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Internationales Aufgebot an Super-Pferden und Star-Jockeys im Pastorius – Großer Preis von Bayern – Gesamtsieger Iquitos trifft auf Top-Konkurrenz

Sagenhaftes Champions League Finale in München

München 28. Oktober 2016

Was für ein Champions League Finale in München! Am Allerheiligen-Dienstag gilt dieses Motto in der bayerischen Metropole ausnahmsweise nicht im Fußball, sondern im Galopprennsport: Denn mit dem Pastorius Großer Preis von Bayern (Gruppe I, 155.000 Euro, 2.400 m, 6. Rennen um 15 Uhr) kommt die elf Top-Rennen umfassende und erstmals 2016 veranstaltete Rennserie der German Racing Champions League zu ihrem krönenden Abschluss!

Stichwort Finale – es handelt sich bei dem internationalen Top-Event auch um das letzte Gruppe I-Rennen der deutschen Rennsaison beim Saisonfinale auf der Rennbahn München-Riem. In der Gesamtwertung der Champions League, bei der wertvolle Ehrenpreise für die beteiligten Teams winken, führt Iquitos mit 23 Punkten und steht bereits als Sieger der Wertung fest. Die anderen Kandidaten können es nicht mehr ganz nach vorne schaffen, auch wenn im Pastorius – Großer Preis von Bayern die 1,5 fache Punktzahl zu holen ist (15-9-6-3-1,5 Punkte für die Plätze 1 bis 5).

Iquitos wurde von Altmeister Hans-Jürgen Gröschel für die Golffreunde des Stalles Mulligan zu einem der Aufsteiger der Saison geformt – mit den Erfolgen im Großen Preis der Badischen Wirtschaft in Baden-Baden und im Longines – Großer Preis von Baden, denen sich ein fünfter Rang im Preis von Europa hinter anschloss. Der auch diesmal wieder Ian Ferguson anvertraute Hengst, der anschließend den Japan Cup in Tokio bestreiten könnte, wird am Dienstag als Champions League-Sieger ausgezeichnet und könnte vorher noch einen weiteren Coup landen, wenn er in München gewinnt.

Noch einmal zurück zur Champions League-Gesamtwertung: Bei den Trainern kann Andreas Wöhler (48 Punkte) noch von Peter Schiergen (35 Punkte) gefährdet werden. Enger sieht es noch bei den Jockeys aus, denn Andrasch Starke (weilt bereits zu seinem Gastspiel in Japan) hat mit 34 Punkten nur zwei Zähler Vorsprung auf Eduardo Pedroza (32 Punkte). Theoretisch könnte auch Filip Minarik (19 Punkte) noch mit Starke gleichziehen.

In einem sagenhaften Zehner-Feld im Pastorius – Großer Preis von Bayern, das nur so gespickt ist an Super-Pferden und Top-Jockeys, wird es aber alles andere als ein Spaziergang für Iquitos. Siegkandidat ist Stall Ullmanns Savoir Vivre, für den eigens der französische Star-Jockey Christophe Soumillon nach München kommt. Denn sein Ehrenrang im Derby und der achte Platz im Prix de l‘ Arc de Triomphe, dem bedeutendsten Rennen der Welt, nach einer großen Aufholjagd waren aller Ehren wert. Der Schützling von Jean-Pierre Carvalho könnte hier in die Fußstapfen von Ito und Ivanhowe treten, die in den vergangenen beiden Jahren den Pastorius – Großer Preis von Bayern für dieses Quartier gewannen. 

Gleich vier Kandidaten wurden für die stolze Summe von jeweils 15.500 Euro nachgenannt. Es handelt sich zum einen um die von Peter Schiergen trainierte Ammerländerin Royal Solitaire (Filip Minarik), die hier als Zweite im Großen Dallmayr-Preis eine glänzende Figur abgab. Zuletzt hielt sich die Stute als Fünfte im renommierten Prix de l‘ Opera am Arc-Tag in Chantilly als Fünfte gut. „Es ist ihr letzter Start vor dem Wechsel in die Zucht. Sie hat alles erreicht, sagt Schiergen, der zudem den Ebbesloher Girolamo (Dennis Schiergen) nachträglich ins Feld beorderte. Die beiden anderen Nachnennungen wurden aus England getätigt, von einer der ersten Adressen: Denn für den Godolphin-Stall von Sheikh Mohammed aus Dubai kommen Racing History (mit dem Franzosen Ioritz Mendizabal/Trainer Saeed bin Suroor), der Sechster und Vierter der englischen Champions Stakes in den vergangenen beiden Jahren wurde, und der Dreijährige Hawkbill (mit dem englischen Top-Jockey William Buick/Trainer Charlie Appleby), der u.a. die Eclipse Stakes gewann, zur Champions League nach München.

Ein weiterer interessanter Gast aus England ist der von David Simcock für Tetra-Pak-Erbin Kirsten Rausing vorbereitete Dreijährige Algometer (mit dem aktuellen englischen Champion Jim Crowley im Sattel), der die Legacy Cup Stakes in Newbury auf sein Konto brachte. Das Aufgebot komplettieren Guignol (Michael Cadeddu), der Europa-Preis-Zweite Red Cardinal (Eduardo Pedroza) und Sirius (Andreas Suborics). 

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