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Markus Klug stellt die ersten Drei in der wichtigsten Vorprüfung für das Rennen des Jahres

Colomano: Vom Pechvogel zum Derby-Favoriten

Köln 11. Juni 2017

Vom großen Pechvogel zu einem der absoluten Derby-Favoriten, diese Wandlung vollzog am Sonntag vor 8.600 Zuschauern bei hochsommerlicher Witterung der von Champion Markus Klug in Köln-Heumar trainierte dreijährige Hengst Colomano. Der in den Farben des Stalles Reckendorfs angetretene Cacique-Sohn gewann mit dem 182. Oppenheim-Union-Rennen (Gruppe II, 70.000 Euro, 2.200 m) auf der Galopprennbahn in Köln nicht nur den dritten Lauf der German Racing Champions League, der elf Top-Rennen umfassenden großen Rennserie, sondern auch die bedeutendste Vorprüfung für das IDEE 148. Deutsche Derby am 2. Juli in Hamburg.

Mit Jockey Andreas Helfenbein überspurtete Colomano als 37:10-Mitfavorit die siebenköpfige Konkurrenz mit gewaltigem Endspurt von einem der letzten Plätze auf der Außenseite und hatte am Ende eine halbe Länge Vorsprung. Genugtuung bedeutete dieser mit 40.000 Euro honorierte Triumph für sein Team, denn Colomano hatte zwar 2016 das Ratibor-Rennen in Krefeld gewonnen, war aber sowohl im Preis des Winterfavoriten in der Domstadt als Zweijähriger, sowie im Dr. Busch-Memorial in Krefeld in dieser Saison am Rennverlauf gescheitert.

Für Trainer Markus Klug wurde die „Union“ zu einer absoluten Gala, denn seine vier Pferde belegten die Plätze ein, zwei, drei und fünf. Lange hatte der Röttgener Windstoß, der erst am vergangenen Montag in Hannover reiterlos geworden war, an der Spitze den Sieg vor Augen. Sein Betreuer hatte kurzfristig entschieden, hier in Köln anzutreten, und wurde mit dem Ehrenplatz belohnt vor Northsea Star, der stets an dritter Position mitgemischt hatte. Der vierte Klug-Vertreter Shanjo kam aus zweiter Position nicht weiter und musste auch noch den Favoriten Warring States ziehen lassen, der als Vierter von letzter Stelle zuviel aufholen musste und sicherlich einen unglücklichen Rennverlauf erwischte. 

Trainer Markus Klug baute seine Führung in der German Racing Champions League nun auf 38 Punkte deutlich aus vor Jean-Pierre Carvalho (11 Punkte) und Andreas Wöhler (acht Punkte). Klugs erstes Statement nach seiner „Union-Dreierwette“: „Colomano wäre im Preis des Winterfavoriten und auch im Dr. Busch-Memorial bei anderem Rennverlauf ganz weit vorne gewesen. Natürlich war er mein Hauptmumm. Windstoß ist ein Phänomen. Ein Wahnsinn, wie dieses Pferd sich hier nach dem Pech aus Hannover verkauft hat. Auch Northsea Star lief als Dritter stark. Für Shanjo war es der erste Start in dieser Klasse, so schlecht war das nicht. Ich werde voraussichtlich mit sechs Pferden ins Derby gehen. Neben den vier Startern heute mit Kastano und Ming Jung.“ 

Der am 23. Juli 50 Jahre alt werdende Jockey Andreas Helfenbein, der mit 10 Punkten gemeinsam mit dem aktuell verletzten Adrie de Vries, den er mehr als würdig vertrat, und Filip Minarik mit jeweils 10 Punkten hinter Andrasch Starke (16 Punkte) in der Champions League-Wertung auf Platz zwei liegt, meinte: „Ich habe Colomano mit Vertrauen geritten und war auch schon in der Arbeit sein Partner. Ein tolles Pferd. Ich habe ihn bewusst nach außen beordert, da er so oft den Rennverlauf gegen sich hatte. So hatten wir freie Bahn. Ich würde ihn gerne im Derby reiten. Er ist mein Favorit für Hamburg.“

Sehr zufrieden war auch Maxim Pecheur, der Jockey des Zweiten Windstoß: „Das war ein Riesenkampfgeist nach dem Sturz vor wenigen Tagen. Er ist toll gelaufen.“ Hinter dem seinen Strich weitergehenden Northsea Star war Warring States als Vierter unter Wert geschlagen. „Er hätte mehr Tempo benötigt“, erklärte Jockey Eduardo Pedroza. Monreal hatte als Sechster nie eine Chance. „Das war nicht der Rennverlauf, den wir uns erhofft hatten“, bedauerte Trainer Jean-Pierre Carvalho. Oriental Khan und Khan spielten nie eine große Rolle.

In der Gesamtwertung der Pferde schob sich Colomano an die Seite von Guignol (je 10 Punkte) auf den zweiten Rang hinter Dschingis Secret (11 Punkte) in der Champions League, die am 2. Juli im IDEE 148. Deutschen Derby in Hamburg fortgesetzt wird.

Wie ein Zweijähriger mit großer Zukunft gewann Numerion, einer von drei Nachkommen des erstklassigen Deckhengstes Areion, das einleitende Versuchsrennen der Youngsters über 1.300 Meter. Als eigentlich schon alles für einen Erfolg des in vorentscheidender Phase so richtig anpackenden Julio gesprochen hatte, wuchsen Numerion (58:10) Flügel, und er kam noch mit einem Kopf an dem starken Konkurrenten sowie dem lange führenden Thousand Grands vorbei. Jockey Bayarsaikhan Ganbat verglich den jungen Hengst mit einem Gruppesieger: „Er hat eine Galoppade wie Wonnemond.“ Trainer Sascha Smrczek ergänzte: „Wir wussten, dass wir ein gutes Pferd haben. Aber er hat das gleich beim Debüt abgerufen. Er ist ein Rennpferd. Sein Hauptziel ist ein Auktionsrennen hier im August.“

In einem Mini-Feld von nur vier Kandidaten war der Dreijährige Kamsin über 2.200 Meter wirklich an der Reihe. Andreas Helfenbein wusste den für 9.500 Euro bei der BBAG-Auktion erworbenen Kamsin-Sohn Start-Ziel immer wieder neu zu motivieren und konterte die Angreiffe von So Tough und dem Novizen Bruckner knapp. Trainer Markus Klug: „Wir wussten, dass er im kleine Vier-Pferde-Feld vorne gehen mussten. Nach einem Schwächemoment hat Sternkranz schön gekämpft. Er ist noch im Derby startberechtigt, aber auch ein Auktionsrennen ist eine Möglichkeit. Weicher Boden wäre vielleicht noch besser bei seiner Abstammung.“

Der Toto geriet im ersten Viererwett-Rennen (Ausgleich III, 1.400 m) richtig in Wallung, denn auf die Reihenfolge Race For Fame (12:10, F. Ladu), Dragoslav, Tableforten und Junior bezahlte der Toto 155.183:10 Euro. Trotz einer Pause seit März zahlte sich für Stall Frohnbachs Race For Fame die Rückkehr nach Deutschland aus. „Hier werden die Rennen doch zügiger gelaufen als in Frankreich. Er war so etwas wie die Wundertüte. Seine Marke war fair, und er hatte einen tollen Rennverlauf“, kommentierte sein Betreuer Sascha Smrczek.

Eine sehr starke Vorstellung gab Stall Ullmanns Dreijähriger Magellan (31:10) in einer 1.850 Meter-Prüfung. Champion Filip Minarik entlockte dem stets führenden Tertullian-Sohn gegen Marillion und Fabulous Hope immer neue Reserven. „So etwas musste er gewinnen können. Er war ja stets hinter guten Pferden. Es war mutig, so vorne zu gehen, aber alles hat geklappt“, so general Manager Gebhard Apelt.

Im Ausgleich II über 1.850 Meter (Rameen wurde vom Start verwiesen) traten nur vier Kandidaten an. Da war der Weg frei für den mit Andrasch Starke sehr imponierenden Wind Chill (25:10) aus dem Stall von Yasmin Almenräder. „Ich hatte immer eine gute Position, er hat einen Satz gemacht, das sah nach mehr aus“, so sein Jockey über den Erfolg gegen Kolonel, Theo Danon und Bergwind.

Im zweiten Viererwett-Rennen gab es einen tollen Erfolg für Besitzertrainerin Maria Nienstädt aus Schwarme, denn sie betreut den Sieger Humpry (50:10, D. Porcu) und den Dritten Jarak. Blythburgh und Favorfoot Danon komplettierten als Zweiter bzw. Vierter die Viererwette, die 16.302:10 Euro bezahlte. 

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