. Und gleichzeitig bildet es den absoluten Höhepunkt des Turf-Jahres in der Domstadt.

Vor einem Jahr stellte der damalige Sieger Girolamo mit 2:26,37 Minuten einen neuen Bahnrekord auf – und auch diesmal geben sich ganz besonders schnelle Vollblüter hier die Ehre.

Andrasch Starke, vor zwölf Monaten der Jockey von Girolamo, steuert für Trainer Peter Schiergen mit Empoli einen Dreijährigen, der ebenfalls die Farben der ostwestfälischen Zuchtstätte trägt. Nach einer unglücklichen Vorstellung im Derby hielt sich der Hengst anschließend als Zweiter im Großen Preis von Bayern und Vierter im Longines – Großer Preis von Baden gut genug. „Er hat am Dienstag auf weicher Bahn sehr gut gearbeitet. Zumindest eine Platzierung sollte möglich sein. Er dürfte wieder gut laufen, aber das Rennen ist schon sehr stark besetzt. Girolamo ist zur Zeit nicht ganz fit, kann daher nicht antreten, ich denke, dass Empoli vielleicht auch noch einen Tick besser ist als er“, glaubt Trainer Peter Schiergen.

Bestens gerüstet ist auch der Erfolgstrainer Andreas Wöhler. Bevor er in zwei Wochen den Super-Hengst Novellist im Prix de l‘ Arc de Triomphe als Mitfavorit aufbietet, hat er ein Trio im Rennen. Die Nummer eins scheint der Karlshofer Seismos (Andrea Atzeni), der sich mit dem Großen Preis von Bayern schon ein Gruppe I-Rennen sicherte und anschließend im Badener Grand Prix nicht weit hinter Novellist einkam.

Aber Wöhler hat außerdem mit dem wiedererstarkten Ex-Derby-Zweiten Earl of Tinsdal (Eduardo Pedroza) und dem zuletzt in Baden-Baden sehr imponierenden Dreijährigen See The Rock (Jozef Bojko) zwei weitere Eisen im Feuer.

Eine Aufsteigerin der vergangenen Wochen ist die Görlsdorferin Berlin Berlin (Andreas Helfenbein), die den Idee-Hansa-Preis in Hamburg sensationell gewann. Ihr Coach Markus Klug aus dem Kölner Traditionsgestüt Röttgen war vor einigen Jahren noch Besitzertrainer, ist inzwischen zu einer führenden Adresse geworden.

Im Achterfeld sind auch zwei Gäste aus Tschechien: Meandre (Adrie de Vries) wurde nachgenannt, er ist bei uns bereits Gruppe I-Gewinner und hat schon über 1,1 Millionen Euro verdient. Besitzer ist der Tschetschenen-Präsident Ramzan Kadyrov. Der ebenfalls aus Tschechien anreisende Don Halling (Umberto Rispoli) gilt wie der deutsche Dreijährige Vif Monsieur (Koen Clijmans) nur als Außenseiter in diesem Rennen, in dem die Premium-Dreierwette mit 10.000 Euro Garantie-Auszahlung ausgespielt wird.

Die Ehrenpreise für das Siegerteam überreicht Jonas Reckermann, der vielfache deutsche Meister. Europa-Meister und Olympia-Sieger 2012 im Beachvolleyball. Mit Moderatorin Aleksandra Bechtel, ihrem Kölner Kollegen „Linus“ sowie Werner Spinner (Präsident) und Alexander Wehrle (Geschäftsführer) vom 1.FC Köln hat sich viel Prominenz für diesen besonderen Nachmittag auf der Rennbahn angekündigt.

Natürlich ist auch das Rahmenprogramm diesem Ereignis angemessen – insgesamt gibt es neun Prüfungen. Im Winterkönigin-Trial (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.500 m, 4. Rennen um 15:40 Uhr) proben die zweijährigen Ladies für das Großereignis in Baden-Baden. Viel Eindruck machte die Röttgenerin Elora Princess (Andreas Helfenbein) bei ihrem Treffer in Bremen. Peter Schiergen bietet mit der Ittlingerin Longina (Andrasch Starke) eine Tochter der Winterkönigin Love Academy auf. „Sie ist eine hoffnungsvolle Stute“, erklärt der Coach. „Wir wollen sie gezielt einsetzen. Sie hat sich in der Arbeit gut angeboten und meine derzeit beste Zweijährige. Daher versuchen wir es auch gegen schon gelaufene Pferde.“ Perfect Mood (U. Rispoli) gab ein ausgezeichnetes Debüt. Ihr Betreuer Waldemar Hickst: „Sie hat gut gearbeitet, aber hier wird schon noch etwas mehr verlangt als zuletzt.“

Ein tolles Feld von zwölf dreijährigen und älteren Pferdedamen nimmt die Excelsior Hotel Ernst Stutenmeile (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.600 m, 3. Rennen um 15:05 Uhr) in Angriff. Hier könnte sich die von Ferdinand Leve aufgebotene Badener Siegerin Calyxa (Lennart Hammer-Hansen) durchsetzen. „Bei einem besseren Rennverlauf hätte sie auch im Preis der Diana mitgemischt“, sagt ihr Betreuer. Hier werden ebenso 10.000 Euro in der Viererwette garantiert ausgeschüttet wie im 5. Rennen um 16:15 Uhr (Ausgleich IV, 1.850 m). Dort sollte der kaum schon erfasste Vezzali (St. Hofer) das Bankpferd im 16er-Feld sein.

Interessant: Im 1. Rennen um 14 Uhr, einem Rennen für sieglosen Zweijährige, gibt sich mit Ninfea (Eduardo Pedroza) eine Halbschwester des Arc-Mitfavoriten und King George-Siegers Novellist die Ehre. Sie startet hier ihre Karriere.

Interessant: Bereits ab 11 Uhr werden zahlreiche Top-Pferde bei der Veranstaltung „Schaufenster Vollblut“ im Führring der Rennbahn vorgestellt. Darunter auch der aktuelle Derbysieger Lucky Speed, der nach Angaben von Trainer Peter Schiergen 2013 wegen eines Infekts voraussichtlich keine Rennen mehr bestreiten wird.

 

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