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Mülheim: Präsident jetzt auch Geschäftsführer

Neue Doppel-Funktion für Schlebusch

Mülheim/Ruhr 6. Dezember 2013

Hans-Martin Schlebusch hat beim Galopprennverein vom Mülheimer Raffelberg eine Doppel-Funktion übernommen. Der Pädagoge ist nicht nur Präsident, sondern nun auch ehrenamtlicher Geschäftsführer. Das gab das Präsidium des Rennvereins am Donnerstag auf der Mitgliederversammlung in den Räumen des Golfclubs vom Raffelberg bekannt.

Schlebusch ist damit Nachfolger von Golfclub-Betreiber Ralf Schmitz, der aus persönlichen Gründen von seinem Geschäftsführer-Posten beim Rennverein zurückgetreten war, ihm als Präsidiumsmitglied aber erhalten bleibt. "Bei drei Renntagen pro Jahr hält sich der Arbeitsaufwand für einen Geschäftsführer in Grenzen. Gemeinsam mit dem Team auf der Bahn um Sekretariatsleiterin Birgit Nickel können diese Aufgaben auch vom Präsidenten erfüllt werden", so Schmitz.

Damit Schlebusch seine Doppel-Funktion auch dauerhaft ausüben kann, ist allerdings eine Satzungsänderung notwenig. Diese soll im kommenden Jahr bei der Mitgliederversammlung auf die Tagesordnung gesetzt werden. Die drei Renntage 2014 gehen am 24. Mai, 12. Juli und 9. August (jeweils samstags) über die Bühne. Dann hofft der Rennverein vom Raffelberg erneut auf einen so großen Zuschauerspruch wie in diesem Jahr, als insgesamt rund 30.000 Besucher auf die Bahn strömten.

"Damit sind wir bei den Mülheimern Sportveranstaltungen spitze", sagt Schlebusch. Ein besonderer Dank des Rennvereins ging an die Sponsoren Dr. Margrit Toma-Dislich und Heinz Dislich. Die Eigentümer des Volmer Betonwerks in Duisburg hatten sich bei zwei Veranstaltungen 2013 mit einem "namhaften Betrag" (Schmitz) engagiert. Beim letzten Renntag war das Volmer Betonwerk erstmals als Namensgeber der gesamten Veranstaltung präsent.

Gute Nachrichten gab es bei der endgültigen Bilanz des Jahres 2012, die ein Plus von 31.259 Euro aufweist. Grund für das positive Ergebnis sind zusätzliche Einnahmen aus dem Spiel 77, mit denen der Rennverein nicht gerechnet hatte. Nach wie vor drücken den Mülheimer Galopprennverein aber Verbindlichkeiten in Höhe von rund 1,3 Millionen Euro.

Um den Verein auf eine breitere Basis und ein sicheres Fundament zu stellen, ist das Präsidium dabei, Gespräche mit der Stadt und der Sparkasse zu führen. "Sie verlaufen insgesamt erfreulich", so Vorstandsmitglied Joachim Orilski. "Die Probleme, die im Laufe der Verhandlungen aufgetreten sind, können wir lösen. Das wird aber noch eine Weile dauern."

Inhalt der Gespräche mit der Stadt ist eine Änderung des Erbbaurechtsvertrages. Möglicherweise wird sich dieser verlängern. Für die Stadt Mülheim wäre das dann mit Mehreinnahmen verbunden. Sportlich machten die in Mülheim beheimateten Trainer regelmäßig mit Erfolgen auf sich aufmerksam. Allen voran Jens Hirschberger und William Mongil, deren Schützlinge zusammen rund eine Million Euro gewinnen konnten.

 

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