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Handicapper-Blog

Chefhandicapper Harald Siemen spricht hier über Aktuelles zum Thema Handicappen.

 
  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „Augen auf bei der Berufswahl“

    14. August 2019

    „Augen auf bei der Berufswahl“ ist eine Ermahnung, die junge Menschen oft zu hören bekommen. Aber vielleicht gibt es manchmal gar keine Wahl, denn die Frage, ob die Berufswahl vererbt werden kann, beschäftigt die Wissenschaft schon lange, ohne bis heute zu einem eindeutigen Ergebnis gekommen zu sein. Als Nicht-Wissenschaftler braucht man darüber nicht lange nachzudenken, fallen einem doch sofort jede Menge Dynastien von Schauspielern, Literaten, Musikern und Artisten ein, auch die Söhne und Töchter von Ärzten wählen auffallend oft den Beruf eines Elternteils und selbst das Bestattungswesen soll fast ausschließlich in den Händen von Familienunternehmen liegen. Sehr ausgeprägt ist die Familienbande auch auf dem Felde des Galopprennsports, denn jede Rennsportnation verfügt über einen Fundus alter Rennsportfamilien, die über Generationen hinweg Trainer und Jockeys hervorgebracht haben.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Es irrt der Mensch, solang er strebt"

    07. August 2019

    Es irrt der Mensch, solang er strebt. Das sagt Goethe in seinem Faust, und man darf dem Dichterfürsten dafür dankbar sein, hat er damit doch jedem Irrenden die Möglichkeit eröffnet, sich auf ihn als letzte Instanz berufen zu können. Bill Gates soll einmal gesagt haben, dass 640 kB eigentlich genug für jeden sein sollten, die Schallplattenfirma DECCA lehnte einen Vertrag mit den Beatles ab, weil mit Gitarren besetzte Gruppen absolut keine Zukunft hätten, und Gottfried Daimler prophezeite 1901, dass die weltweite Nachfrage nach Automobilen keine Million erreichen wird – allein schon aus Mangel an Chauffeuren. Mein Lieblingszitat, Prophezeiungen betreffend, stammt übrigens vom ehemaligen Direktoriums-Generalsekretär Franz Châles de Beaulieu. Vom „Sport-Courier“ nach dem Derbysieger des Jahres 1949 gefragt, antwortete er: „Da ich leider den Sieger des Derbys noch nicht kenne und Prophezeiungen gegenüber skeptisch geworden bin (siehe Namensänderung des Pferdes Endsieg in Endspurt), enthalte ich mich der Stimme. Übrigens bei Wahlen auch. Von Politik verstehe ich nichts. Was leider manchen nicht abhält, sich damit zu befassen. Im Rennsport soll das auch vorkommen.“

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Madonnas erster Auftritt

    31. Juli 2019

    Bewunderer der globalen Pop-Ikone Madonna werden wissen, wo ihr Idol seinen ersten öffentlichen Auftritt hatte. Es war im Danceteria, einem der bekanntesten Nachtclubs im New York City der 1980er-Jahre, dort präsentierte sie auch ihren ersten Hit, „Everybody“. Das Danceteria ist längst geschlossen, der Name aber lebt fort in einem jetzt vierjährigen Rennpferd, das unaufhaltsam auf dem Weg nach oben ist und das am Sonntag in München-Riem im G1-Großen Dallmayr-Preis unseren Pferden die in diesem Jahr schon obligatorisch gewordene Niederlage beibrachte

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „10 Dinge, die Sie schon immer über Avocados wissen wollten“

    11. Juli 2019

    Unsere Welt wird bekanntlich immer komplizierter, unübersichtlicher und damit auch unverständlicher. Um da Ordnung zu schaffen und dem Menschen Orientierung zu geben gibt es Listen oder – in einer etwas moderneren Form: Listicles. Ein Listicle, das wissen vielleicht noch nicht alle, ist ein Kunstwort, das aus den Wörtern Liste und dem englischen article gebildet wurde und meint einen Zeitungsartikel oder Blog, der dem Leser ein komplexes Thema ohne Anstrengung nahebringen soll. Typische Listicles haben Überschriften wie „10 Dinge, die Sie schon immer über Avocados wissen wollten“ oder auch ganz einfach: „Die 20 besten Sportler aller Zeiten“.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    "Dearbaí na hÈireann"

    03. Juli 2019

    Am Sonntag fand in Hamburg der „Hella Halbmarathon“ statt. Dazu muss man wissen, dass Hella ein Mineralwasser-Produzent ist, doch ausgerechnet das Wasser wurde knapp an der Strecke, so dass viele Teilnehmer bei Temperaturen deutlich oberhalb der 30-Grad-Marke gesundheitliche Probleme bekamen und die Feuerwehr Alarm wegen „Massenanfalls von Verletzten“ auslöste und 57 Läufer ins Krankenhaus brachte. Sport war also eine gefahrengeneigte Tätigkeit an diesem Tag, die Wetterstation in Hamburg-Fuhlsbüttel meldete mit 34,8 Grad den höchsten Wert des Jahres. Heiß war es auch auf der Rennbahn in Horn, der Renn-Club hatte aber für ausreichend Wasservorräte gesorgt, die sich nach jedem Rennen aus Schläuchen und Eimern über die Pferde ergossen.

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    „My Fair Lady“

    26. Juni 2019

    „Jeder Duke und Earl und Peer ist hier. Jeder, der hierhergehört, ist hier. Einen Riesentrubel so wie diesen, sieht man nur in Ascot beim Galopp“. So singt der Chor in „My Fair Lady“, und zwar in jener Szene, in der Eliza, das Versuchsobjekt des exzentrischen Phonetikers Henry Higgins, bei einem Testlauf in Ascot unter Beweis stellen soll, ob ihr die Verwandlung von der Blumenverkäuferin in eine Dame der ersten Gesellschaft gelungen ist. Was natürlich schiefgeht, denn sie schockiert das Publikum, indem sie ihr Pferd lauthals mit den Worten „Lauf schneller, oder ich streu´ dir Pfeffer in den Arsch“ anfeuert.

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    Unterwegs mit dem Derbyzug

    13. Juni 2019

    Jedes Jahr im Frühjahr setzt sich der Derby-Zug in Bewegung. Nicht der Derby-Zug, von dem gelegentlich zu lesen ist, wenn er von den „Ultras“ eines Fußballklubs auf der Rückreise vom benachbarten Rivalen wieder einmal verwüstet wurde. Nein – unser Derby-Zug ist ganz friedlich. Er startet jedes Mal in Krefeld und fährt dann über München, Baden-Baden, Köln, Düsseldorf und Hannover in Richtung Hamburg. Unterwegs lösen einige noch Fahrkarten für die Mitfahrt, andere springen einfach auf. Viele schaffen es auch nicht und der Zug fährt entweder ohne sie ab oder sie müssen sogar aussteigen. Immer wieder sieht man auch Schwarzfahrer, die eigentlich gar keine Berechtigung zur Mitfahrt haben, doch solange der Zug nicht überfüllt ist, wird nicht kontrolliert.

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    Vom Tellerwäscher zum Millionär

    05. Juni 2019

    Es ist erstaunlich, wie viele Tellerwäscher in unserer modernen Welt immer noch gesucht werden. Auf eine entsprechende Anfrage im Netz habe ich 269 Angebote erhalten. Und erstaunlich ist auch, dass Viele offenbar genötigt sind, diese Tätigkeit auch auszuüben. Sie hoffen vielleicht auf die berühmte Tellerwäscher-Karriere, die sie von ganz unten nach ganz oben führt – so wie Oprah Winfrey oder Joanne K. Rowling, die es aus prekären Verhältnissen heraus zur Milliardärin gebracht haben.

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    „God Save the Queen“

    29. Mai 2019

    Von einer englischen Woche spricht man bekanntlich, wenn im Fußball zusätzlich zum Wochenende auch noch am Dienstag oder Mittwoch gespielt wird. Auch in anderen Sportarten, beim Handball oder Eishockey etwa, hat sich der Begriff durchgesetzt. Eine ganz andere „englische Woche“ hat gerade der deutsche Galoppsport hinter sich, denn nur sieben Tage nach dem Sieg von Fox Champion beim Mehl-Mülhens-Rennen in Köln gingen am Sonntag in Düsseldorf auch die German 1000 Guineas durch Main Edition an ein in England trainiertes Pferd. Nicht, dass so etwas noch nicht vorgekommen wäre – schon 1991, im ersten Jahr der Öffnung beider Rennen für Pferde aller Länder, wurde nach Siegen von Flying Brave und Kazoo bei der Siegerehrung „God Save the Queen“ angestimmt. Das passierte danach auch noch in den Jahren 2000 (Crimplene und Pacino), 2012 (Electrelane und Caspar Netscher) und 2016 (Knife Edge und Hawksmoor).

  • Blog: Chefhandicapper Harald Siemen

    Die fetten und die mageren Jahre

    22. Mai 2019

    Zur Erklärung zyklisch auftretender Ereignisse wird gerne die biblische Prophezeiung des Joseph von den sieben fetten und sieben mageren Jahren bemüht, die den Ägyptern damals schon zu schaffen machten. So sollen, wie jüngst die Zeitschrift Capital vermeldete, die deutschen Autobauer vor sieben mageren Jahren stehen, während für den Rohstoffbereich angeblich sieben fette Jahre angebrochen sind. Auch der Atmosphärenforscher Dimitri Kondrashov von der Universität von Kalifornien teilte kürzlich mit, dass die „Nordatlantische Oszillation“, die Einfluss auf die Dürrezeiten in der Sahelzone hat, einem Rhythmus von sieben Jahren unterliegt.

GERMAN RACING

Seit 2010 bildet GERMAN RACING die große Dachmarke, unter der regelmäßig spannende Pferderennen und stimmungsvolle Veranstaltungen auf den deutschen Rennbahnen stattfinden. Gleichzeitig fungiert die Marke als Oberbegriff für den Galopprennsport in Deutschland.

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