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Saisonfinale mit zahlreichen Startern vom Raffelberg

Mülheimer Trainer setzen auf den Heimvorteil

Mülheim/Ruhr 11. Oktober 2013

Zum dritten und letzten Mal in diesem Jahr öffnet die Mülheimer Galopprennbahn am Samstag ihre Pforten. Ab 14.00 Uhr stehen beim Raffelberger Saisonfinale sieben Rennen auf dem Programm.

Mülheim (mspw). Der Andrang ist mit insgesamt 92 Startern riesig. Auch die Mülheimer Trainer nutzen die Gelegenheit, um gleich mehrere ihrer Schützlinge beim ersten Volmer Betonwerk-Renntag vor der eigenen Haustür laufen zu lassen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Keine Reisekosten, keine Strapazen für die Pferde. Nicht die schlechtesten Voraussetzungen für einen Heimsieg.Der erfahrene Engländer Bruce Hellier stellt mit drei Pferden das stärkste Aufgebot der am Raffelberg beheimateten Trainer. Der 72-jährige Routinier bietet den dreijährigen Wallach Gios Last, die dreijährige Stute Vanessa’s Sue und die vierjährige Stute Variety Show auf.Gios Last bestreitet in einem mit 5.100 Euro dotierten Dreijährigen-Rennen über die Sprint-Distanz von 1.400 Metern, dem „Preis der SWB“, seinen zweiten Start überhaupt und den Premieren-Auftritt unter der Regie von Hellier. Bei seinem Einstand Mitte Juni in Dortmund war er - noch für Trainer Andreas Löwe (Köln) - in einem 5.000 Euro-Rennen (2.000 Meter) Siebter geworden. „Für Gios Last könnte die Distanz vielleicht ein wenig zu kurz sein“, so Hellier. „Für mich geht es vor allem darum, ihn bei seinem Auftritt zu studieren und wichtige Erkenntnisse zu sammeln. Die Trainingseindrücke waren jedenfalls positiv.“Der bisher einzige Sieg von Variety Show, die am Samstag im „Dr. Margrit Toma-Dislich-Rennen“ (3.600 Euro/1.400 Meter) antritt, war der Stute auf der Mülheimer Rennbahn gelungen. Der Erfolg auf der Heimatbahn liegt gerade einmal viereinhalb Monate zurück. Beim zweiten Renntag am Raffelberg in dieser Saison Ende Mai war die Stute zum Totokurs von 64:10 nicht zu bezwingen. Beste Platzierung danach war ein dritter Platz in Krefeld. „Variety Show ist immer für eine Überraschung gut“, sagt Trainer Hellier. „Sie läuft am Samstag zum ersten Mal mit einer Seitenblende, die verhindern soll, dass sie sich umschaut. Diese Maßnahme soll ihre Konzentration fördern.“Sechs Starts, sechsmal unplatziert: Das ist die Bilanz von Vanessa’s Sue in diesem Jahr. „Wir hatten uns wesentlich mehr ausgerechnet“, gibt Hellier ehrlich zu. „Im Training läuft es bei ihr hervorragend. Diese Leistungen konnte die Stute aber bisher in den Rennen nicht bestätigen. Sie ist kein Pferd, das gerne reist. Vielleicht kommt der Start auf der Heimatbahn jetzt genau richtig, denn Laufvermögen besitzt sie.“ Am Raffelberg trifft Vanessa’s Sue im „Volmer Betonwerk-Rennen“, einer mit 5.550 Euro dotierten Prüfung über 2.000 Meter, auf 14 Kontrahenten. Gutes Omen: Fast auf den Tag genau vor einem Jahr holte die Stute in Mülheim ihren bisher einzigen Karriere-Erfolg.Zu den Gegnerinnen von Vanessa’s Sue zählt Ante Portas. Es ist ein „Nachbarschaftsduell“. Denn die Ställe von Bruce Hellier und Ante Portas’ Trainerin Yasmin Almenräder liegen in Mülheim nur wenige Meter auseinander. Seit ihrem 16. Platz auf der Rennbahn im französischen Saint-Cloud vor drei Monaten ist die Stute nicht mehr gelaufen. Erst seit einigen Wochen befindet sich Ante Portas bei Yasmin Almenräder im Training und absolviert nun am Samstag den ersten Auftritt unter neuer Regie. „In ungewohnter Umgebung gerät sie leicht außer Fassung“, sagt Almenräder. „Auf der Heimatbahn bin ich guter Dinge, dass es besser klappt, auch wenn sie wohl noch einen Start benötigt, um auf 100 Prozent zu kommen. Eine Prämie sollte trotzdem drin sein.“Das Mülheimer Trio in diesem Rennen komplettiert Ostpol aus dem Trainingsquartier von William Mongil. Der fünfjährige Wallach gewann in diesem Jahr immerhin zwei seiner acht Starts, fuhr dabei Prämien von 13.400 Euro ein. Ex-Jockey Mongil, der im vergangenen Jahr in Mülheim die Nachfolge des verstorbenen Werner Baltromei angetreten hatte, ist guter Dinge: „Sein Stall liegt 20 Meter vom Führring entfernt. Dass er nicht transportiert werden muss, ist positiv. Er ist fit und ich traue ihm eine Top-Platzierung zu“, so Mongil, der in diesem Jahr schon jetzt die Preisgeld-Marke von 500.000 Euro hinter sich lassen konnte.Jens Hirschberger hat mit der zweijährigen Stute Turfmaid und der fünfjährigen Stute Mirada gleich zwei „Eisen im Feuer“. Turfmaid, die dem Gestüt Auenquelle von Karl-Dieter Ellerbracke (Rödinghausen) und Peter Michael Endres (Duisburg) gehört, startet im „Preis des Golfclubs Mülheim an der Ruhr Raffelberg“, einem 1.400 Meter-Rennen für zweijährige sieglose Stuten (5.100 Euro). Die meisten der sieben Teilnehmerinnen starten zum ersten Mal überhaupt. Das gilt auch für Turfmaid, die sich laut Hirschberger „im Training angeboten hat“. Der erfahrene Trainer, beim Diana-Stall seit Jahresbeginn Nachfolger von Uwe Ostmann, setzt auch auf den Heimvorteil: „Sie kennt am Raffelberg alles, muss sich nicht groß umgewöhnen.“Mirada, die zweite Starterin aus dem Diana-Stall am Samstag, geht als frische Siegerin in ein mit 3.600 Euro dotiertes Amateurrennen über 2.000 Meter, dem „ABT-Rennen“. Mitte September triumphierte die Fünfjährige in Düsseldorf in einer mit 4.000 Euro dotierten Prüfung. Zuvor war sie in Leipzig auf Rang drei gelandet. „Die Leistungen bisher waren sehr gut“, meint Hirschberger. „Wir wollen die Stute in kleinen Schritten an anspruchsvollere Aufgaben heranführen.“ Hirschbergers Schützlinge haben in diesem Jahr Preisgelder in Höhe von rund 400.000 Euro gewonnen.Ihren ersten Auftritt in diesem Jahr absolviert die vierjährige Stute Kazzira, die von Julia Römich betreut wird und es am Raffelberg zum Auftakt im „Heinz Dislich-Rennen“ (3.000 Euro/2.000 Meter) mit 14 Konkurrenten zu tun bekommt. Als Dreijährige war Kazzira in Italien dreimal siegreich. Seit zwei Monaten wird sie im Römich-Stall betreut und läuft am Samstag zum ersten Mal für ihre neue Trainerin. „Die Konkurrenz macht auf mich keinen übermächtigen Eindruck. Ich bin zuversichtlich, dass es mit einer Prämie klappt, zumal wir mit Koen Clijmans einen Jockey verpflichtet haben, der die Stute aus dem Training am Raffelberg bestens kennt.“

 

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