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Mülheim: Bruce Hellier setzt im „Preis der Sparkasse“ auf den Heimvorteil

Guardian Angel startet mit einem „Jockey-Riesen“

Mülheim/Ruhr 24. Mai 2014

Die Vorfreude beim Mülheimer Galopper-Trainer Bruce Hellier auf den Saisonauftakt am Samstag vor der eigenen „Haustür“ steigt fast stündlich. Ab 14 Uhr werden beim 18. Sparkassen-Renntag am Mülheimer Raffelberg sieben Rennen ausgetragen.

Mülheim (mspw). Der 74-jährige Engländer ist mit einer kleinen, aber feinen „Armada“ von vier Pferden vertreten. „Die Veranstaltungen auf der Heimatbahn und ganz besonders der Sparkassen-Renntag als Publikums-Magnet sind Höhepunkte im Jahres-Kalender“, strahlt Hellier.
Mit seinen insgesamt zwölf Pferden hat der auf der „Insel“ geborene Trainer-Routinier erst kürzlich einen Umzug auf der Mülheimer Rennbahn gemeistert. Er bezog zwölf frisch renovierte Boxen. „Es ist ein Vorzeigestall“, sagt der Brite nicht ohne Stolz. „Ich achte sehr auf Sauberkeit und darauf, dass alles tip-top ist. Nur zufriedene und glückliche Pferde können auch gute Leistungen bringen.“
Darauf hofft Hellier auch bei der Saisonpremiere auf der Raffelberger Rennbahn. Besonders gute Chancen rechnet er sich mit Guardian Angel im Hauptereignis aus. Der siebenjährige Wallach aus dem Besitz des Stalles Heberingshof (Dierk Finke/Alpen) startet im „Preis der Sparkasse Mülheim“, einem mit 5.100 Euro dotierten Rennen über die 2.000 Meter-Distanz. In der abgelaufenen Saison hatte der „Schutzengel“ bei 16 Auftritten nicht weniger als fünf Rennen, davon zwei in Frankreich, für sich entschieden.
In diesem Jahr steht als beste Platzierung nach sechs Starts ein zweiter Rang Anfang Februar auf der Sandbahn in Neuss zu Buche. „Es ist für Guardian Angel nun ein großer Vorteil, dass er nicht reisen muss“, sagt Hellier. „Vor seinem siebten Platz in Hannover Mitte April hatten wir zum Beispiel eineinhalb Stunden im Stau gestanden. Das hat ihm nicht gepasst und er konnte sein Leistungsvermögen nicht abrufen. Die Reisestrapazen fallen nun weg. Auch wegen der guten Trainingsleistungen bin ich für Samstag guter Dinge.“
Als Jockey hat Hellier einen „Riesen“ verpflichtet. Der Kölner Patrick Gibson, mit einer Körperlänge von 1,81 Meter der größte Jockey Deutschlands, hat mit Guardian Angel im letzten Jahr zweimal gewonnen. „Der Wallach ist ein cooler Typ“, meint der Sohn des verstorbenen englischen Trainers Tim Gibson. „Ideal wäre es, wenn ich ihn zunächst im Mittelfeld verstecken könnte. Dann kann er abschalten und Kräfte für den Endspurt sparen.“
Beim Mülheimer Saisonauftakt bekommt es Guardian Angel mit sechs Kontrahenten zu tun. Darunter ist auch ein „Nachbar“. Denn der ebenfalls am Raffelberg tätige Trainer Jens Hirschberger schickt Illusion ins Rennen. Die vierjährige Stute geht für das Gestüt Sommerberg von Walter Derwald (Dortmund) ins Rennen. Jockey von Illusion, die in diesem Jahr bei zwei Starts noch leer ausging, ist der niederländische Spitzenkönner Adrie de Vries.
Als frische Siegerin nimmt die von Markus Klug (Heumar) für das Traditions-Gestüt Röttgen trainierte Anna Bora (Jockey: Andreas Helfenbein/Köln) den „Preis der Sparkasse Mülheim“ in Angriff. Die vierjährige Stute war zuletzt bei ihrem zweiten Saisonauftritt in Leipzig nicht zu schlagen. Mit der Empfehlung eines ersten und eines zweiten Platzes bei zwei Jahresstarts kommt Walzerprinzessin, trainiert in Bergheim von Jean-Pierre Carvalho für den Stall Ullmann (Georg Baron von Ullmann/Bergheim) an den Raffelberg. Ex-Champion Filip Minarik (Köln) ist Jockey der vierjährigen Stute, die als Sieganwärterin gilt.
Orsella, die von Toni Potters (Großenkneten) für die Erben des kürzlich verstorbenen Besitzertrainers Hans-Heinrich Jörgensen vorbereitet wird, konnte sich bei drei Auftritten in diesem Jahr zweimal in die Siegerliste eintragen. Noch ohne Saisonsieg sind Feather Storm (Trainerin: Erika Mäder/Krefeld) und Vodka Lady (Christian Johannes Maria Wolters/Niederlande).
Sollte es für Bruce Hellier mit Guardian Angel nicht klappen, hat er beim Sparkassen-Renntag noch drei weitere „Eisen im Feuer.“ Die fünfjährige Stute Variety Show, die in diesem Jahr schon einen Sieg gelandet hatte, befindet sich in ihrer letzten Saison, bevor sie in die Zucht wechseln soll. Auf ihrer Heimatbahn am Raffelberg ist die Stute unter Jockey Maxim Pecheur (Saarbrücken) im „Preis des Sparkassen-Finanzkonzeptes“ (5.100 Euro/1.400 Meter) gefordert.
Der Hellier-Schützling Sharp Bullet, ein achtjähriger Wallach, bekommt es im „GiroCents-Preis der Sparkasse Mülheim“ (3.600 Euro/1.200 Meter) mit sieben Gegnern zu tun. „Für ihn darf es nicht zu warm sein. Sonst bekommt er schon einmal Kreislaufprobleme“, so Hellier, der außerdem den vierjährigen Wallach Index Waiter in den „Preis der S-FDL-Immobilien und Versicherungen“ (3.400 Euro/1.400 Meter) schickt. „Mit ihm und Guardian Angel rechne ich mir Samstag die größten Chancen aus“, verrät der englische Trainer-Routinier.

 

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