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Galopp Mülheim: Favoritensieg zum Start des 18. Sparkassen-Renntags

Strike spielt im Theater-Rennen die Hauptrolle

Mülheim/Ruhr 25. Mai 2014

Der erste Sieger der Saison 2014 auf der Galopprennbahn am Mülheimer Raffelberg heißt Strike. Der vierjährige Hengst, der von Jean-Pierre Carvalho in Bergheim für das Traditions-Gestüt Schlenderhan vorbereitet wird, enttäuschte seine zahlreichen Anhänger beim 18. Sparkassen-Renntag nicht.

In dem mit 2.000 Euro dotierten Eröffnungsrennen über 2.000 Meter, dem „Preis der Weißen Nächte Theater an der Ruhr Mülheim“, gewann Strike vor der Riesenkulisse von mehr als 12.500 Zuschauern in Mülheim zum Geldwechsel-Kurs von 10:10. Unter Jockey René Piechulek (Bergheim) behauptete er sich bei seinem zweiten Karriereauftritt überlegen mit acht Längen gegen fünf Kontrahenten.
„Ich wäre schon ein wenig enttäuscht gewesen, wenn Strike nicht gewonnen hätte“, gab Carvalho, einst selbst Jockey, zu Protokoll. „Er hat ohne Zweifel eine gewisse Klasse, muss aber noch einige Erfahrungen sammeln“, so der gebürtige Franzose, der mit seinen Gedanken allerdings nicht nur bei seinem Schützling war. „Beim Einrücken in die Startbox hatte Strike einen meiner Mitarbeiter mit dem Huf in der Rippengegend getroffen. Er musste mit Rippenbrüchen in ein Krankenhaus gebracht werden.“
Wegen des Zwischenfalls an der Startmaschine hatte das erste Rennen mit einigen Minuten Verspätung begonnen. Gleich nach dem Start war der 114:10-Außenseiter Fine Altomis aus dem Trainingsquartier von Willy Knuiman (Niederlande) mit dem belgischen Jockey und Mülheimer Lokalmatador Koen Clijmans an die Spitze gestürmt. Zeitweise führte er mit mehreren Längen vor Strike, seinem hartnäckigsten Verfolger. Auf der Zielgeraden griff der haushohe Favorit und Hauptdarsteller an und zog schnell am Führenden vorbei.
Im Endspurt ließ Strike seinen Gegnern nicht den Hauch einer Chance. Fine Altomis musste sich auch noch dem heranstürmenden Quesillo (78:10) mit seiner Besitzerin Yvonne Rebecca Donze (Schweiz) im Sattel geschlagen geben und wurde Dritter.
In die Siegerliste am Raffelberg trug sich auch For Pro im „Preis des Sparkassen-Finanzkonzeptes“ über 1.400 Meter (5.100 Euro) ein. Der neunjährige Hengst, trainiert von Toni Potters (Großenkneten) für die Familie des erst kürzlich verstorbenen Besitzertrainers Hans-Heinrich Jörgensen (Großenkneten), triumphierte mit der Top-Amazone Steffi Hofer (Krefeld) im Sattel sicher mit einer halben Länge zum Totokurs von 71:10. „Der Schlüssel zum Erfolg war, dass For Pro ein weitgehend ungestörtes Rennen laufen konnte“, so Potters.
Auf den Plätzen zwei und drei landeten der Favorit Mister Mackenzie (23:10) mit Alexandra Vilmar (München) und Tasmeem (86:10) mit Stephen Hellyn (Belgien).
Auf den bloßen Blick war der Gewinner des Preises der „S-FDL-Immobilien und Versicherungen“ (3.400 Euro) kaum auszumachen. Nach 1.400 Metern trennten die drei Erstplatzierten nur wenige Zentimeter. Die Nase vorn hatte die vierjährige Stute Fair Flame (Trainer: Andreas Bolte/Lengerich) mit dem „Fliegenden Holländer“ Adrie de Vries, der aktuell in Top-Form reitet. Nach Kampf verwies die 16:10-Favoritin die vierjährige Stute Ways of Life (Doris Smith/Mülheim, 40:10) unter dem Franzosen Matthieu Autier mit einem Kopf auf Rang zwei. Einen weiteren kurzen Kopf dahinter landete Tech Terz (René Jansen/Niederlande, 65:10) mit Jozef Bojko (Bremen) auf dem dritten Platz.
Auf eine geglückte Wette konnten die Besucher bei der Saisoneröffnung am erstmalig aufgebauten Sektstand der Sparkassen-Tochter „FDL“ in Zielhöhe anstoßen. Den Erlös des Sektverkaufs spendet der langjährige Partner des Raffelberger Rennvereins an das Mülheimer Hospiz.
Den ersten Höhepunkt hatte es bereits vor dem Start des ersten Rennens gegeben. Maria Neumann, Schauspielerin am Theater an der Ruhr, begeisterte mit ihrer Präsentation des Märchens „Hans im Glück“ Jung und Alt. Damit sie überhaupt im dritten Jahr in Folge auf der Raffelberger Rennbahn dabei sein konnte, hatte Neumann eigens die Generalprobe für ihr deutsch-türkisches Stück „Der Froschkönig“ (türkisch: Kurbaga Prens) vorgezogen.

 

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