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Blogeinträge

 
  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „Second best ist allemal besser als nothing“

    18. September 2019

    Der „Verein Deutsche Sprache (VDR)“ mit Sitz in Dortmund ist eine ziemlich humorlose Gesellschaft, deren 36.000 zumeist männliche Mitglieder im Alter über 45 das Ziel verfolgen, die deutsche Sprache als Kultursprache zu erhalten. Bedroht sieht der VDR das Deutsche vor allem durch Anglizismen und die als „Denglisch“ bezeichnete Mischung beider Sprachen. Mediale Aufmerksamkeit ist dem Verein immer sicher, wenn er alljährlich den Negativ-Preis „Sprachpanscher des Jahres“ verleiht, mit dem schon so unverdächtige Institutionen wie die Evangelische Kirche, der Duden oder der Deutsche Fußballbund („Best never rest“) ausgezeichnet wurden.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Alles schon dagewesen"

    11. September 2019

    Nachdem sich der Staub, den der 147. Longines Großer Preis von Baden aufgewirbelt hat, langsam wieder gelegt hat, will ich noch einmal auf dieses Ereignis zu sprechen kommen. Es war ja wirklich ein Ereignis, wie Ghaiyyath das Rennen gewann und es musste jeden begeistern, für den Pferderennen auch etwas mit Leistung zu tun haben und mehr sind, als ein Glücksspiel, bei dem es vor allem darauf ankommt, die richtige Voraussage zu treffen. Das war auch in Iffezheim deutlich zu spüren, der Sieger wurde bejubelt, wie selten ein Sieger zuvor.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Das "Monster" von Baden-Baden

    04. September 2019

    „Man darf nicht alles glauben, was man sieht“, heißt es in Molieres Komödie „Tartuffe oder der Betrüger“, die 1664 unter Beisein des Sonnenkönigs Ludwig XIV. in Versailles uraufgeführt und auch heute noch als lustige Nummer häufig auf den Spielplänen der Theater steht. Vor zwei Jahren hing sie sogar als Motto auf einem Spruchband an der Fassade des Staatstheaters in Mainz. Eine Rennbahn mit einem Theater zu vergleichen, ist gar nicht so abwegig, allerdings hört man dort oft Dinge, die man besser nicht glauben sollte. Aber auch was Rennausgänge angeht, wird die Einsicht, an das Gesehene zu glauben, nicht selten auf eine harte Probe gestellt.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Flieger sind schließlich auch Pferde"

    28. August 2019

    Das Leben lehrt uns, dass Menschen zu bestimmten Begriffen häufig unterschiedliche Vorstellungen entwickeln. Bei den Worten „Goldene Peitsche“ zum Beispiel wandern die Gedanken von Freunden des Krautrocks zur Berliner Punk-Band „Vögel die Erde essen“, die gerade auf ihrer Deutschland-Tour ihr neues Album „Die Goldene Peitsche“ vorgestellt haben, die Presse war vom dichten Sound der Band begeistert. Die Älteren unter uns erinnern sich möglicherweise an einen 1938 gedrehten Technicolor-Farbfilm mit dem Titel „Die goldene Peitsche“, der von einer Familienfehde im Umfeld eines Pferderennens in Kentucky erzählt, mit der großartigen Loretta Young in der Hauptrolle. Andere wiederum – das Leben bietet eben viele Facetten – mögen hinter dem Begriff „goldene Peitsche“ eine Auszeichnung für eine besonders talentierte Domina vermuten.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „Augen auf bei der Berufswahl“

    14. August 2019

    „Augen auf bei der Berufswahl“ ist eine Ermahnung, die junge Menschen oft zu hören bekommen. Aber vielleicht gibt es manchmal gar keine Wahl, denn die Frage, ob die Berufswahl vererbt werden kann, beschäftigt die Wissenschaft schon lange, ohne bis heute zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen zu sein. Als Nicht-Wissenschaftler braucht man darüber nicht lange nachzudenken, fallen einem doch sofort jede Menge Dynastien von Schauspielern, Literaten, Musikern und Artisten ein, auch die Söhne und Töchter von Ärzten wählen auffallend oft den Beruf eines Elternteils und selbst das Bestattungswesen soll fast ausschließlich in den Händen von Familienunternehmen liegen. Sehr ausgeprägt ist die Familienbande auch auf dem Felde des Galopprennsports, denn jede Rennsportnation verfügt über einen Fundus alter Rennsportfamilien, die über Generationen hinweg Trainer und Jockeys hervorgebracht haben.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Es irrt der Mensch, solang er strebt"

    07. August 2019

    Es irrt der Mensch, solang er strebt. Das sagt Goethe in seinem Faust, und man darf dem Dichterfürsten dafür dankbar sein, hat er damit doch jedem Irrenden die Möglichkeit eröffnet, sich auf ihn als letzte Instanz berufen zu können. Bill Gates soll einmal gesagt haben, dass 640 kB eigentlich genug für jeden sein sollten, die Schallplattenfirma DECCA lehnte einen Vertrag mit den Beatles ab, weil mit Gitarren besetzte Gruppen absolut keine Zukunft hätten, und Gottfried Daimler prophezeite 1901, dass die weltweite Nachfrage nach Automobilen keine Million erreichen wird – allein schon aus Mangel an Chauffeuren. Mein Lieblingszitat, Prophezeiungen betreffend, stammt übrigens vom ehemaligen Direktoriums-Generalsekretär Franz Châles de Beaulieu. Vom „Sport-Courier“ nach dem Derbysieger des Jahres 1949 gefragt, antwortete er: „Da ich leider den Sieger des Derbys noch nicht kenne und Prophezeiungen gegenüber skeptisch geworden bin (siehe Namensänderung des Pferdes Endsieg in Endspurt), enthalte ich mich der Stimme. Übrigens bei Wahlen auch. Von Politik verstehe ich nichts. Was leider manchen nicht abhält, sich damit zu befassen. Im Rennsport soll das auch vorkommen.“

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Madonnas erster Auftritt

    31. Juli 2019

    Bewunderer der globalen Pop-Ikone Madonna werden wissen, wo ihr Idol seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Es war im Danceteria, einem der bekanntesten Nachtclubs im New York City der 1980er-Jahre, dort präsentierte sie auch ihren ersten Hit, „Everybody“. Das Danceteria ist längst geschlossen, der Name aber lebt fort in einem jetzt vierjährigen Rennpferd, das unaufhaltsam auf dem Weg nach oben ist und das am Sonntag in München-Riem im G1-Großen Dallmayr-Preis unseren Pferden die in diesem Jahr schon obligatorisch gewordene Niederlage beibrachte

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „10 Dinge, die Sie schon immer über Avocados wissen wollten“

    11. Juli 2019

    Unsere Welt wird bekanntlich immer komplizierter, unübersichtlicher und damit auch unverständlicher. Um da Ordnung zu schaffen und dem Menschen Orientierung zu geben gibt es Listen oder – in einer etwas moderneren Form: Listicles. Ein Listicle, das wissen vielleicht noch nicht alle, ist ein Kunstwort, das aus den Wörtern Liste und dem englischen article gebildet wurde und meint einen Zeitungsartikel oder Blog, der dem Leser ein komplexes Thema ohne Anstrengung nahebringen soll. Typische Listicles haben Überschriften wie „10 Dinge, die Sie schon immer über Avocados wissen wollten“ oder auch ganz einfach: „Die 20 besten Sportler aller Zeiten“.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Dearbaí na hÈireann"

    03. Juli 2019

    Am Sonntag fand in Hamburg der „Hella Halbmarathon“ statt. Dazu muss man wissen, dass Hella ein Mineralwasser-Produzent ist, doch ausgerechnet das Wasser wurde knapp an der Strecke, so dass viele Teilnehmer bei Temperaturen deutlich oberhalb der 30-Grad-Marke gesundheitliche Probleme bekamen und die Feuerwehr Alarm wegen „Massenanfalls von Verletzten“ auslöste und 57 Läufer ins Krankenhaus brachte. Sport war also eine gefahrengeneigte Tätigkeit an diesem Tag, die Wetterstation in Hamburg-Fuhlsbüttel meldete mit 34,8 Grad den höchsten Wert des Jahres. Heiß war es auch auf der Rennbahn in Horn, der Renn-Club hatte aber für ausreichend Wasservorräte gesorgt, die sich nach jedem Rennen aus Schläuchen und Eimern über die Pferde ergossen.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „My Fair Lady“

    26. Juni 2019

    „Jeder Duke und Earl und Peer ist hier. Jeder, der hierhergehört, ist hier. Einen Riesentrubel so wie diesen, sieht man nur in Ascot beim Galopp“. So singt der Chor in „My Fair Lady“, und zwar in jener Szene, in der Eliza, das Versuchsobjekt des exzentrischen Phonetikers Henry Higgins, bei einem Testlauf in Ascot unter Beweis stellen soll, ob ihr die Verwandlung von der Blumenverkäuferin in eine Dame der ersten Gesellschaft gelungen ist. Was natürlich schiefgeht, denn sie schockiert das Publikum, indem sie ihr Pferd lauthals mit den Worten „Lauf schneller, oder ich streu´ dir Pfeffer in den Arsch“ anfeuert.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Unterwegs mit dem Derbyzug

    13. Juni 2019

    Jedes Jahr im Frühjahr setzt sich der Derby-Zug in Bewegung. Nicht der Derby-Zug, von dem gelegentlich zu lesen ist, wenn er von den „Ultras“ eines Fußballklubs auf der Rückreise vom benachbarten Rivalen wieder einmal verwüstet wurde. Nein – unser Derby-Zug ist ganz friedlich. Er startet jedes Mal in Krefeld und fährt dann über München, Baden-Baden, Köln, Düsseldorf und Hannover in Richtung Hamburg. Unterwegs lösen einige noch Fahrkarten für die Mitfahrt, andere springen einfach auf. Viele schaffen es auch nicht und der Zug fährt entweder ohne sie ab oder sie müssen sogar aussteigen. Immer wieder sieht man auch Schwarzfahrer, die eigentlich gar keine Berechtigung zur Mitfahrt haben, doch solange der Zug nicht überfüllt ist, wird nicht kontrolliert.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Vom Tellerwäscher zum Millionär

    05. Juni 2019

    Es ist erstaunlich, wie viele Tellerwäscher in unserer modernen Welt immer noch gesucht werden. Auf eine entsprechende Anfrage im Netz habe ich 269 Angebote erhalten. Und erstaunlich ist auch, dass Viele offenbar genötigt sind, diese Tätigkeit auch auszuüben. Sie hoffen vielleicht auf die berühmte Tellerwäscher-Karriere, die sie von ganz unten nach ganz oben führt – so wie Oprah Winfrey oder Joanne K. Rowling, die es aus prekären Verhältnissen heraus zur Milliardärin gebracht haben.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „God Save the Queen“

    29. Mai 2019

    Von einer englischen Woche spricht man bekanntlich, wenn im Fußball zusätzlich zum Wochenende auch noch am Dienstag oder Mittwoch gespielt wird. Auch in anderen Sportarten, beim Handball oder Eishockey etwa, hat sich der Begriff durchgesetzt. Eine ganz andere „englische Woche“ hat gerade der deutsche Galoppsport hinter sich, denn nur sieben Tage nach dem Sieg von Fox Champion beim Mehl-Mülhens-Rennen in Köln gingen am Sonntag in Düsseldorf auch die German 1000 Guineas durch Main Edition an ein in England trainiertes Pferd. Nicht, dass so etwas noch nicht vorgekommen wäre – schon 1991, im ersten Jahr der Öffnung beider Rennen für Pferde aller Länder, wurde nach Siegen von Flying Brave und Kazoo bei der Siegerehrung „God Save the Queen“ angestimmt. Das passierte danach auch noch in den Jahren 2000 (Crimplene und Pacino), 2012 (Electrelane und Caspar Netscher) und 2016 (Knife Edge und Hawksmoor).

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Die fetten und die mageren Jahre

    22. Mai 2019

    Zur Erklärung zyklisch auftretender Ereignisse wird gerne die biblische Prophezeiung des Joseph von den sieben fetten und sieben mageren Jahren bemüht, die den Ägyptern damals schon zu schaffen machten. So sollen, wie jüngst die Zeitschrift Capital vermeldete, die deutschen Autobauer vor sieben mageren Jahren stehen, während für den Rohstoffbereich angeblich sieben fette Jahre angebrochen sind. Auch der Atmosphärenforscher Dimitri Kondrashov von der Universität von Kalifornien teilte kürzlich mit, dass die „Nordatlantische Oszillation“, die Einfluss auf die Dürrezeiten in der Sahelzone hat, einem Rhythmus von sieben Jahren unterliegt.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Schätze auf dem Dachboden

    15. Mai 2019

    Jeder hat wohl schon einmal eine dieser Fernsehsendungen mit Titeln wie „Kunst & Krempel“ oder „Schatz oder Schätzchen“ gesehen, in denen Personen von der Oma geerbte, auf dem Flohmarkt erstandene oder auf dem Dachboden gefundene Gegenstände präsentieren, um sie von Experten auf ihren Wert schätzen zu lassen. Zwar ist dabei noch niemals ein verschollener Vermeer oder auch nur eine echte Geige von Amati aufgetaucht, aber immerhin wurde 1991 schon einmal ein Gemälde des Berliner Malers Eduard Gaertner vorgestellt, auf eine Million Mark geschätzt und später für 1,3 Millionen Mark verkauft. Ähnliches kann man auch auf dem Gebiet von Vollblutzucht und Rennen erleben, denn immer wieder einmal werden aus Pferden, die von ihren Besitzern oder Trainern auf Auktionen geschickt und dort für kleine Summen zugeschlagen werden, große Sieger.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „Sicher ist, dass nichts sicher ist. Selbst das nicht“

    08. Mai 2019

    Bei Liebhabern brutaler Italo-Western steht der vielfach prämierte Blockbuster Django Unchained von Regisseur Quentin Tarantino hoch im Kurs. Der Weg des Helden Django Freeman ist – bis er mit seiner Broomhilda in den Nachthimmel reiten darf – von so vielen Leichen gepflastert, dass niemand sie bisher hat zählen können. Django Freeman, das Pferd, hat auf dem Weg zum Deutschen Derby in Hamburg-Horn auch schon ordentlich aufgeräumt unter seinen Gegnern und bei bisher vier Starts 31 seiner 32 Rivalen geschlagen – nur Noble Moon nicht, den Winterfavoriten.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Rätselhaftes Favoritensterben

    30. April 2019

    Unter einem „Kiss of Death“ darf man eine im Untergang, wenn nicht sogar im Tod endende Handlung verstehen. Man denke nur an die Gepflogenheiten bei der Cosa Nostra. Im übertragenen Sinne ist es aber auch für ein lila angestrichenes Haus ein Todeskuss, wenn der Besitzer es verkaufen will. Im Galoppsport passierte einmal etwas ebenso Merkwürdiges wie Trauriges, als der amerikanische Jockey Frank Hayes am 4. Juni 1923 in Belmont Park im Sattel der Stute „Sweet Kiss“ zwar siegreich, aber als toter Mann die Ziellinie überquerte – er hatte kurz vorher einen Herzinfarkt erlitten. Es war sein erster und natürlich auch einziger Sieg und er gilt seither in Amerika als „der Tote, der ein Rennen gewann.“

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Wenn Märchen wahr werden

    17. April 2019

    Es gibt immer wieder Dinge auf dieser Welt, die übersteigen die menschliche Vorstellungskraft. Was wirklich hinter einem „Schwarzen Loch“ steckt zum Beispiel, was im Teilchenbeschleuniger von Genf so vor sich geht oder im Kopf des Whiskeybrenners Bob Dylan, ehemals Sänger und Literaturnobelpreisträger. Oder wie es möglich ist, dass es in einem so bedeutenden Rennsportland wie Australien ein Pferd gibt, das 33 Grupperennen, darunter 25 der Gruppe I, in Folge ohne Niederlage übersteht.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Sonne in der Hauptstadt und ein nicht aufzuhaltender Tiger

    10. April 2019

    Immer wieder einmal hört man ja von Städten mit zum Teil merkwürdigen Beinamen. So hing am Bahnhof der Stadt Herford früher einmal ein Schild mit der Aufschrift „Herford – Heimat der Poggenpohl-Küchen“. Auch wenn das keine offizielle Bezeichnung gewesen sein mag, so gibt es doch die eine oder andere Stadt, die furchtlos den Kampf mit der Unverwechselbarkeit ihrer Gemeinde aufnimmt.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Gedanken zum Saisonauftakt

    03. April 2019

    Der Galopprennsport kann ja für sich in Anspruch nehmen, den deutschen Wortschatz durch einige schöne Begriffe reicher gemacht zu haben. Was wäre ein Spiel zwischen Dortmund und Schalke, wenn es das Wort Derby nicht gäbe und was, wenn bei einem 7:0 nicht von einem Kantersieg gesprochen werden könnte.

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Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

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