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Löwe-Hengst triumphiert in Krefeld

Lucky Lion macht alle glücklich

Krefeld 27. April 2014

Was für ein Deja-vu für Trainer Andreas Löwe und Besitzer Gerd Mosca (Eberbach) vom Gestüt Winterhauch am Sonntag in Krefeld. Vor zwei Jahren hatte diese Mannschaft mit Amaron das Dr. Busch-Memorial gewonnen. Und nur zwei Wochen nach dessen Triumph in der Frühjahrs-Meile in Düsseldorf gab es den nächsten Coup – im Großen Preis des Krefelder Rennclub 1997 e.V. (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) mit Lucky Lion.

Was für ein Deja-vu für Trainer Andreas Löwe und Besitzer Gerd Mosca (Eberbach) vom Gestüt Winterhauch am Sonntag in Krefeld. Vor zwei Jahren hatte diese Mannschaft mit Amaron das Dr. Busch-Memorial gewonnen. Und nur zwei Wochen nach dessen Triumph in der Frühjahrs-Meile in Düsseldorf gab es den nächsten Coup – im Großen Preis des Krefelder Rennclub 1997 e.V. (Gruppe III, 55.000 Euro, 1.700 m) mit Lucky Lion.

Phänomenal ist die Entwicklung des dreijährigen High Chaparral-Sohnes, der stets in seinem Kölner Stall hochgehandelt wurde. Kürzlich hatte er hier sein erstes Rennen gewonnen. Und nun meisterte er auch diese Klippe mit dem zweiten Treffer beim vierten Start und galoppierte 32.000 Euro auf das Konto seines Eigners.

Erstmals nach einem Grupperennen durfte sich Jockey Alexander Weis feiern lassen, der Gatte der Trainerin Sarah Weis gehört eher zu den Underdogs der Szene. Mit verblüffender Endgeschwindigkeit löste sich Lucky Lion als 48:10-Favorit zum Schluss von der Konkurrenz. Von drittletzter Stelle war er bei seiner Attacke auf den letzten 200 Metern ganz außen so schnell, dass die Gegner passen mussten.

„Eigentlich hatte ich gedacht, Lucky Lion könnte anfangs mehr mitgehen, aber er ist eben ein Speedpferd par excellence. Es war der einzig logische Weg, Alexander das Vertrauen zu geben, denn dieses Pferd braucht jeden Tag individuelle Betreuung. Und er ist ein exzellenter Arbeitsreiter. Wir peilen nun das Mehl-Mülhens-Rennen an, und das große Ziel ist das Derby in Hamburg“, ließ Andreas Löwe durchblicken.

Lange sah der Pilot Nordico wie der Sieger aus, der sich bis zuletzt bestens verteidigte, während der Stallgefährte Stillman nicht recht weiterzog und Sechster wurde. „Mit Nordico bin ich sehr zufrieden. Der Sieger hatte ihm ja schon ein Rennen in diesem Jahr voraus. Nun starten wir im Mehl-Mülhens-Rennen. Stillman lief etwas schwächer, hatte aber in der Vorbereitung ein bis zwei Stopps“, so Trainer Mario Hofer.

Noch viel Boden machte als Dritter Andoyas gut. „Leider wurde er im Schlussbogen umgeritten“, sagte Mitbesitzer Peter-Michael Endres. Auch den Auenqueller wird man im Kölner Klassiker wiedersehen. Auch der Schlenderhaner Kerosin (Vierter) kam von sehr weit hinten noch gut auf Touren, während Nadelwald aus bester Lage nicht anpackte.

Mit einer sehr überzeugenden Vorstellung wartete im Rahmenprogramm eines später noch sonnigen Nachmittages Lacy, eine Tochter des englischen Derbysiegers Authorized, im einleitenden Dreijährigen-Rennen für Stuten auf. 52.000 Euro hatte der Trierer Sportvermarkter Werner Heinz für die Fährhoferin in Baden-Baden bei der Auktion bezahlt. Nun gab es gleich den ersten Treffer. Sehr sicher zwang die 46:10-Mitfavoritin die ebenfalls stark durchziehende Tanania und die lange führende Nelke in die Knie. Die Favoritin Tijuana baute sehr früh ab, rutschte im Schlussbogen aber auch weg. „Sie hat Nennungen für den Preis der Diana und andere große Rennen. Vielleicht steuern wir nun ein Listenrennen in Baden-Baden an“, gab Lacys Trainer Waldemar Hickst zu Protokoll.

Das erwartete Zwei-Pferde-Rennen wurde das 1.400 Meter-Altersgewichtsrennen, doch mit dem früheren Gruppesieger Sir Oscar (29:10, A. de Vries) setzte sich das am Toto deutlich höher stehende Pferd gegen den 16:10-Favoriten Daktani durch, und das ausgesprochen souverän. Von zweiter Position aus ging der in Schweizer Besitz stehende Wallach, der vor zwei Jahren schon einmal bei Trainer Toni Potters beheimatet war, früh von dem Konkurrenten ab, der „nach anderthalbjähriger Pause aber gut gelaufen ist“, wie es sein Betreuer Markus Klug umschrieb. „Wir können auch mal die Großen kitzeln. Das nächste Ziel bespreche ich erst mit der Besitzerin“, kommentierte Potters.

80:10 – solch eine hohe Quote gibt es selten auf einen Erfolg des Stalles Ullmann. Doch die Shamardal-Tochter Sousmain (F. Minarik) setzte sich in einem 1.700 Meter-Rennen vorne früh und klar von den stärker gewetteten Sahand und Russian Bolero, der von viel zu weit hinten kam, ab. „Wir sind positiv überrascht. Dass sie hier gegen die Hengste gewinnen würde, hatten wir nicht erwartet. Sie trug Scheuklappen und Ohrenstöpsel, da sie sehr geräuschempfindlich ist“, berichtete Trainer Jean-Pierre Carvalho.

25.000 Euro hatte die Schimmelstute Best Dreaming im vergangenen Jahr für den Stall Ad Episas gewonnen. Und das Rennjahr 2014 konnte für die Tochter der ausgezeichneten Bergwelt kaum besser beginnen. Denn Start-Ziel wehrte die von Mario Hofer trainierte Lady (45:10) im Ausgleich II über 1.300 Meter mit unbändigem Kampfeswillen den immer besser anpackenden Lord of Leitrim sowie den nicht ganz durchstehenden El Zagal ab. „Das war erwartet, sie hatte gut gearbeitet und liebt den weichen Boden“, erklärte der Siegtrainer.

Ähnlich wie bei Sir Oscar für Toni Potters scheint auch Falakee sich im früheren Stall so richtig wohl fühlen. Denn der Wallach triumphierte gleich beim Comeback für Mario Hofer unter Trainertochter Steffi als 70:10-Chance in der Wettchance des Tages (Ausgleich III, 1.400 m). Mit großem Speedwirbel überspurtete der bei einer sehr günstigen Marke stehende Falakee die Benelux-Gäste Tribal I D, Middleton Flyer und Mujaadel. „Er ist seit zwei Monaten wieder bei mir“, signalisierte Hofer über den Sieger. Die Viererwette bezahlte 57.682:10 Euro. Trainer Mario Hofer landete mit Cyrus Sod (39:10, St. Hofer), der hauchdünn die Favoritin Walzerprinzessin schnappte, noch einen dritten Treffer im 2.050 Meter-Ausgleich III.

 

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