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1.000. Karrieretreffer beim Gras-Finale in Krefeld

„Meilenstein“ für Jozef Bojko

Krefeld 23. November 2013

Er ist seit vielen Jahren einer der fleißigsten Jockeys in Deutschland, und auch einer der erfolgreichsten. Und am Samstag, dem letzten Grasbahn-Renntag der Saison in Krefeld, markierte der gebürtige Slowake Jozef Bojko (42) einen ganz besonderen Treffer, mit dem er sich in die Geschichtsbücher eintrug: den 1000. Sieg im Rennsattel mit dem von Andreas Trybuhl trainierten Lee Rocket (43:10), der in einem Ausgleich IV über 2.200 Meter Start-Ziel völlig überlegen mit zwölf Längen vor Aunt Ger und Lord of Desert triumphierte.

Er ist seit vielen Jahren einer der fleißigsten Jockeys in Deutschland, und auch einer der erfolgreichsten. Und am Samstag, dem letzten Grasbahn-Renntag der Saison in Krefeld, markierte der gebürtige Slowake Jozef Bojko (42) einen ganz besonderen Treffer, mit dem er sich in die Geschichtsbücher eintrug: den 1000. Sieg im Rennsattel mit dem von Andreas Trybuhl trainierten Lee Rocket (43:10), der in einem Ausgleich IV über 2.200 Meter Start-Ziel völlig überlegen mit zwölf Längen vor Aunt Ger und Lord of Desert triumphierte.

„Ich hätte nie geträumt, diese Marke zu schaffen. Zu Beginn meiner Laufbahn hatte ich gehofft, 50 Rennen zu gewinnen. Das ist ein richtiger Meilenstein“, berichtete Jozef Bojko, der seit 1990 in Deutschland arbeitet und dessen wichtigster Triumph sicherlich der Sieg mit Waldpark im Derby 2011 war. 15 Jahre war er für Hubertus Fanelsa tätig, längst ist er zweiter Jockey bei Andreas Wöhler in Gütersloh.

Interessant: Der Sieger Lee Rocket (für 4.800 Euro an Sascha Smrczek) und der Dritte Lord of Desert (4.002 Euro an die GTM GmbH) wurden nach diesem Verkaufsrennen geclaimt.

Es kommt wahrlich nicht alle Tage vor, dass ein Pferd des Teams Andrasch Starke/Peter Schiergen 73:10 auf Sieg bezahlt. Doch im Zweijährigen-Rennen gab es auf die Ittlingerin Amadea beim Debüt sehr gutes Geld. Aus dem Vordertreffen machte sich die Lady souverän von der Konkurrenz frei. Das machte Appetit auf die kommende Saison. Es war der erste Sieg eines Lauro-Nachkommen in Deutschland.

„Es sollte ein Lernstart für sie sein, doch sie hat das sehr angenehm gemeistert“, berichtete Schiergen. „Wenn eine Stute beim ersten Start so leicht gewinnt, dann kann sich das sehen lassen.“ Noch viel Boden machte Leon Lusio als Zweiter gut, während seine Trainingsgefährten Testa di Moro und Feschak keine Rolle spielten. Trainer Sascha Smrczek: „Leon Lusio braucht noch weitere Wege, das war aber sehr gut heute. Testa di Miro konnte das Tempo noch nicht mitgehen. Feschak kam in Dresden über 1.900 Meter leider nicht ins Feld. Heute ist er an der Distanz gescheitert.“ Sehr gut dabei blieb Sworn Shot, während Nelke nicht entscheidend zulegen konnte. Die Dreierwette bezahlte 20.836:10 Euro.

Eine absolute Sensation gab es in einer Dreijährigen-Prüfung über 1.700 Meter, denn mit dem Bulgaren Vip (A. Pietsch) war nach dem Deutschland-Debüt kaum zu rechnen. Doch zur Quote von 520:10 raufte sich der Hengst noch knapp an der schon in Sicherheit geglaubten Favoritin Andarta und Sanya vorbei. „Vip war sehr relaxed. Wir hatten lange kein passendes Rennen für ihn. Unsere andere Starterin Sandra hatte ich weiter vorne erwartet“, berichtete Trainer Ivan Ivanov. Hier kletterte die Zweierwette mit 3.634:10 Euro in stattliche Höhe.

Eine längere Durststrecke ging für Reiterin Steffi Hofer in einem Maidenrennen über 2.050 Meter zu Ende, aber nach einem sehenswerten Ritt führte sie den 40:10-Favoriten Cyrus Sod noch zu einem mehr als sicheren Sieg über den wahrlich überfälligen Spike. „Er war wirklich reif, hatte aber auch eine ideale Aufgabe“, kommentierte Trainer Mario Hofer diesen Heimerfolg. Auch seine Krefelder Kollegin Erika Mäder (weilte bei einem Trainer-Seminar in Stockholm) feierte einen Treffer – durch den mit neun Längen Vorsprung in einem 1.700 Meter-Handicap auf und davon gehenden Dreamworks (36:10). Jockey Koen Clijmans: „Er war heute richtig frisch, ging schön innen durch und hatte keinerlei Probleme. In Köln hatte er einen Nicker gemacht.“ Mit 2.180:10 brachte die Zweierwette auf den Außenseiter Input eine attraktive Auszahlung.

Alles andere als unerwartet kam auch der dritte Saisontreffer der mächtig verbesserten Variety Show (67:10, A. Best) in einem 1.300 Meter-Ausgleich IV. „Sie ist wirklich toll in Form. Da wäre es zu schade, jetzt schon in die Winterpause zu gehen. Ich denke, wir versuchen es nun auf der Sandbahn“, verriet Trainer-Altmeister Bruce Hellier. Da mit Ohne Tadel, Cabanello und Ancient War weitere gut gewettete Pferde auf den Plätzen einkam, konnte man in dieser Wettchance des Tages die Viererwette gut treffen (Quote: 9.091:10 Euro).

„Dieses Rennen hat eindeutig Andrasch Starke gewonnen“, lobte der Hannoveraner Trainer Christian Sprengel den Champion der Jockeys nach dem dritten Saisonsieg des Dreijährigen König Arte (81:10) im einem Ausgleich III über 1.700 Meter. „Er hatte vorher gesagt, dass man unbedingt innen gehen müsste und das gnadenlos durchgezogen. König Arte wird im nächsten Jahr auch in der höheren Klasse zurechtkommen. Er geht nun in die Pause. 2014 könnte er auch auf die Hindernisbahn wechseln. Denn die Mutter Königin Arte gewann sogar in Meran und Pardubitz.“

Noch dicht heran lief Albert Hawaii, katapultierte die Zweierwette auf 1.713:10 Euro. Gar 44.202:10 Euro bezahlte die Dreierwette mit der 406:10-Chance Caldi Mill auf Platz drei. Die Bulgarin schien kurz alle zu überlaufen. Aus bester Lage kam der achtfache Saisonsieger Pagan Warrior nicht mehr voran und wurde Fünfter. „Er ging viel zu weit außen“, sagte Trainer Uwe Schwinn. Gar nur auf dem vorletzten Rang trudelte der 21:10.Favorit Fly First ein. „Er hat sich verpullt, war viel zu heftig“, si Jockey Lennart Hammer-Hansen.

Noch einiges hören dürfte man von dem in einem 1.700 Meter-Handicap auf sieben Längen enteilenden Initiator (35:10, zweiter Sieg für Alexander Pietsch). „Vielleicht geht es nun nach Frankeich“, gab seine Betreuerin Marion Weber zu Protokoll.

Nach 5:37,02 Minuten war auch die letzte Prüfung der Krefelder Rennsaison entschieden. Und das Jagdrennen endete mit einer großen Überraschung. Denn mit dem fünfjährigen Wallach Piekfein (unter Jan Kratochvil, der am Stall von Jozef Vana in Tschechien arbeitet) war doch kaum zu rechnen. Aber mit riesigem Einsatz wehrte der 248:10-Außenseiter den heranstürmenden Co-Favoriten Mister Moon und Coyaique ab. Der heiße Favorit Baitsileir sprang nicht gut, ging aber auch sehr weit hinten. Als alles entschieden war, arbeitete er sich noch auf den vierten Platz vor. Der Iffezheimer Trainer Manfred Weber war nicht so verwundert über den Triumph von Piekfein: „Zuletzt in Paray-Le-Monial war der Boden sehr fest beim ersten Versuch auf der Jagdbahn. Heute hat er sich richtig wohl gefühlt. Vielleicht peilen wir nun ein Rennen im Dezember in Cagnes-sur-mer an.“

 

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