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Gregor Baums Lady triumphiert in Hannover

Präsidenten-Coup mit Nevada

Hannover 27. Oktober 2013

Ehre, wem Ehre gebührt: Ohne das riesige Engagement von Rennvereins-Präsident Gregor Baum hätte es die Erfolgsstory der Neuen Bult in Hannover in den letzten Jahren nicht gegeben. Da passte es nur zu gut, dass der Besitzer und Züchter des Gestüts Brümmerhof am Sonntag beim großen Saisonfinale, dem Tag der Gestüte bei ausgezeichneten Besuch trotz wechselhaften Wetters, mit der Stute Nevada den Großen Preis der Besitzervereinigung (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.400 m) gewann.

Ehre, wem Ehre gebührt: Ohne das riesige Engagement von Rennvereins-Präsident Gregor Baum hätte es die Erfolgsstory der Neuen Bult in Hannover in den letzten Jahren nicht gegeben. Da passte es nur zu gut, dass der Besitzer und Züchter des Gestüts Brümmerhof am Sonntag beim großen Saisonfinale, dem Tag der Gestüte bei ausgezeichneten Besuch trotz wechselhaften Wetters, mit der Stute Nevada den Großen Preis der Besitzervereinigung (Listenrennen, 20.000 Euro, 1.400 m) gewann.

Die vierjährige Dubai Destination-Tochter war nach ihrem ausgezeichneten Ehrenplatz in Köln heiße 20:10-Favoritin geworden, und diese Einschätzung bestätigte die Lady aus dem Stall des im Januar von Warendorf nach Hannover wechselnden Paul Harley eindrucksvoll.

„Sie hat Mitte der Zielgeraden beim Angriff noch einen Stopp gehabt und trotzdem noch überlegen gewonnen“, erklärte Siegreiter Andrasch Starke. Und Gregor Baum fügte an: „Sie hatte als Zweijährige einen Beckenbruch, nachdem sie Favoritin für den Preis der Winterkönigin gewesen war. Wahrscheinlich geht Nevada nun in die Zucht.“
Al Quintana marschierte aus dem Vordertreffen immer weiter und verteidigte den Ehrenplatz vor Tipsy Tangerine.

„Ich habe Jozef Bojko gesagt, er soll mich glücklich machen, und das hat er getan“, freute sich Susanne Wöhler (in Vertretung ihres in Paris weilenden Ehemannes Andreas) nach dem ersten der drei 20.000 Euro-Listenrennen. Im Großen Preis der Mehl-Mülhens-Stiftung für Zweijährige über 1.400 Meter führte Bojko die zuletzt schon beim Debüt in Köln beeindruckende Meerjungfrau zu einem sicheren Erfolg. Die 23:10-Favoritin, die zugleich auch im Besitz des Rennstalles Wöhler steht, bekam ein ideales Rennen an vierter Stelle serviert und schob sich noch bequem an der sich tapfer wehrenden Fährhoferin Goiania vorbei. „Wir sind sehr zufrieden, nur leider hatten wir kein Führpferd“, meinte Jockey Daniele Porcu.

Eine Überraschung war dagegen der Triumph der 92:10-Chance Nausica Time (mit dem jungen Bayarsaikhan Ganbat) im Großen Campanologist Preis (Listenrennen, 20.000 Euro, 2.000 m). Start-Ziel lief die von Sascha Smrczek trainierte dreijährige Stute der Konkurrenz davon. „Beim letzten Start in einem Auktionsrennen auf dieser Bahn hatte sie ein unglückliches Rennen. Weicher Boden kam ihr entgegen. Heute bekam sie alles ideal serviert. Vielleicht gehen wir noch in ein Listenrennen nach Dresden. Im nächsten Jahr bleibt sie im Rennstall“, berichtete Smrczek. Besitzer Uwe Zerrath hatte hier vor einem Jahr mit Dancing Shuffle im Zweijährigen-Highlight aufgetrumpft, nun hatte er wieder ein Erfolgserlebnis in Hannover.

Die Außenseiterin Elle Same hielt lange stand, wurde sehr gute Zweite. „Sie ist riesig gelaufen und hat toll gekämpft“, sagte ihr Reiter Dennis Schiergen. Das Höchstgewicht Berlin Berlin kam außen gut ins Rollen, wurde Dritte. „Sie trug bis zu vier Kilo mehr als die Gegnerinnen, und der Boden war schon zu weich“, sagte Niko Lafrentz vom Gestüt Görlsdorf. Aliana schien lange mehr als Platz vier zu erreichen.

Seine Stute hatte den Ehrenplatz noch knapp gegen Papagena Star gerettet, die am Ende sehr schnell wurde. „Die Distanz war zu kurz, aber es gab kein anderes Rennen für sie. Unser Ziel, Black Type zu erreichen, haben wir geschafft“, kommentierte Trainer Markus Klug. Die anderen Pferde folgten schon mit Abstand.

Eine reine Pflichtaufgabe wurde das einleitende 2.000 Meter-Rennen für den Röttgener Erlkönig (15:10), der 2013 immerhin im Derby gestartet war. Von zweiter Position aus hatte Andreas Helfenbein mit dem Schimmel früh alles locker im Griff und blieb vor Quiania und der lange führenden Iberica.

„Wir machen jetzt Schluss für dieses Jahr. 2014 startet er wieder in besseren Aufgaben“, erklärte Gestütsleiter Frank Dorff über Erlkönig.

Und auch eine halbe Stunde später stand das Team aus der Köln-Heumarer Zuchtstätte wieder auf dem Treppchen, denn die 29:10-Favoritin Nauka beherrschte das Stuten-Zweijährigenrennen in großer Manier gegen Ledena und Bella Valentina. „Man hat wieder einmal gesehen, dass Kallisto-Nachkommen auch schon zweijährig gewinnen können“, signalisierte Frank Dorff.

Markus Klug und Andreas Helfenbein machten danach mit der dreijährigen Stute Elektroshow (39:10) sogar einen Hattrick perfekt, denn die Lady stiefelte in einem 1.70 Meter-Rennen Amatia und Glee Club Start-Ziel davon. „Es hat sich ausgezahlt, dass wir in der Distanz zurückgegangen sind“, erzählte Klug.

Versprechende Youngsters dürfte man auch in einer 2.000 Meter-Prüfung gesehen haben, die erwartungsgemäß an den im Besitz des Kölner Renn-Vereins-Präsidenten Eckhard Sauren stehenden 18:10-Favoriten Shazaam ging, der nach früher Attacke den heranstürmenden Captain Dino und Karltheodor abhielt. „Die heutige Distanz passte besser als beim ersten Versuch. Nun geht er in die Winterpause“, sagte Trainer Peter Schiergen über den Sohn der Deckhengst-Legende Monsun.

Einen formgemäßen Einlauf gab es auch im 15.000 Euro-Ausgleich II über 2.200 Meter, als sich der 44:10-Mitfavorit Manolito (St. Hellyn) früh souverän von der noch stärker gewetteten Santillana und dem im Besitz von Hannover 96-Präsident Martin Kind stehenden North Star entfernte. „Von wenigen Ausnahmen abgesehen war Manolito bei seinen 21 Starts immer im Geld“, signalisierte Trainer Axel Kleinkorres.

In der Wettchance des Tages setzte sich der von Christian Sprengel trainierte Timmothy (K. Clijmans, 295:10-Außenseiter) leicht gegen Walkabout, Myrtille und Foolproof durch. Die Viererwette bezahlte 21.125:10 Euro. Den Ausgleich II über 1.600 Meter sicherte sich die 38:10-Favoritin Love Happens (N. Richter) aus dem Quartier von Ferdinand Leve klar vor Redesert und Elgin.

Ausgezeichnet wurden an diesem Nachmittag auch die vier besten Teams der Concept Challenge, dem Nachwuchswettbewerb der German Racing Next Generation.

Gregor Baum ehrte Riko Luiking, seit 1997 Toto-Leiter auf der Neuen Bult, der diesen verantwortungsvollen Posten nach dem Saisonfinale abgibt. Er hatte diese Aufgabe von seinem Vater übernommen, insgesamt führte seine Familie dieses Amt seit 45 Jahren aus.

 

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