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Deutscher Triumph im 300.000 Euro-Marathon

Happy-End durch Altano

Köln 7. Oktober 2013

Was für ein Happy-End für Deutschland am großen Arc-Wochenende in Paris-Longchamp! Im letzten der acht Gruppe I-Rennen am Sonntag auf der französischen Nobelbahn gab es einen großartigen Treffer für den von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierten Altano (116:10) mit seinem aus Panama stammenden Stalljockey Eduardo Pedroza im Prix du Cadran.

Was für ein Happy-End für Deutschland am großen Arc-Wochenende in Paris-Longchamp! Im letzten der acht Gruppe I-Rennen am Sonntag auf der französischen Nobelbahn gab es einen großartigen Treffer für den von Andreas Wöhler in Spexard bei Gütersloh trainierten Altano (116:10) mit seinem aus Panama stammenden Stalljockey Eduardo Pedroza im Prix du Cadran.

Diese 300.000 Euro-Prüfung über 4.000 Meter ist der Marathon für Pferde in Paris. Und nach einem Bilderbuch-Rennen von vierter Position aus entwickelte der siebenjährige Wallach Mitte der Zielgeraden fulminante Reserven, die ihn noch locker an dem in australischem Besitz stehenden Tac de Boistron und Times Up vorbeibrachten. Vierter wurde mit Gloomy Sunday eine Stute des Münchener Besitzers Simon Springer. Ähnlich wie sie konnte sich auch der andere Wöhler-Vertreter Seismos (Cristian Demuro, Eigner: Gestüt Karlshof) aus dem Vordertreffen nicht mehr steigern und wurde Sechster.

Altano war am Ende die dominierende Figur, hatte zweieinhalb Längen Vorsprung. Und der Lohn war stattlich: 171.420 Euro Siegbörse gehen nun auf das Konto der Besitzerin Dr. Ingrid Hornig, die den aus der Lando-Mutter Alanda und von Ausnahme-Deckhengst Galileo stammenden Super-Langstreckler vor einigen Jahren von Züchter Manfred Ostermann übernommen hatte.

Ein kleines Trostpflaster war dieser Triumph auch für Trainer Andreas Wöhler, dessen große Arc-Hoffnung Novellist am Samstag wegen Fiebers aus dem 4,8 Millionen-Highlight hatte gestrichen werden müssen. „Ihm geht es heute schon etwas besser und hoffentlich in ein paar Tagen wieder gut“, erklärte der Erfolgscoach, der seit vielen Jahren eine der besten Adressen in Deutschland ist und eine phantastische Saison erlebt. „Er bekommt nun eine Nennung im Japan Cup.“

Zu Altano erklärte Wöhler: „Ich kenne Altano als ganz großen Kämpfer. Das hat er heute wieder bewiesen. Wir waren mit unseren beiden Pferden schon hoffnungsvoll. Für Seismos wurde die Distanz etwas zu weit. Altano wird in diesem Jahr keine Rennen mehr bestreiten.“

Ein großer Coup wurde der Altano-Sieg auch für Jockey Eduardo Pedroza. „Er hat riesig gekämpft und kam zum Schluss noch einmal so richtig wieder.“ Nur sechs Jahre nach dem Sieg des von dem leider viel zu früh verstorbenen Werner Baltromei vorbereiteten Le Miracle (Rennstall Gestüt Hachtsee) trainierten Le Miracle durfte sich die deutsche Fangemeinde wieder über einen Top-Treffer im Prix du Cadran freuen.

Im klassischen Henkel – Preis der Diana war Red Lips der große Pechvogel. „Damals hätte sie bei glattem Rennverlauf wohl gewonnen, da bin ich mir sicher“, sagte der Kölner Andreas Löwe damals über die von ihm für den Stall Lintec vorbereitete dreijährige Stute. Doch der Altmeister der Trainer ließ sich nicht beirren und schickte die Areion-Tochter nun in einer der anspruchsvollsten Gruppe I-Rennen für dreijährige und ältere Ladies.

Und mit Platz vier (Preisgeld: 22.840 Euro) im Prix de l‘ Opera (400.000 Euro, 2.000 m) bestätigte die als 310:10-Außenseiterin gehandelte Red Lips die hohe Meinung ihres Trainers. Immer an dritter, vierter Stelle galoppierte die Deutsche, doch tat sich für sie und Jockey Fabrice Veron lange keine richtige Lücke auf. Dennoch blieb sie immer dabei, zog bestens an und hätte mit etwas mehr Glück vielleicht auch noch weiter vorne einkommen können. Man darf sicherlich trotzdem hochzufrieden sein.

Bis kurz vor dem Ziel schien Sheikh Mohammeds Tasaday, als Favoritin gehandelt, den Sieg vor Augen zu haben. Doch genau am Schluss hatte sich Dalkala (C. Soumillon, 74:10, aber durch die Stallwette gab es nur 47:10) noch hauchdünn an ihr vorbeigerauft, während die Engländerin Thistle Bird als Dritte schon mit etwas Abstand folgte. Dalkala hatte 2012 am Arc-Wochenende den Prix de Royallieu gewonnen. Für Trainer Alain de Royer-Dupre, Besitzer Aga Khan und Jockey Christophe Soumillon war es schon der dritte Sieg an den „tollen Pariser Tagen“. „Das ist eine sehr starke Stute, sie hat wieder alles gegeben“, erklärte Royer-Dupre.

Christophe Soumillon sicherte sich auch das bedeutendste Rennen für Arabische Vollblüter – den Qatar Arabian World Cup (700.000 Euro, 2.000 m) mit dem Totain-Schützling Mushrae (40:10), der noch sicher an Muntasar und Farraha vorbeikam. Der von Adrie de Vries gerittene Djet Taouy erreichte einen guten vierten Rang. Gunter Richters Ameretto (M. Maanueddu) wurde Zwölfter, Jadey Pietrasiewicz‘ Poulain Kossack 13.

Mit einer atemberaubenden Aufholjagd sicherte sich der Ire Maarek (112:10, D. McDonogh) das kürzeste Rennen des Meetings, den Prix de l‘ Abbaye (350.000 Euro) über 1.000 Meter der Gegengeraden. Vom drittletzten Platz schnitt der Wallach durch das Feld und nagelte den Franzosen Catcall und Hamza auf der Ziellinie fest.

Nicht zu bestellen hatte die im BBAG Auktionsrennen in Baden-Baden imponierende Princess Bavaroise (F. Veron), im Besitz des Deutschen Rupert Plersch, im Prix Marcel Boussac (300.000 Euro, 1.600 m), dem Highlight für zweijährige Stuten. Zunächst ging die Außenseiterin an vierter Stelle sehr gegen die Hand ihres Reiters, auf der Zielgeraden hatte sie dann nicht mehr viel zu verkaufen, wurde Zwölfte und Letzte.

Ganz anders die Wertheimer-Lady Indonesienne (F. Prat; stand als Einzelquote 370:10, doch war sie im Stall mit Royalmania verknüpft) aus dem immer mehr auf sich aufmerksam machenden Stall von Christophe Ferland, die mit mächtigem Endspurt noch die schon enteilte Favoritin Lesstalk In Paris und Queen Catrine verdrängte. Die Halbschwester des Listensiegers Lumineux zeigte sich weiter mächtig verbessert.

Der Sieger im Prix Jean-Luc Lagardere (350.000 Euro, 1.400 m) hat in aller Regel eine versprechende Zukunft vor sich. Das dürfte auch nach der Neuauflage dieser Prüfung für zweijährige Hengste nicht anders sein. Denn der als 27:10-Favorit angetretene Niarchos-Vertreter Karakontie (St. Pasquier) aus dem Stall von Jonathan Pease imponierte mit seinem Speed, der ich noch locker an dem Spanier Noozhoh Canarias und Charm Spirit vorbeibrachte. Der dritte Treffer beim vierten Start war eine sehr überzeugende Angelegenheit. „Das ist ein Pferd mit viel Qualität, er hat enorm beschleunigt“, berichtete Karakonties Jockey Stephane Pasquier.

Der große Festtag von Jockey Thierry Jarnet (Arc-Sieger mit Treve) gingen im Prix de la Foret (400.000 Euro, 1.400 m), denn mit der von Freddie Head trainierten Moonlight Cloud (heiße 18:10-Favoritin) ließ er nichts anbrennen. Der sechste Gruppe I-Treffer der Super-Stute war eine Augenweide. Denn von allerletzten Platz überrollte sie den lange führenden Vorjahressieger Gordon Lord Byron und Garswood. Der deutsche Gast Sommerabend (G. Mosse/M. Rulec) endete im geschlagenen Feld.

Im abschließenden 70.000 Euro-Handicap über 1.600 Meter belegte der von William Mongil in Mülheim trainierte König Bernard (U. Rispoli) nach langer Führung einen guten dritten Rang hinter A Ready Dream (St. Pasquier) und Polarix.

 

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