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Löwe-Galopper imponiert in der Frühjahrs-Meile

Amaron stürmt der Konkurrenz davon

Düsseldorf 13. April 2014

Gruppe I-Feeling am Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf. Denn das erste Gruppe (III-)Rennen der Rennsaison 2014 hatte eine Besetzung, wie man sie normalerweise nur aus der Champions League kennt. Vier absolute Hochkaräter schlummerten im siebenköpfigen Feld. Und mit Gestüt Winterhauchs Amaron (33:10) gab es einen mehr würdigen Sieger.

Gruppe I-Feeling am Sonntag auf der Galopprennbahn in Düsseldorf. Denn das erste Gruppe (III-)Rennen der Rennsaison 2014 hatte eine Besetzung, wie man sie normalerweise nur aus der Champions League kennt. Vier absolute Hochkaräter schlummerten im siebenköpfigen Feld. Und mit Gestüt Winterhauchs Amaron (33:10) gab es einen mehr würdigen Sieger.

Denn der von Andreas Löwe in Köln vorbereitete fünfjährige Shamardal-Sohn hatte in seiner bisherigen Karriere schon 275.695 Euro verdient. Nun kamen in der wettenleip Frühjahrsmeile (55.000 Euro, 1.600 m) 32.000 Euro dazu. Unter dem Franzosen Fabien Lefebvre fand Amaron ein ideales Rennen an zweiter Stelle hinter dem Piloten Combat Zone vor. Und seine frühe Attacke stand der nun zum sechsten Mal erfolgreiche Crack bestens durch und verteidigte einen sicheren Vorteil auf Chopin, der nach langer Pause kaum besser laufen konnte.

„Er hatte so richtig Power zum Saisonstart“, berichtete Amarons Betreuer Andreas Löwe. „Er konnte sich unterwegs führen lassen, hatte seine Lieblingsposition. Er Jockey hat dreimal die Peitsche benutzt, das hat ausgereicht. Vielleicht gehen wir nun in ein Gruppe III-Rennen in zwei Wochen in Frankreich. Dort muss er kein Aufgewicht tragen. Ich werde ihn in den nächsten Tagen nennen.“
Chopin unterlag (eineinviertel Längen zurück) in allen Ehren, er packte noch mächtig an. „Nach zehn Monaten Pause war das wirklich okay“, bilanzierte Trainer Andreas Wöhler. „Wir sind sehr zufrieden und schauen nun in aller Ruhe, wo wir weitermachen.“

Ausgezeichnet hielt sich Combat Zone, der nach langer Führung den dritten Rang hielt. „Wir bleiben in Deutschland und der Schweiz mit ihm“, umschrieb Besitzer Guido Schmitt die weitere Marschroute. Neatico hatte außen einen starken Moment, kam aber nicht ganz heran und wurde Vierter. „Es war sein erster Saisonstart. Er hatte noch nicht seinen gewohnten Speed“, versicherte Peter Schiergen. Und Besitzer Manfred Ostermann ergänzte: „ Neatico musste hier viel Gewicht tragen, das darf man nicht übersehen.“ Zazou kam über den fünften Platz nicht hinaus.

Am Sonntag absolvierte der Ammerländer High Duty seinen dritten Start auf der Rennbahn Düsseldorf. Und im wettenleip – Preis der Dreijährigen (25.000 Euro-Listenrennen, 1.500 m) landete der Oratorio-Sohn seinen ebensovielten Treffer. Und der Triumph des 15:10-Favoriten unter dem wie entfesselt agierenden Daniele Porcu war eine Augenweide. Denn von zweiter Stelle aus (hinter Key to fun) dominierte der Dreijährige sehr früh das Geschehen.

„Natürlich hatten wir einige Erwartungen. Daniele hat ihm das Rennen schön eingeteilt. Ich denke, wir bleiben auf kürzeren Wegen. Die Silberne Peitsche am 1. Mai in München ist nun das wahrscheinliche Ziel“, erklärte Trainer Peter Schiergen.

Mit viel Kampfgeist eroberte Eric noch den zweiten Platz gegen den vorne bestens standhaltenden Key to fun und Sahand. „Er musste einmal die Spur wechseln und wurde nicht zu hart angefasst. Das Busch-Memorial oder das Mehl-Mülhens-Rennen steigern wir nun an“, sagte Erics Betreuer Christian von der Recke. Ragazzo kam von letzter Position nie ins Rennen.

Mit einer Überraschung begann der Renntag, denn in der Dreijährigen-Prüfung über 1.400 Meter trumpfte der Außenseiter Genaro (79:10) auf. Jockey Adrie de Vries zeigte auf dem Dashing Blade-Sohn, der seit September nicht mehr gestartet war, einen kaltschnäuzigen Ritt, denn erst ganz zuletzt brachte er Genaro ganz innen durch und hielt auch die Favoritin Sugar Love hauchdünn in Schach. „Wir gehen nun in das Auktionsrennen nach Hoppegarten“, gab Trainer Axel Kleinkorres die weitere Marschroute vor. Molly Macho war als Dritter ebenfalls dichtauf.

Erstklassige dreijährige Stuten dürfte man in einem 2.100 Meter-Maidenrennen gesehen haben. Hier beeindruckte Gestüt Röttgens debütierende Weltmacht (60:10, A. Helfenbein) mit großem Einsatz. Denn obwohl sie an der Spitze früh bedrängt wurde, kämpfte sie immer weiter und wehrte auch die heranfliegende Akua’na noch knapp ab, hinter der Amalua noch die sehr unglücklich agierende Favoritin Longina passierte. „Das ist meine beste dreijährige Stute. Die Oaks d‘ Italia sind ein eventuelles Ziel“, erklärte Trainer Markus Klug. Die Schwester der guten Wilddrossel hat auch noch eine Nennung im Deutschen Derby.

Nur glänzende Formen kennt man von Stall Australias Cioccomia (36:10), die im 2.200 Meter-Ausgleich III von weit hinten unter Miguel Lopez an der Konkurrenz (mit Ostpol und North Point an der Spitze) vorbeistürmte. „Es war schon der 19. Saisonsieg für den Besitzer Stephan Hoffmeister in Frankreich und Deutschland. Sie ist eine kleine Katze, die aber unheimlich schnell werden kann“, verriet Trainer Sascha Smrczek.

Fest in holländischer Hand war der 1.400 Meter-Ausgleich II, denn der Mitte der Geraden mit der jungen Cecilia Müller auf einen Rush in Front ziehende Lord of Leitrim (38:10) verwies seinen ebenfalls flott aufkommenden Landsmann Viscount Vert auf den Ehrenplätz. Die Lokalmatadorin Manisa wurde noch Dritte. „Er ist ein sehr gutes Pferd, das ich in England erworben habe“, kommentierte Besitzertrainer Lucien van der Meulen, der dieses Jahr einer der ersten Anwärter auf das Besitzertrainer-Championat ist.

Alles andere als unerwartet kam auch der Treffer der Stute Sanya (34:10, J. Bojko) in einer 1.700 Meter-Prüfung, die an Winkali und Valeron leicht vorbeiging. „Es war schon mein fünfter Sieg in diesem Jahr“, jubelte Trainerin Katja Gernreich.

Nicht nur die Borussia aus Dortmund hatte im Fußball ein Top-Wochenende, auch der für den Stall BVB antretende Tasci agiert in sensationeller Verfassung. Die absolute Entdeckung dieser Saison ist der fünfjährige Wallach. Denn mit Steffi Hofer landete er seinen fünften Saisonsieg. Im Ausgleich III über 1.700 Meter überrollte der 30:10-Mitfavorit vom letzten Platz Praetor und Dreamworks. „Er versteht sich mit Steffi glänzend. Man muss nur die richtige Taktik wählen, verstecken und fertig“, berichtete Trainer Ralph Schaaf.

Bestens besucht war auch die Veranstaltung in Zweibrücken. In der Wettchance des Tages (Ausgleich IV, 2400 m) sorgte die Koutny-Stute Romenya (S. Grub) vorneweg für eine große Überraschung. Sie hielt gegen die wesentlich stärker gewetteten Glatteis, Nabakuk und Univers bestens stand. Sagenhafte 528:10 bezahlte die Stute auf Sieg! Die Viererwette wurde nicht getroffen. Fabian Xaver Weißmeier war mit vier Siegen der Mann des Tages.

 

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